Archiv der Kategorie: Aus der DIG

DIG – Pressemitteilung vom 25.11.2011

eingestellt am: 25.11.2011                      28.Cheschwan. 5772

DIG – Pressemitteilung vom 25.11.2011

"Lippenbekenntnisse reichen nicht"

DIG-Präsident Robbe fordert radikale Reformen für deutschen Verfassungsschutz

Schnelle und überzeugende Konsequenzen aus den Erkenntnissen des Nazi-Terrors während der zurückliegenden Jahre forderte der Präsident der Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG), Reinhold Robbe.

Vor den rund 200 Teilnehmern des Jugendkongresses des Zentralrates der Juden in Weimar erklärte der DIG-Präsident, Reinhold Robbe, das ganze Land sei entsetzt und ratlos zugleich, dass eine Bande von Nazi-Terroristen über viele Jahre hinweg mordend und plündernd durchs Land gezogen sei und verschiedene Sicherheitsbehörden dies zwar beobachtet, aber nicht verhindert hätten.

Angesichts dieses unglaublichen Vorganges dürfe es jetzt nicht bei Mitleidsbekundungen und Lippenbekenntnissen der verantwortlichen Politiker bleiben. Die bisherigen Anhörungen und Ermittlungen würden bereits jetzt zu dem Ergebnis führen, dass die Struktur des Verfassungsschutzes "radikal reformiert" werden müsse. Die haarsträubende Arbeitsweise und durch nichts zu rechtfertigende Schlamperei bestimmter Landesämter des Verfassungsschutzes hätten dazu geführt, dass sich die Bürger – insbesondere Minderheiten – nicht mehr sicher fühlen könnten in Deutschland. Die Wirkung auf das Ausland sei katastrophal, betonte Robbe unter dem Beifall der Jugendlichen.

Lobende Worte fand Robbe für Bundespräsident Christian Wulff, der sich in bemerkenswerter Weise um die Angehörigen der Opfer gekümmert habe. Dies sei ein deutliches und überzeugendes Zeichen der menschlichen Solidarität, das man gar nicht hoch genug bewerten könne.

Enttäuschend hingegen seien die bisherigen Reaktionen der übrigen Regierungsverantwortlichen. Arbeitsweise, Qualifikation der Mitarbeiter und die verkrustete Struktur der Landesämter für Verfassungsschutz würden den heutigen Anforderungen in keiner Weise entsprechen. Außenstehende hätten den Eindruck, dass ein Verbot der NPD wegen der dilettantischen Arbeitsweise des Verfassungsschutzes bisher nicht möglich war. Trotz der negativen Erfahrungen beim letzten Verbotsversuch, sei es bis heute offensichtlich nicht gelungen, die sogenannten V-Leute aus den Gremien der NPD abzuziehen. Hier müsse die Frage erlaubt sein, ob Absicht dahinter stecke, erklärte Robbe. Deshalb sei eine "effektive Hierarchie" und eine effiziente parlamentarische Kontrolle aller Inlandsgeheimdienste unverzichtbar. Das offensichtliche Kirchturmdenken mancher Landesregierungen sei in diesem Zusammenhang unverantwortlich.

Weiterhin sprach sich Robbe für einen "engen Schulterschluss aller aufrechten Demokraten in Deutschland" aus. Man sei es den Opfern der Nazi-Bande schuldig, einen breit angelegten Diskurs in der bundesdeutschen Gesellschaft zu organisieren. Robbe nannte Norwegen als Vorbild für den Umgang mit der rechten Gewalt. Hierbei könnten die Kirchen, der Zentralrat der Juden sowie zahlreiche Organisationen, wie die DIG, eine wichtige Rolle spielen.

Robbe: „UNESCO-Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht“ 2

eingestellt am: 02.10.2011                      05.Cheschwan. 5772

DIG-Pressemitteilung:

Robbe: "UNESCO-Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht"

DIG-Präsident dankt Bundesregierung für klare Haltung gegenüber UN- Organisation.

