Aktuelles vom 29-01-2015i

29.01.2015                      09.Schwat 5775

Neue Nachrichten:

Auf den Golanhöhen:

Zwei israelische Soldaten bei Hizbullah-Beschuss getötet

Bei einem gezieltem Raketenangriff der Hizbullah-Miliz sind zwei israelische Soldaten getötet worden. Bei anschließenden Vergeltungsschlägen kam auch ein UN-Blauhelmsoldat ums Leben….

 

​An der libanesischen Grenze:

EU calls for halt to attacks against Israel's northern border

EU chief speaks after Hezbollah hit two Israeli military vehicles with anti-tank missiles, killing two IDF soldiers and wounding seven on the Israeli side of the Lebanese border….

 

Nahost:

Israels einst stabilste Grenze heizt sich auf

​Israel, Syrien und dessen Verbündete stehen seit Monaten am Rand eines Krieges. Jetzt kam es an Israels Nordgrenze zur schwersten Eskalation seit Jahren. Beginnt hier der nächste Nahost-Krieg?….

 

AfD:

Gauland will Zuzug aus Nahost stoppen

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat nach dem Konflikt um die Führungsstruktur ein neues Streitthema: die Zuwanderung von arabischen Muslimen. Vizevorsitzender Alexander Gauland fordert einen Stopp des Zuzugs aus dem Nahen Osten. Parteigründer Bernd Lucke hielt dagegen….

 

​Kommentar:

Schiitische Windbläser

Je weicher die Wahrheit, desto steifer der Standpunkt. Mit dieser Einsicht lassen sich in manchen Regionen der Erde sogar Kriege erklären. Vor allem im Nahen Osten. Dort kommt es immer wieder zu Scharmützeln zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee. Im Sinne der obigen Regel rackern sich die Kämpfer der schiitischen Terrororganisation ab, mithilfe von Gefechten von ihrer Schwäche abzulenken….

 

Golanhöhen:

Israel liefert sich Kämpfe mit libanesischer Hisbollah

​Bei den schwersten Zwischenfällen an Israels Grenze zum Libanon seit fast einem Jahrzehnt sind gestern zwei israelische Soldaten sowie ein Mitglied der UN-Friedenstruppe getötet worden. Wie später bekannt wurde, handelte es sich dabei um einen Spanier. Bei Letzterem waren die Umstände zunächst unklar, die UN-Truppe in Südlibanon (Unifil) erklärte, die Hintergründe seines Todes untersuchen zu wollen. Zuvor waren die beiden Israelis bei einem Raketenbeschuss der schiitischen Hisbollah-Miliz auf einen israelischen Militärkonvoi ums Leben gekommen. Israels Armee feuerte mit Artillerie in das libanesische Grenzgebiet, nachdem am Morgen das israelische Militärfahrzeug auf den Golanhöhen von einer Panzergranate getroffen worden war. Dabei gab es auf israelischer Seite zudem sieben Verletzte, wie ein Armeesprecher bestätigte….

 

Gefährliche Entwicklung:

Alarmierende Studie zu Antisemitismus

​70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ist einer Studie zufolge Antisemitismus in Teilen der deutschen Gesellschaft immer noch stark ausgeprägt. 18 Prozent der Deutschen verträten die Auffassung, dass Juden durch ihr Verhalten an ihrer Verfolgung mitschuldig seien, sagte der Konfliktforscher Andreas Zick gestern in Bielefeld….

 

Nahost-Konflikt:

Strategisches Kalkül an mehreren Fronten

Die Attacke der Hisbollah ist die jüngste einer Reihe kalkulierter Botschaften. Wenn alle sie verstanden haben, wird es auf den Golanhöhen wieder ruhiger werden….

 

Golanhöhen:

UN-Generalsekretär Ban mahnt zur Zurückhaltung in Nahost

International wächst die Sorge, auf den Golanhöhen könne der Nahostkonflikt erneut eskalieren. Spanien macht Israel für den Tod eines Blauhelmsoldaten verantwortlich….

 

Wahlen in Israel:

Netanjahu-Gegner liegen laut Umfrage vorne

Laut einer Umfrage der israelischen öffentlichen Fernsehanstalt liegt das neue Mitte-links-Bündnis aus Arbeitspartei und Hatnua (Die Bewegung) sieben Wochen vor der Parlamentswahl bei 26 Sitzen. Das Bündnis nennt sich "Das Zionistische Lager" und will die regierende Partei Likud des Premiers Netanjahu bei der Wahl als stärkste Kraft ablösen. Natanjahus Likud käme mit 23 Mandaten auf Platz zwei. Der Partei gehen allerdings die Koalitionspartner aus….

 

Nach den Angriffen:

Lage an israelisch-libanesischer Grenze beruhigt sich

​Nach dem Angriff auf ein israelisches Militärfahrzeug und anschließenden Gefechten an der israelisch-libanesischen Grenze hat sich die Lage vorerst beruhigt. Der israelische Rundfunk berichtete am Morgen, Israels Führung tendiere dazu, vorerst keine Angriffe zu unternehmen….

