Aktuelles vom 19-03-2015

19.03.2015                      28.Adar 5775                      Jom Kippur Katan

Neue Nachrichten:

Pressemitteilung des DIG-Präsidenten zur Wahl:

„Deutsch-Israelisches Verhältnis wichtiger denn je“

Das Ergebnis der Parlamentswahl in Israel betrachtet der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V. (DIG), der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, als „kompliziert und risikobehaftet“ für die weitere Entwicklung Israels.
Nach Vorliegen des vorläufigen Endergebnisses der gestrigen Parlamentswahlen zog DIG-Präsident Robbe ein erstes Resümee. Das Wahlergebnis insgesamt und vor allem der Stimmenzugewinn für den alten und vermutlich auch neuen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu könnten eigentlich nur diejenigen überraschen, die sich ausschließlich auf Medienstimmen verlassen hätten.​…

Nach der Wahl:

Netanjahus Triumph

​Benjamin Netanjahu hat mit seiner Wahlkampagne den Nerv vieler Israelis getroffen: Der Wunsch nach Sicherheit. Sollte die neue Regierung den Palästinensern nicht entgegenkommen, wird das Israel jedoch weiter isolieren. Der Sieg ist ein Triumph für Benjamin Netanjahu, denn die Wahl war auch ein Referendum über ihn, den israelischen Regierungschef. Von einem so eindeutigen Sieg hatte in der Likud-Partei niemand zu träumen gewagt. Staatspräsident Rivlin wird nun Netanjahu den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. Dann könnte der Likud-Vorsitzende zum vierten Mal Ministerpräsident werden und dann im Laufe der neuen Legislaturperiode länger im Amt sein als der Staatsgründer David Ben-Gurion….

 

Nach dem Sieg:

Eine Koalition für den "Zauberer"

​Es sind ein paar seltene Stunden ungetrübter Freude und Genugtuung, derer sich Benjamin Netanjahu nach einer Nerven zerrüttenden Wahlnacht erfreuen kann. Wochenlang haben ihm Meinungsumfragen und Experten eine bittere Niederlage prophezeit, haben ihn Rivalen und die meisten Massenmedien Israels aus allen Richtungen angegriffen. Doch nun kann er sich zu Recht als "Zauberer" feiern lassen. Den neuen Ehrentitel skandieren Hunderte seiner Anhänger nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses minutenlang….

 

Diplomatie & Sicherheit:

U.S. could back UN resolution on Palestine, White House official says

​The Obama administration might be open to lending its support to the UN Security Council's resolution that would define the principle for a two-state solution as based on Israel's 1967 borders, a senior White House official told The New York Times. The move would come in response to Netanyahu's withdrawal of his support for the establishing of a Palestinian state as expressed in his Bar Ilan speech in 2009..

 

Kommentar:

Abbas freut sich

​Mit seinem beeindruckenden Wahlsieg könnte Benjamin Netanjahu tatsächlich etwas Außergewöhnliches erreicht haben: Es dürfte eines der wenigen Male sein, dass seine Anhänger und zahlreiche Palästinenser sich aus demselben Grund die Hände reiben. Zwar hieß es aus Ramallah stets, man harre der Wahlergebnisse aus Israel. Palästinas Präsident Mahmud Abbas hat wochenlang alle seine diplomatischen Offensiven gegen Israel eingefroren und seine Sicherheitsdienste angewiesen, Attentate um jeden Preis zu verhindern, um Netanjahu bei den Wahlen keinen Vorschub zu leisten. Dennoch wird Abbas jetzt aufatmen. Denn nichts verhüllt seine Defizite im Friedensprozess besser als der Deckmantel einer nationalistischen israelischen Regierung, wie sie sich offenbar nun bildet….

 

Nach der Wahl:

Obama schweigt zu Netanjahus Wahlsieg

Die US-Regierung hat sich nach dem Wahlsieg von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zurückhaltend gezeigt. Auch am Mittwochnachmittag gab es noch keine Reaktion des Weißen Hauses in Washington zu dem Ausgang der Parlamentswahlen. Das Außenamt verbreitete ebenfalls keine Mitteilung zu dem Thema….