Ausdrücklich bedankt hat sich der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, bei der deutschen Bundesregierung für deren eindeutige Ablehnung der Aufnahme der Palästinensischen Autonomiegebiete in die UN-Bildungs- und Kulturorgani- sation UNESCO.

Wie der DIG-Präsident heute in Berlin erklärte, sei der gestrige Mehrheitsbeschluss der UNESCO-Generalkonferenz ein "Schlag ins Gesicht" für alle Staaten, die sich den Grund- sätzen der UNESCO verpflichtet fühlten. Wenn jetzt die Palästinensischen Autonomiegebiete als Vollmitglied der UNESCO angehörten, dann widerspreche dies in jeder Hinsicht den Grundsätzen der UNESCO-Verfassung. Dort sei von der Bedeutung der Menschenrechte, von geistiger und moralischer Solidarität und von der Notwendigkeit die Rede, den Frieden im Geist der Menschen zu verankern. Alle diese Grundsätze könnte die palästinensische Terrororganisation Hamas nicht für sich in Anspruch nehmen. Die Autonomiegebiete seien kein zusammenhängender Staat und erst recht nicht demokratisch und rechtstaatlich. Das Gegenteil sei vielmehr der Fall, so DIG-Präsident Robbe. Von diesen Tatsachen hätten sich viele EU-Staaten, insbesondere Frankreich, bedauerlicherweise wenig beeindrucken lassen.

Neben den USA und den Niederlanden zähle Deutschland ganz offensichtlich zu den wenigen Staaten auf der internationalen Bühne, die nicht einknicken würden vor der starken Lobby der islamisch ausgerichteten Mitgliedsländer in der UNESCO. Zu der klaren Ablehnung der Aufnahme gebe es keine verantwortbare Alternative. Deshalb, so Robbe weiter, sei der Bundesregierung mit Kanzlerin Dr. Angela Merkel und Außenminister Dr. Guido Westerwelle an der Spitze ganz ausdrücklich Dank zu sagen. Denn mit ihrer Ablehnung werde es die Bundesregierung künftig nicht leicht haben gegen die Übermacht der Palästinenser-Freunde. Trotzdem sei die Ablehnung nicht nur sachlich geboten, sondern auch absolut notwendig. Denn diese "vollkommen unnötige und unbegründete Aufwertung der Autonomiegebiete" schade in Wirklichkeit dem Friedensprozess im Nahen Osten. Die Palästinensischen Autonomiegebiete seien in der jetzigen Konstellation in gar keiner Weise lebensfähig und würden vor allem nicht den Mindestanforderungen für Menschenrechte und Demokratie gerecht. Und der Mehrheitsbeschluss der UNESCO werde voraussichtlich dazu führen, dass die USA ihre Zahlungen einstelle, was immerhin ein Viertel des Haushalts der UN-Organisation ausmache. Robbe: "Dieser Aufnahmebeschluss wird der UNESCO deshalb sehr schnell auf die Füße fallen; sie steht im Grunde schwächer da als jemals zuvor in ihrer Geschichte!"

Berlin, den 1. November 2011

Pressemitteiling vom 24.10.2011

eingestellt am 27.10.2011                      29.Tischrei. 5772

Pressemitteilung vom 24.10.2011

Glückwünsche an die Bundeskanzlerin:

Berlin, den 24. Oktober 2011 

Sehr verehrte Bundeskanzlerin, 

der Direktor des Jüdischen Museums zu Berlin, Professor W. Michael Blumenthal, zeichnete Sie gestern mit dem Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums aus. 

Dazu darf ich Ihnen im Namen der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, aber auch ganz persönlich die herzlichsten Glückwünsche übermitteln! 

Verbinden darf ich unsere guten Wünsche mit dem Dank für Ihr klares und immerwährendes Eintreten für die Versöhnung mit den Juden in unserem Land, in Israel und in der Welt. Ebenso ist Ihnen zu danken für Ihre klaren Bekenntnisse zum Staat Israel und zur Notwendigkeit eines dauerhaften und belastbaren Friedens im Nahen Osten! Für Sie sind die besonderen bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel Auftrag und Verpflichtung zugleich. Das danken Ihnen nicht nur die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern alle aufrechten Demokraten! 

