Archiv der Kategorie: Aus der DIG

Pressemitteilung vom 18-03-2015

19.03.2015                      28.Adar 5775                      Jom Kippur Katan

Pressemitteilung vom 18.03.2015

„Deutsch-Israelisches Verhältnis wichtiger denn je“

Stellungnahme von DIG-Präsident Robbe zum Wahlausgang in Israel:

Das Ergebnis der Parlamentswahl in Israel betrachtet der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e. V. (DIG), der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, als „kompliziert und risikobehaftet“ für die weitere Entwicklung Israels.
Nach Vorliegen des vorläufigen Endergebnisses der gestrigen Parlamentswahlen zog DIG-Präsident Robbe ein erstes Resümee. Das Wahlergebnis insgesamt und vor allem der Stimmenzugewinn für den alten und vermutlich auch neuen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu könnten eigentlich nur diejenigen überraschen, die sich ausschließlich auf Medienstimmen verlassen hätten….

 

Pressemitteilung vom 12-02-2015

14.02.2015                      25.Schwat 5775                      Schabbat Mewarchim; Mischpatim

Pressemitteilung vom 12.02.2015:

“Antisemitismusbekämpfung muss Chefsache werden”

DIG-Präsident Robbe kritisiert Bundestag und Bundesregierung!

Als „weiteres prominentes Beispiel für das halbherzige Engagement gegen Antisemitismus in Deutschland“ bezeichnete der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, die Zusammensetzung der Antisemitismus-Kommission….

 

 

Pressemitteilung vom 26-01-2015

27.01.2015                      07.Schwat 5775

Pressemitteilung vom 26.01.2015:

„Auschwitz bedeutet Verantwortung“

DIG-Präsident Robbe fordert „arbeitsfreien Gedenktag 27.Januar“.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), der ehemalige Wehrbeauftragte des Bundestages Reinhold Robbe, hat den 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar zum Anlass genommen, auf Deutschlands Verantwortung für das jüdische Volk und für Israel hinzuweisen…

 

 

Pressemitteilung vom 10-11-2014

13.11.2014                      20.Cheschwan.5775

"Unüberlegte Effekthascherei":

DIG-Präsdident Reinhold Robbe kritisiert neue EUAußenbeauftragte Mogherini

Kritik übte der soeben in seinem Amt als Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) bestätigte ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe an den Aussagen der neuen EU-Außenbeauftragten, Federica Mogherini, die sich für die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch weitere EU-Staaten einsetzen will….

 

 

Schnellboote und Staatsräson

24.05.2014                      24.Iyar.5774                      Tag 29 des Omer; Bamidbar

Meinung:

Schnellboote und Staatsräson

Deutschland darf Israel Korvetten-Wünsche nicht verwehren. Auch aus eigenem Interesse.

Im Gegensatz zu manchen europäischen Nachbarn pflegt Deutschland bekanntlich ausgesprochen freundschaftliche Beziehungen zu Israel. Deutlich wurde dies zuletzt am kürzlich unterzeichneten Konsularabkommen beider Staaten, das israelischen Staatsbürgern überall dort Schutz und Hilfe gewährt, wo es keine israelischen, wohl aber deutsche Botschaften gibt. Diese einzigartigen Beziehungen sind aus unserer geschichtlichen Verantwortung für die Juden in der Welt und ganz besonders für die Menschen in Israel entstanden.
Unsere Bundeskanzlerin hat die Sicherheit Israels sogar der deutschen Staatsräson zugeordnet. Deshalb ist es logisch und konsequent, wenn der Bundessicherheitsrat der Lieferung von zunächst vier Korvetten für die israelische Marine zugestimmt hat. Für Israels Küstensicherung sind sie unerlässlich, und sie garantieren deutsche Arbeitsplätze. So weit zum Sachverhalt….