 

Nach der Wahl:

Herzog: I don't want to clean up after Netanyahu

Zionist Union leader Isaac Herzog spoke to Army Radio Thursday morning about his surprising crushing defeat in the 20th Knesset election and Israel's political outlook in light of the results. Herzog said he had gone to bed around 2 a.m. Wednesday believing his party had tied Prime Minister Benjamin Netanyahu's Likud, only to find out from a text message at 6:45 a.m. from his faction's co-leader Tzipi Livni of the reality that Likud had pulled ahead by at least five mandates….

 

Nach der Wahl:

LIVE BLOG: Building Israel's coalition

After Israeli voters gave Prime Minister Benjamin Netanyahu a resounding victory in Tuesday's election, despite pre-election polls showing him trailing the Zionist Union, the Likud leader has begun the work of forming a governing coalition. Who will be in the new government and what promises will be made to make it happen….

 

Nach der Wahl:

Netanyahu aims for right-wing government by Yom Ha'atzmaut

​Israel will have a new government in place in time for Independence Day celebrations, sources close to Prime Minister Benjamin Netanyahu said Wednesday.

Despite exit polls indicating a close race Tuesday night, Netanyahu won a sweeping victory, beating the Zionist Union by at least five seats, 29 to 24. The Likud may receive another seat Thursday after the counting of soldiers’ absentee ballots is complete….

 

Nach der Wahl:

As final votes are being counted, many questions still remain

​After a surprise turnout by Likud voters helped bolster Netanyahu to a clear victory, many were left scratching their heads in the aftermath of an election that pollsters saw as much closer. As it turns out, additional ballots that were counted overnight between Wednesday and Thursday make it appear that Likud had risen from 29 to 30 seats and Meretz had gained another seat, totaling five mandates….

 

Nach der Wahl:

LIVE BLOG: White House 'deeply concerned' by 'divisive' anti-Arab rhetoric during Israeli election

​With nearly all votes counted on Wednesday, Benjamin Netanyahu's Likud party is set to emerge as the election's big winner with 29 seats. The Zionist Union trails behind with 24 seats. The Joint List of Arab parties is the third-largest party at this point, followed by Yesh Atid, Kulanu, Habayit Hayehudi, Shas, United Torah Judaism, Yisrael Beiteinu and Meretz. The far-right party Yahad dropped below the electoral threshold….

 

Nach der Wahl: (Video)

Netanjahu auf dem Weg zur vierten Amtszeit

​Mit einem Rechtsruck im Schlussspurt des Wahlkampfes hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine drohende Niederlage in einen Sieg verwandelt. Die Reaktionen auf den Ausgang der Parlamentswahlen waren gemischt….

Hier das Video!

 

Anschlag in Tunis:

"Dann haben wir plötzlich Schüsse gehört"

Nedra Jouini, 23, lebt zusammen mit ihren Eltern nur 300 Meter entfernt vom Bardo-Museum in der tunesischen Hauptstadt Tunis. Am Mittwoch greifen Bewaffnete das Gebäude an, erschießen mindestens 19 Menschen, darunter viele Touristen. Dann greift eine Spezialeinheit ein und tötet die Agreifer. Am Telefon berichtet die Chemie-Studentin, wie sie den Tag des Anschlags erlebt hat….

 

Tunesien:

Was wir über den Anschlag von Tunis wissen

Mehr als 20 Tote, Dutzende Verletzte: Im Zentrum von Tunis sind zahlreiche Menschen bei einem Anschlag getötet worden. Doch viele Fragen sind noch offen: Sind Deutsche unter den Toten? Wer sind die Angreifer – und was ist ihr Motiv?….

 

Anschlag in Tunis:

Das Ende des Frühlings

​Für Tunesien ist der Anschlag auf das Museum in Tunis ein Desaster: Die dringend benötigten Touristen werden nun fernbleiben. Für die arabische Welt ist das Attentat ein Menetekel: Die Hoffnung auf Frieden und Demokratie hat sich endgültig zerschlagen….

 

​Nach der Wahl:

Ertränkt in demonstrativer Zuversicht

Auch nach dem Wahlsieg von Benjamin Netanhaju gibt sich die Bundesregierung zuversichtlich, dass es Ziel israelischer Politik bleibe, eine Zwei-Staaten-Lösung mit den Palästinensern zu erreichen.Seit einiger Zeit ist das Verhältnis zwischen Deutschland und Jerusalem jedoch angespannt. In Berlin wächst die Sorge, dass Netanjahus Worte nicht bloße Wahlkampf-Rhetorik war.Netanjahu hatte einen Palästinenserstaat kurz vor seinem Wahlsieg kategorisch ausgeschlossen….