Die Auszeichnung des Jüdischen Museums reiht sich ein in viele andere Ehrungen dieser Art, die eine verdiente Würdigung Ihrer Verdienste bedeuten. 

Ihnen wünsche ich alles erdenklich Gute und grüße Sie ganz herzlich! 

Ihr 

Reinhold Robbe

„Die freie Welt freut sich über Schalits Freilassung“

eingestellt am:  19.10.2011                      21.Tischrei. 5772                       Hoschanah Rabbah

Pressemitteilung vom 18.10.2011:

„Die freie Welt freut sich über Schalits Freilassung“

DIG-Präsident Robbe gratuliert Schalits Eltern und dankt Bundeskanzlerin

Mit den Eltern und allen Menschen in Israel freue sich die freie Welt über die heutige Freilassung des vor mehr als fünf Jahren von der terroristischen Hamas entführten Wehrpflichtigen Gilad Schalit. Dies erklärte der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Reinhold Robbe, unmittelbar nach der Freilassung des Soldaten.

An diesem Tag sei man zunächst einmal in Gedanken bei den Eltern von Gilad Schalit, die heute nach mehr als fünf Jahren ihren lange Zeit tot geglaubten Sohn endlich wieder in die Arme schließen können. Der DIG-Präsident gratulierte Schalits Eltern zu dieser beispiellosen Freilassung, die in die Geschichte eingehen werde. Das stehe an diesem Tag absolut im Mittelpunkt, betonte Robbe, der die Eltern vor wenigen Monaten in Jerusalem zu einem Gespräch getroffen hatte.

Robbe dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel für die deutsche Unterstützung bei dem Gefangenenaustausch. Es sei bekannt, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) ganz wesentlichen Anteil an der Freilassung habe. Die deutsche Bundesregierung habe damit ihre Verantwortung gegenüber Israel bewiesen. Aber besonderen Dank, so DIG-Präsident Robbe weiter, verdiene auch Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu für dessen Entscheidung, trotz Widerstands in der eigenen Regierung mehr als tausend, zum Teil wegen schwerster Verbrechen verurteilter Palästinenser freizulassen, um Gilad Schalit endlich zu seinen Eltern zu bringen. So etwas habe es noch nicht gegeben und dokumentiere den Stellenwert der Menschenwürde in der israelischen Gesellschaft.

Es grenze an ein Wunder, dass gerade jetzt der Gefangenenaustausch möglich war, betonte Robbe. Vor dem Hintergrund der schwierigen Situation zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten und den festgefahrenen Bemühungen im Friedensprozess hätte kaum jemand mit der Freilassung Schalits gerechnet.

Der Gefangenenaustausch dokumentiere nicht nur die tiefe Verankerung von Humanität und Menschenrechten in Israel, sondern unterstreiche auch den Willen der Regierung, einen ersten Schritt zu tun auf dem ebenso notwenigen wie mühsamen Weg der Friedensverhandlungen im Nahen Osten.

Für Europa sollte dies als Aufforderung begriffen werden, sich endlich auf eine einheitliche Position zu verständigen, um gemeinsam mit den USA und Russland bei einer Friedenslösung zwischen Israel und seinen Nachbarn zu helfen. Robbe wörtlich: „Die Freilassung Gilad Schalits könnte nach vielen Jahren der Sprachlosigkeit jetzt das Symbol für einen Neuanfang im Friedensprozess werden.“ Auch hierbei wünscht sich Robbe eine starke Rolle der deutschen Diplomatie.

Berlin, den 18.10.2011

Pressemitteilung vom 02.09.2011

eingestellt am:  03.09.2011                      04.Elul, 5771                      Shoftim

Pressemitteilung vom 02.09.2011

DIG-Präsident Reinhold Robbe fordert von Bundesregierung Konferenz-Absage.

 

Berlin. Nachdem bereits die Regierungen der USA sowie von Kanada, Australien, die Niederlande, Italien, Tschechien sowie Israel und jetzt offensichtlich auch von Österreich ankündigten, der Durban-III-Konferenz der Vereinten Nationen in New York fernzubleiben, richtet der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Reinhold Robbe, an die Bundesregeierung den dringenden Appell, ebenfalls nicht an dieser Konferenz teilzunehmen.