 

Der „strahlende Held“ hat seinen letzten Kampf verloren

eingestellt am: 13.01.2014                      12.Schwat.5774

Zum Tod des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon

Der "strahlende Held" hat seinen letzten Kampf verloren

Von Reinhold Robbe

Eine der markantesten politischen Führungspersönlichkeiten Israels ist tot. Ariel Scharon hat seinen langen letzten Kampf verloren. Nachdem der einstige israelische Ministerpräsident vor etwa acht Jahren in ein Koma fiel, hat er das Bewusstsein nicht wiedererlangt. Ariel Scharon gehörte zweifellos zu den Politikern Israels, die man als wirkliche Pioniere bezeichnen darf. In Israel geboren, kämpfte er im Untergrund bereits gegen die britische Besatzung und die Araber. Später profilierte er sich als Offizier in der Armee und nahm an allen wichtigen Schlachten des noch jungen Staates teil. Hier erwarb er sich auch den Ruf eines furchtlosen Kämpfers. Seine Rolle im Libanon-Krieg hingegen war nicht unumstritten, was seiner Popularität beim eigenen Volk aber nicht schadete. In seinen späteren politischen Ämtern profitierte Scharon von dem Ruf, den er sich als General erworben hatte.

Scharon war Zeit seines Lebens stolz darauf, als Hardliner und Falke zu gelten. Er wusste seine taktischen Begabungen als ehemaliger militärischer Führer geschickt für seine politische Karriere zu nutzen. Als Konservativer ließ Scharon nie einen Zweifel an seinem Leitmotiv, nämlich sein Land mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verteidigen. Um so überraschter reagierte man in Israel und in der Welt über den von Scharon zu verantwortenden Rückzug aus Gaza-Streifen nach 38jähriger militärischer Kontrolle. Aber auch diese radikale politische Wende seiner Politik änderte nichts an seiner Popularität. Für die überwiegende Mehrheit in Israel zählt Ariel Scharon zu den wichtigsten Persönlichkeiten des jüdischen Staates. Für die meisten wird er – ungeachtet aller Widersprüche in seinem Leben – der "strahlende Held" bleiben.

 

DIG Präsident Robbe fordert Parteichefs zum Handeln auf

04.11.2013                      01.Kislew.5774                      Rosch Chodesch 2

Pressemitteilung:

Judenfeindlichkeit endlich wirksam bekämpfen

DIG Präsident Robbe fordert Parteichefs zum Handeln auf .

Nach der jüngsten Veröffentlichung von Umfrageergebnissen, die eine zunehmende Judenfeindlichkeit in Deutschland belegen, hat sich der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, mit einem dringenden Appell an die Parteivorsitzenden gewandt. Der DIG-Präsident fordert die Parteichefs auf, endlich intensiver auf die Ursachen zu schauen und eine "nachvollziehbare Strategie für die Bekämpfung von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit" vorzulegen.