 

Nach der Wahl:

Was Netanjahu jetzt tun kann

"Bibi, König Israels" – so sangen die Anhänger der israelischen Regierungspartei Likud am späten Dienstagabend, im Freudentaumel. Bibi, so lautet der Spitzname des alten und voraussichtlich auch neuen Regierungschefs in Jerusalem, Benjamin Netanjahu. Und als dieser schließlich vor die Kameras trat, als letzter Politiker an diesem Wahlabend und demonstrativ an der Seite seine Ehefrau Sara, die zuletzt stark in der Kritik stand, da war sein Lächeln das eines Mannes, dessen Plan aufgegangen ist….

 

Nach der Wahl – Palästinenser:

Für „Rassismus und Besatzung“ gestimmt

Nach der Parlamentswahl in Israel hat die Palästinenserführung den israelischen Wählern vorgeworfen, sich für „Rassismus und Besatzung“ statt für Verhandlungen entschieden zu haben. Israel hat den Weg des Rassismus, der Besatzung und des Siedlungsbaus gewählt und nicht den Weg der Verhandlungen und der Partnerschaft mit uns“, sagte der ranghohe Beamte der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Yasser Abed Rabbo, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP….

 

Nach der Wahl:

Netanjahu verspricht Israel Sicherheit

​Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will nach seinem Wahlsieg rasch eine Regierung mit rechten und religiösen Parteien bilden. Mögliche Koalitionspartner, darunter die Siedlerpartei und die beiden religiösen Parteien, lud er gestern zu Gesprächen ein. Mit ihnen soll binnen „zwei bis drei“ Wochen eine rechtsgerichtete Regierung entstehen. Die palästinensische Autonomiebehörde ist besorgt. Auch die Beziehungen zu den USA und Europa dürften durch eine rechte Koalition weiter belastet werden….

 

Meinung: (Interview)

„Die nächste Runde der Gewalt ist programmiert“

​"Frau Asseburg, überrascht Sie die Deutlichkeit, mit der Netanjahus Likud-Block gesiegt hat? Ja, zumal es lange nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen ausgesehen hat." "Der deutliche Vorsprung Netanjahus ist wohl der sehr massiven Mobilisierung und Polarisierung am Wahltag zu verdanken." "Benjamin Netanjahu hat sich im Wahlkampf als „Beschützer Israels“ präsentiert. Ist das die Erklärung für seinen Erfolg?"….

 

Berlin:

Kreuzberger Kehilla

Die Synagoge zieht immer mehr junge Familien und Israelis an. Weithin sichtbar und mittendrin – die kleine Synagoge mit den hellblauen Säulen am Kreuzberger Fraenkelufer ist leicht als solche zu erkennen. Nebenan stehen Wohnhäuser, der Spazierweg am Kanal verläuft direkt vor der Tür, zum Kottbusser Tor sind es nur ein paar Minuten zu Fuß. Hinter der Brücke beginnt Neukölln – mit türkischem Wochenmarkt, lauschigen Ufercafés und Multikulti-Flair….

 

Brit Mila:

»Amputation der Vorhaut«

​Beschneidungsgegner demonstrieren am Jahrestag des Kölner Urteils. Für den 7. Mai rufen verschiedene Gruppen anlässlich eines »Welttags der genitalen Selbstbestimmung« zu einer Demonstration in Köln auf. An diesem Tag jährt sich die Verkündung eines Urteils des Kölner Landgerichts zum dritten Mal. Es stufte damals in zweiter Instanz die Zirkumzision eines kleinen Jungen als Körperverletzung ein, welche durch eine religiöse Motivation und den Wunsch der Eltern nicht gerechtfertigt werde….

 

Sonnenfinsternis:

Stunde der Panikmacher

​Untergangspropheten erwarten das Schlimmste und schüren Ängste…Die "schwarze Sonne" fällt morgen nämlich mitten in eine Tetrade, das heißt in eine Viererreihe von "Blutmonden"…Die "Blutmond"-Tetrade begann am 15. April 2014 und endet am 28. September 2015. Für einige sehr bibeltreue Autoren ist es kein Zufall, dass die jeweilige Mondfinsternis immer an einem jüdischen Feiertag zu sehen war beziehungsweise sein wird…Am 15. April 2014 war es der erste Tag des Pessachfestes, am 8. Oktober 2014 der Vorabend des Sukkot, des Laubhüttenfestes, am 4. April 2015 wird sich der Mond wieder am ersten Tag des Pessachfestes verdunkeln und rot färben und am 28. September 2015 beginnt erneut das Laubhüttenfest….