 

Nahost-Experte Bruno Schirra:

"IS-Terror wird zum europäischen Alltag gehören"

​Das Attentat auf "Charlie Hebdo" war nur der Anfang – weitere Anschläge in Europa werden folgen. Das glaubt Bruno Schirra, der den Islamischen Staat bereist hat. Für Sicherheit könne niemand sorgen….

 

Wachsender Antisemitismus:

Frankreich geht gegen grassierenden Antisemitismus vor

​Das Attentat auf den jüdischen Supermarkt in Paris, bei dem am 9. Jänner vier Geiseln starben, erfolgte nicht aus heiterem Himmel. Wie der Dachrat der jüdischen Organisationen (Crif) am Dienstag bekanntgab, wurden im vergangenen Jahr 851 antisemitische Taten registriert – doppelt so viele wie im Vorjahr (423). Noch stärker ist die Zunahme bei den körperlichen Attacken: Sie stiegen binnen Jahresfrist von 105 auf 241….

 

Judentum:

Die Früchte des Landes

Der jüdische Monat erinnert an unsere Pflicht, die Umwelt zu schützen. Warum wir Anfang Februar in Deutschland das Neujahr der Bäume, Tu Bischwat, feiern, leuchtet auf den ersten Blick vielleicht nicht jedem ein. Doch immerhin werden die Tage länger, und in Israel erwachen Flora und Fauna schon aus ihrer Winterruhe. Die ersten Frühblüher zeigen sich, die Bienen und Vögel fliegen aus. Der jüdische Monat Schwat verweist auf die Erneuerung der Natur in Israel – und in der Diaspora können wir uns an Tu Bischwat (am 4. Februar) zumindest schon auf den kommenden Frühling freuen….

 

Wieso, weshalb, warum:

Bischul Akum

Religiöse Begriffe aus der Welt des Judentums: »Bischul Akum« ist ein rabbinisches Verbot, bestimmte Speisen zu verzehren, wenn sie von einem Nichtjuden gekocht wurden (Mischna Awoda Sara 35b)….

 

Gesellschaft:

Von Aufklärung bis Ignoranz: Holocaust in Schulbüchern

Es gibt Länder, die benennen den Holocaust in ihren Schulbüchern direkt, wieder andere ignorieren ihn komplett. Eine aktuelle Studie vergleicht, wie Lehrpläne in 135 Ländern und Gebieten mit der Vernichtung der europäischen Juden umgehen. Was und wie lernen Schüler weltweit über die Scho‘ah? In insgesamt 28 Ländern und Gebieten taucht der Holocaust gar nicht im Lehrplan der 14- bis 18-Jährigen auf – darunter sind Island, Thailand, Mikronesien, Neuseeland, die Palästinensische Autonomie oder Fidschi. In ihren Lehrplänen finden weder der Holocaust noch sein Kontext Erwähnung. Japanische Schulbücher beschrieben den Holocaust mit der gleichen Sprache wie die Zerstörungen durch die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki….

 

Gaza:

„Widerstand ist die Kultur der Palästinenser“

Mehr als 10.000 junge Palästinenser haben im Gazastreifen an einem militärischen Trainingslager der Hamas teilgenommen. Dies solle die kommende Generation auf die Verteidigung gegen Israel vorbereiten, sagte der ehemalige Premier Ismail Hanije. Schießübungen mit Scharfschützengewehren, Erste-Hilfe-Kurse, Zivilverteidigung und islamische Predigten – all das gehört zum Ausbildungslager „Pioniere der Freiheit“. Mehr als 10.000 Palästinenser zwischen 15 und 21 Jahren haben sich in den vergangenen Tagen daran beteiligt, nach Hamas-Angaben waren es 17.000 Teilnehmer. Das Innenministerium im Gazastreifen bot den Schutz für die militärischen Anlagen, in denen das Training stattfand. Dies berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“….

 

Gaza:

UNRWA: Geld kommt nicht

Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hat sich darüber beklagt, dass die Gelder für den Wiederaufbau des Gazastreifens nicht fließen. Nahezu nichts von den im Oktober auf der Kairo-Konferenz versprochenen 5,4 Milliarden Dollar sei bis jetzt angekommen….

 

Neandertaler und moderner Mensch:

Sie trafen sich in Israel

​In einer Höhle in Israel haben Forscher ein Schädelteil gefunden, das ein entscheidendes Stück Menschheitsgeschichte verrät: In der Region trafen sich moderner Mensch und Neandertaler erstmals….

 

Panzerabwehrrakete trifft Militärjeep:

Zwei Tote und fünf Verletzte

​Vier israelische Soldaten sind heute verletzt worden, als ihr Geländewagen in der Nähe der libanesischen Grenze von einer Panzerabwehr-Rakete getroffen wurde. Einer von ihnen ist nach ersten Berichten in kritischem Zustand. Das Militärfahrzeug ging in Flammen auf. Gleichzeitig wurden israelische Armeestellungen vom Libanon aus mit Granaten beschossen. Anwohner in der Region berichteten von lauten Explosionen. Arabische Medien meldeten, Israel habe mit heftigem Artilleriefeuer auf den Südlibanon reagiert….