Wie DIG-Präsident Robbe heute in Berlin erklärte, richte sich sein Appell insbesondere an die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel und an den SPD-Vorsitzenden Siegmar Gabriel, die voraussichtlich für die Bildung der nächsten Regierung die Hauptverantwortung trügen. Aber auch die Opposition stehe genau so in der Pflicht wie die nächsten Koalitionspartner. Notwendig sei eine "parteiübergreifende Koalition des Kampfes gegen jegliche Form von Judenhass und Diskriminierung von Minderheiten in Deutschland", erklärte Robbe. Dazu zähle die Bekämpfung von Judenhass und Fremdenfeindlichkeit ebenso wie das entschiedene Eintreten gegen Homophobie und die Diskriminierung von anderen Minderheiten.
Deutschland müsse auch aus guten Gründen in Europa Vorbild sein für diesen Kampf gegen die Judenfeindlichkeit. Wenn es keine eindeutige und wirksame Strategie gegen diese wachsenden rechtsradikalen und antisemitischen gesellschaftlichen Strömungen in Deutschland gebe, dürfe man sich über judenfeindliche Tendenzen in europäischen Nachbarstaaten nicht wundern. Deutschland habe als Konsequenz aus der eigenen Geschichte auf diesem Feld eine ganz eindeutige Vorbildfunktion, betonte der DIG-Präsident.
Die vor wenigen Tagen bekannt gewordenen Umfrageergebnisse im Rahmen einer ARD-Dokumentation würden in erschreckender Weise belegen, dass der Antisemitismus, verbunden mit anti-israelischen Grundeinstellungen in den vergangenen Jahren stark angestiegen seien. Als "geradezu verheerend" bezeichnete Robbe die Tatsache, dass aktuell jeden Tag zwei bis drei Gewalttaten von Rechtsextremisten mit antisemitischer oder fremdenfeindlicher Motivation begangen würden. Der DIG-Präsident beruft sich hierbei auf eine entsprechende Aussage des Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, in der besagten ARD-Dokumentation. Weiterhin hätten jüngste Forschungsergebnisse eine besorgniserregende Zunahme des Antisemitismus, nicht nur am äußeren rechten und linken Rand sondern in der Mitte der bundesdeutschen Gesellschaft zu Tage befördert, betonte Robbe. Judenkritische bis judenfeindliche Einstellungen gebe es bei mehr als der Hälfte der deutschen Gesellschaft. Dieser nicht nur anonym geäußerte Judenhass gehe einher mit allgemeiner Fremdenfeindlichkeit und verleumderischer Israel-Kritik. Aber auch die Judenfeindlichkeit in islamischen Gruppierungen sei äußerst besorgniserregend und nicht hinnehmbar. Bei allem Verständnis für die berechtigten Bemühungen mit Blick auf ein Verbot der rechtsradikalen NPD dürfe man die anderen Themen nicht aus dem Blick verlieren.
Vor dem Hintergrund des 75. Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November sei es nach Auffassung des DIG-Präsidenten angebracht, sehr selbstkritisch auf die innere Verfasstheit der deutschen Gesellschaft zu blicken. Für die Verantwortungsträger der neuen Bundesregierung könne dies nur bedeuten, die bisherigen Anstrengungen einer kritischen Bewertung und gegebenenfalls auch einer Korrektur zu unterziehen, weil die bisherige Politik offensichtlich nicht ausreichend war. Deshalb sei es nach Auffassung von Robbe unumgänglich, "eine neue und wirksamere Strategie gegen Fremdenfeindlichkeit und Judenhass sowie gegen politischen und religiösen Extremismus in der neuen Koalitionsvereinbarung zu verankern". Nur auf diesem Wege könne die künftige Bundesregierung Glaubwürdigkeit auf diesem Feld für sich in Anspruch nehmen.

 

Ernst-Cramer-Medaille für Schimon Peres

18.10.2013                      14.Cheschwan.5774

Pressemitteilung:

Ernst-Cramer-Medaille für Schimon Peres

Der israelische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Schimon Peres wird als erster Preisträger mit der „Ernst-Cramer-Medaille“ der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) ausgezeichnet.

Wie DIG-Präsident Reinhold Robbe heute in Berlin erklärte, habe sich das Kuratorium der DIG einstimmig für Schimon Peres ausgesprochen, weil er in bewundernswerter und beispielhafter Weise über viele Jahrzehnte hinweg die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland persönlich gefördert und in vielfacher Hinsicht unterstützt habe. Robbe: „Unabhängig von politischen Strömungen und jeweiligen Mehrheiten war die Pflege der Freundschaft zwischen Deutschland und Israel für Schimon Peres ein wirkliches Herzensanliegen.“ Dies habe er, so Robbe weiter, bei unzähligen Anlässen und an vielen Beispielen deutlich gemacht. Peres sei heute nicht nur Vorbild insbesondere für viele junge Menschen in beiden Ländern, sondern auch der Garant für Verlässlichkeit und Beständigkeit mit Blick auf die einzigartigen Beziehungen zwischen den Menschen in Israel und Deutschland.

Peres wird ist der erste Preisträger der nach dem jüdischen Publizisten Ernst Cramer benannten Medaille sein. Mit diesem Preis werden künftig Persönlichkeiten in Israel oder Deutschland gewürdigt, die sich in besonderer Weise um die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern verdient gemacht haben. Das Kuratorium setzt sich aus Vertretern des DIG-Präsidiums und aus Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens in Deutschland zusammen.

Die Medaille soll noch in diesem Jahr im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung an den israelischen Staatspräsidenten verliehen werden.