 

Interview:

Fünf Minuten mit …

Meinhard Tenné über sein Bundesverdienstkreuz und muslimischen Judenhass.

Herr Tenné, vor Kurzem hat Ihnen Staatsministerin Silke Krebs das Große Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung?

Für mich bedeutet diese Ehrung eine Anerkennung der Öffentlichkeit meines Bemühens, das Zusammenleben von Menschen friedlich zu gestalten, gleich, welcher Herkunft sie sind und welcher Religion sie angehören….

 

München:

Zu viel der Ehre

Der Historiker Heinrich von Treitschke war ein glühender Antisemit. Trotz Protesten soll die nach ihm benannte Straße weiterhin so heißen. Kann sich die als weltoffen gepriesene Stadt München auch weiterhin eine Straße leisten, die nach dem Historiker Heinrich von Treitschke (1834–1896) benannt ist? Der Berliner Professor gilt als geistiger Vater des modernen Antisemitismus und wird nach wie vor wegen seines Satzes »Die Juden sind unser Unglück!« von Antisemiten aller Couleur verehrt….

 

Islamverbände:

Dicke Luft

​Im Koordinationsrat der Muslime (KRM), der 2007 gegründeten Arbeitsplattform von Deutschlands vier größten Islamverbänden, herrscht derzeit dicke Luft. Der Grund: Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, besser bekannt unter dem Namen DITIB, erhob am 9. März in einer Erklärung massive Vorwürfe gegen den Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime (ZMD), Aiman Mazyek. Dieser habe durch sein Verhalten den Eindruck entstehen lassen, »die im KRM vertretenen Verbände seien mit Ausnahme des ZMD beim Thema Antisemitismus unkritisch oder unsensibel«. Sogar von einem Vertrauensbruch war die Rede….

 

Antisemitismus:

Sorge um mein Südafrika

Im Land am Kap grassiert Antisemitismus. Und die Regierung steht nicht abseits. »IhrJuden gehört nicht zu Südafrika!« und: »Ihr denkt, dies ist Israel, aber wir werden euch töten!« Solche Parolen wurden am 8. März in Sandton, einem Vorort von Johannesburg, gerufen. Die Hassdemonstration richtete sich gegen eine südafrikanisch-israelische Ausstellung, die dort stattfand. Aufgerufen zum Protest gegen den jüdischen Staat hatte die einschlägig bekannte Anti-Israel-Bewegung BDS. Was die Meldung über das Kap hinaus zum Politikum macht, ist der Umstand, dass sich auch Südafrikas stellvertretender Minister für Internationale Beziehungen, Obed Bapela von der Regierungspartei ANC, dort sehen ließ….

 

Kronberg:

Als Lorchen zu Luther durchbrannte

​700 Jahre lang gab es jüdisches Leben in Kronberg. Hans Robert Philippi erinnerte an die wechselhafte Geschichte und an die Schicksale der Menschen. Die Stadtrechte und das jüdische Leben in Kronberg sind untrennbar miteinander verbunden. Das kam so: Am 25. April 1330 stellte Kaiser Ludwig der Bayer für Hartmut V. und Walther von Kronberg ein „Judenprivileg“ aus. Darin verlieh er ihnen das Recht, dass sie „mugen haben zwelf Juden sitzend unde wonend zu Cronenberg“. Und bei dieser Gelegenheit verlieh er dem genannten Dörfchen die Stadtrechte gleich mit….

 

Hochburg des Antisemitismus:

Die erschütternde Ausstellung "Bedrohte Intelligenz" in der Universität Wien

​1913 war die Universität Wien die viertgrößte der Welt gewesen, in der Zeit des Nationalsozialismus verkam sie zur "Provinzuni": Aus rassischen oder politischen Gründen wurden insgesamt 322 Wissenschaftler – 82 Professoren, 233 Dozenten und sieben Lektoren – entlassen. Im März und April 1938, unmittelbar nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich, hatte das vom NS-Regime eingesetzte Rektorat bereits 252 Universitätslehrer "entfernt". Dies sei, so der Journalist Klaus Taschwer (Der Standard), "in der Weltgeschichte einzigartig": Derart brutal soll man weder im Deutschen Reich, noch in der Sowjetunion vorgegangen sein. Die Uni Wien war geradezu die "Hochburg des Antisemitismus". So lautet auch der Titel eines Buches von Taschwer, das noch im April erscheinen soll….

 

Analyse:

Auf dem Boden der Wirklichkeit

Trotz heftiger Kampagnen gegen den israelischen Premier Benjamin Netanjahu hat dieser die Wahl deutlich gewonnen. Offenbar sehen Israelis in ihm den Garanten für die Sicherheit Israels, ein Thema, das andere Probleme in den Schatten stellt.​…

 

Grundsteinlegung:

Stadt für palästinensische Häftlinge

Katarische und palästinensische Vertreter haben am Montag im Gazastreifen den Grundstein für eine neue Stadt gelegt. Darin sollen Palästinenser unterkommen, die aus israelischer Haft entlassen wurden. „Scheich-Hamad-Stadt“ – diesen Namen trägt ein palästinensisch-katarisches Projekt im Gazastreifen. In der Provinz Al-Sahra soll eine Ansiedlung für ehemalige Häftlinge entstehen, die aus einem israelischen Gefängnis freigekommen sind. Am Montag legten das palästinensische Wohnungsbauministerium und das katarische Komitee für den Wiederaufbau des Gazastreifens den Grundstein….

 

Antwort:

Ban schreibt an israelisches Terror-Opfer

​UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat an eine elfjährige Israelin geschrieben, die bei einem palästinensischen Angriff schwer verletzt worden war. Ajala Schapira hatte Ban zuvor dafür kritisiert, dass die UNO den Anschlag nicht verurteilt hat. Er sei „zutiefst traurig“ gewesen, als er von dem Angriff erfahren habe, schreibt Ban laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Und weiter: „Kein Kind sollte jemals solche schrecklichen Erfahrungen machen, und kein Kind sollte solchen Schmerz eines Freundes teilen müssen.“….

 

EU-Politik:

EU benennt Nahost-Vermittler

​Die EU will sich stärker im Nahost-Friedensprozess einbringen. Dazu schafft der Staatenverbund wieder den Posten eines Sonderbeauftragten. Der Italiener Fernando Gentilini ist für das Amt nominiert. Nach den Parlamentswahlen in Israel sollen nach dem Willen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Israelis und Palästinenser den Friedensprozess wieder aufnehmen. Die EU besetzt dazu wieder den Posten des Sonderbeauftragten, der seit einem Jahr vakant ist. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat dafür den Italiener Fernando Gentilini nominiert. Der Rat der Europäischen Union muss dies noch bestätigen….

 

Rechtsextreme Übergriffe:

Fatale Toleranz für Neonazis

Rufmordkampagnen, Attacken, Todesdrohungen: Journalisten und Politiker geraten zunehmend ins Visier von Neonazis. Der NSU-Terror hat am Desinteresse für das Thema Rechtsextremismus kaum etwas verändert. Und Pegida hat völkischen Rassismus sogar wieder diskursfähig gemacht. Dortmunder Journalisten, die über die dortige Neonazi-Szene berichten, erhalten fingierte Todesanzeigen wie diese: „Nach langem schweren Kampf gegen die Nationalen Aktivisten wird demnächst ganz elendig verrecken…“ Der Ortsvorsteher der Gemeinde Tröglitz in Sachsen-Anhalt, Markus Nierth, tritt zurück – aus Angst vor Drohungen und fremdenfeindlichen Demos vor seinem Wohnhaus….

 

Benjamin Netanjahu:

Der Mann ohne Visionen

​Benjamin Netanjahu hat erneut die Parlamentswahlen in Israel gewonnen. Aber warum verlassen sich die Bürger immer wieder auf einen Angstmacher? Für diesen Wahlkampf hatten die Israelis einen jiddischen Begriff gefunden: „Gevalt-Kampagne“. Zimperlich ist es in Israel noch nie zugegangen. Dieser Wahlkampf aber wurde härter geführt denn je. Gewonnen hat am Ende derjenige, der am zynischsten die Angst der Wähler vor jeglicher Veränderung schürte: Benjamin Netanjahu. Entgegen aller Umfragen überflügelte er seinen Herausforderer Jizchak Herzog und holte 30 Sitze für seine Likud-Partei….

 

Nach der Wahl:

Gal-On decides not to quit as Meretz chief after party rises to 5 mandates in final count

Meretz chief Zehava Gal-On said Thursday that she would continue to lead the party after the Central Elections Committee announced that the faction had finished with five mandates, and not four, as a partial count had suggested….

 

Nach der Wahl:

Livni: Netanyahu is harmful to Israel, but he isn't an enemy of Israel

Zionist Union co-leader Tzipi Livni said Thursday she was very concerned with the election results, which show Prime Minister Benjamin Netanyahu's Likud party leading with 30 seats while her faction trails with 24 mandates. "The results here are not just a victory for Netanyahu, they are actually a victory for hate and fear," she told Army Radio in reference to the premier's last-minute bid to garner votes by warning that the right-wing faced danger from the large turnout of Israeli Arab voters….

 

Nach der Wahl:

Tibi: Israeli public acted in tribal manner, so we’re left with Netanyahu

​Israeli Arab leaders expressed their frustration over the reelection of Prime Minister Benjamin Netanyahu and were not overjoyed by the results, even though Arabs managed to increase their representation in the Knesset. Ta’al Party Chairman Ahmad Tibi, one of the top leaders of the Joint (Arab) List, told The Jerusalem Post on Wednesday that “the results of the election are disappointing, as we thought that the Israeli public wanted change, but instead acted in a tribal way, and therefore we are left with Netanyahu.”….

 

USA:

Election may exacerbate tensions among American Jews

​Tuesday's electoral victory of Prime Minister Benjamin Netanyahu may serve to further exacerbate tensions among American Jews, according to a prominent Jewish sociologist specializing in the Diaspora’s largest community. “Over the last few years American Jewry has been increasingly dividing over matters relating to Israel,” explained Hebrew Union College’s Dr. Steven M. Cohen, who flew in to Israel from New York earlier this week in order to cast his ballot….

 

Analyse:

Socioeconomic issues loom over next government

Next government will inherit a plethora of socioeconomic problems, including high poverty rates, high cost of living, overcrowding in schools and the state of education.​…

 

Analyse:

Plagued by a lack of direction

​For both the Ashkenazi and Sephardi haredi communities the 2015 election campaign was bitter, divisive and fraught with poisonous rhetoric about religious and political legitimacy. But perhaps more than ever, the central pillar upon which haredi politics is built, adherence to the instructions of the community’s rabbis, was brought to the fore, and the power, but concomitant weakness, of this system was highlighted….

 

Nach der Wahl:

Netanyahu's comeback victory no surprise in south Tel Aviv Likud stronghold

​"Take a Likud voter, you can cut off his hand and he still won’t vote Left,” said Roni Hava, outside a kiosk off Tel Aviv’s Hagana Street the day after the election. The postmortem on the Zionist Union’s campaign for the 20th Knesset seemed clear as day Wednesday morning in south Tel Aviv’s Hatikva neighborhood, far away from the city’s left-wing bubble….

 

Analyse:

Brothers in arms – and in disappointment

Several memorable Bajit Yehudi ads from this election campaign featured party chairman Naftali Bennett schooling Yesh Atid’s Yair Lapid, who was finance minister until several months ago, in economics. From the patronizing tone of the videos, one wouldn’t realize that Bennett and Lapid were “brothers” not that long ago – unless that person had a particularly contentious sibling relationship….

 

​Abbas Sprecher:

If new Israeli gov't won't recognize 2-state solution, no chance for peace process

After Prime Minister Benjamin Netanyahu's strong showing in Tuesday's election which all but ensures he will put together the next governing coalition, Palestinian Authority President Mahmoud Abbas's spokesman said Wednesday that the PA is not concerned with who will be Israel's next prime minister. Nabil Abu Rudeineh was quoted by the Bethlehem-based Ma'an News Agency as saying that the Palestinian Authority wants whichever Israeli government is formed to recognize the two-state solution with east Jerusalem serving as the capital of an independent Palestinian state….

 

Regierungsbildung:

Rivlin plans to meet with party factions on Sunday

​President Reuven Rivlin can choose any member of Knesset who he deems capable, and if that person agrees, he or she can be given the chance to put together a coalition.​…

 

Regierungsbildung:

Herzog: The opposition is the Zionist Union's only realistic option

Zionist Union leader Isaac Herzog said on Wednesday afternoon that after his party's election defeat to the Likud the "only realistic option" for his party was to be in the opposition. Herzog's Labor party formed the Zionist Union with Tzipi Livni's Hatnua party hoping that the move would result in an election result that could unseat Prime Minister Benjamin Netanyahu. But the Likud ended up winning 30 Knesset seats to the Zionist Union's 24….

 

Regierungsbildung:

‘We expect the government to rise to the challenge of environmental issues’

​While seberal Knesset candidates renowned for their green activism failed to make the cut following Tuesday’s elections, Israel’s environmental experts expressed hope on Wednesday that other new MKs might guide the government toward more sustainable practices….

 

Nach der Wahl:

Exit poll gaps leave pollsters in Israel scratching their heads

​Exit pollsters who presented a woefully inaccurate map of Tuesday’s election outcome are searching for clues as to why their results differed so vastly from the actual votes being counted on Wednesday. There are expected to be large gaps between the final public polls published the Friday before elections, and the actual results. In Israeli politics, many voters remain undecided until the last minute, and a lot can happen in those last few days….

 

Regierungsbildung:

Despite weakened left, Kahlon sees leverage for finance ministry

​Moshe Kahlon went into Tuesday’s election with polls showing him as a kingmaker with a small number of Knesset seats wedged directly between two blocks. Both sides needed him to complete a coalition, so he could enjoy a bidding war. By Wednesday morning, it became clear that one of those blocks, led by Prime Minister Benjamin Netanyahu, was far larger, and there would be nobody to bid on the Left….

 

Sicherheit & Verteidigung:

US Army approves Israeli surveillance balloon for purchase

The US-Army has named a surveillance aerostat made by Israeli defense firm RT as an approved defense technology for purchase, the company announced on Wednesday. RT’s Skystar 180 balloon successfully completed the annual Army Expeditionary Warrior Experiment (AEWE), a lengthy process used to shortlist defense products for US acquisition….

 

Frankreich:

Dieudonne convicted of condoning terrorism

​French comedian Dieudonne M’bala M’bala was found guilty of condoning terrorism for social media posts sympathizing with the Islamist gunman who killed four Jews at a Paris-area kosher supermarket. On Wednesday, a Paris court gave Dieudonne a suspended two-month jail sentence. He had faced up to seven years in jail and a $106,000 fine….

 

​Brasilien:

Holocaust-denying bishop risks excommunication

A Holocaust-denying Catholic bishop, who made headlines in 2009 when Pope Benedict XVI rehabilitated members of a breakaway traditionalist society, is heading for trouble again with the Vatican. Bishop Richard Williamson is planning to consecrate a bishop Thursday in Brazil without Pope Francis' consent — a church crime punishable by excommunication….

 

Wirtschaft:

Israel to sell $1.2 billion of natural gas to private customers in Egypt

​A group of private customers in Egypt have agreed to buy at least $1.2 billion of natural gas from Israel’s offshore Tamar field via an old pipeline built to send gas to Israel. The Tamar partners said Wednesday they signed a seven-year deal with Dolphinus Holdings, a firm that represents non-governmental, industrial and commercial consumers in Egypt, that calls for a minimum 5 billion cubic meters of gas to be sold in the first three years….

 

Palästinenser:

Palestinian court upholds decree stripping Abbas rival of immunity

​The Palestinian High Court of Justice on Wednesday rejected an appeal by Mohammed Dahlan, a potential rival to Palestinian President Mahmoud Abbas, against a presidential decree stripping him of parliamentary immunity. The decision means Dahlan could be brought to trial on graft charges made against him by the Palestinian anti-corruption authority, which was set up by Abbas….

 

Wirtschaft:

U.S.-Israeli start-up Playbuzz raises $16 million

​U.S.-Israeli start-up Playbuzz, whose platform enables the distribution of content on social media, said on Wednesday it has raised $16 million in a financing round led by venture capital fund 83North. Additional funds came from Saban Capital, the investment arm of media mogul Haim Saban, as well as existing investors Carmel Ventures and FirstTime Ventures….