Wie Robbe erklärte, würden die eindeutigen besorgniserregenden Erkenntnisse über die bisherigen Konferenzen des Durban-Prozesses ausreichen, um der Konferenz fernzubleiben. Das einzige Ergebnis der beiden stattgefundenen Konferenzen sei eine nicht tolerierbare Hetze gegen Israel. Es sei in keiner Weise akzeptabel, wenn Israel als "Apartheidsregime" verurteilt werde, so wie dies auf den ersten beiden Konferenzen in Durban und Genf stattgefunden habe, betonte Robbe. Der DIG-Präsident: "Eine Teilnahme Deutschlands würde mit Sicherheit für erhebliche Irritationen in Israel, bei vielen Verbündeten und erst recht bei den jüdischen deutschen Mitbürgern sorgen; diesem Risiko darf sich die deutsche Bundesregierung nicht aussetzen!" Wegen der besonderen Beziehungen mit Israel stehe Deutschland in besonderer Weise im Fokus der Weltöffentlichkeit. Gerade deshalb sei es dringend geboten, dem Beispiel etlicher Regierung endlich zu folgen….

Pressemitteilung vom 07.07.2011

eingestellt am: 08.07.2011                      06.Tammus, 5771

Pressemitteilung des Präsidenten der DIG:

„Überflüssige und unsinnige Provokation“

DIG-Präsident Reinhold Robbe kritisiert geplante Masseneinreise von „Palästina-Aktivisten“ nach Israel.

Berlin, den 07.Juli 2011.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Reinhold Robbe, verurteilt die geplante Masseneinreise von „Palästina-Aktivisten“ nach Israel.

Nach Angaben von verschiedenen Organisationen planen rund 500 selbsternannte Aktivisten, darunter auch über 20 Deutsche, über den Ben-Gurion Flughafen nach Israel einzureisen, um von dort in die palästinensischen Gebiete zu fahren. Die Aktion findet im Rahmen der Initiative »Willkommen in Palästina« auf Einladung von etwa 40 zivilgesellschaftlichen palästinensischen Organisationen statt.

„Jeder weiß, dass Israel alle Touristen willkommen heißt – wie die Millionen Besucher jedes Jahr deutlich machen. Die Einreise von organisierten Gruppen mit dem erklärten Ziel, die öffentliche Ordnung zu stören, hat damit allerdings nichts zu tun. Die geplante Aktion ‚Willkommen in Palästina’ ist eine ebenso unsinnige wie vollkommen überflüssige Provokation. Leider bekommt man den Eindruck, dass es diesen Aktivisten nicht darum geht, anderen Menschen zu helfen, sondern in erster Linie darum, das Ansehen Israels mit allen Mitteln zu beschädigen. Diese Aktion ist ebenso zu verurteilen wie die geplante „Gaza-Flottille“, betonte der DIG-Präsident.

Offener Brief vom 0107-2011

eingestellt am:  03.07.2011                      01.Tammus, 5771

Offener Brief

Auch die 2. „Gaza Flottille“ ist eine vorsätzliche Provokation Israels

„Die Deutsche Initiative zum Bruch der Gazablockade unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Udo Steinbach, gibt hiermit in Zusammenarbeit mit allen Multiplikatoren der Freedom Flottille II bekannt, dass der Zeitraum für den Start der Freedom Flottille II beschlossen wurde. Diese wird somit aller Voraussicht nach in der dritten Juniwoche 2011 in See stechen, um die Blockade des Gazastreifens zu brechen.”

http://germany-gaza.de/?page_id=2

So heißt es in einer Pressemitteilung der deutschen „Friedensaktivisten“ vom 30.5.2011. Sie ist erstaunlich ehrlich:

Es ist nicht von einer „Hilfsflottille“ die Rede, sondern von einer„Initiative zum Bruch der Gazablockade. Schirmherr der „Deutschen Initiative“ ist Prof. Udo Steinbach, der ungeachtet der neun getöteten Aktivisten bei der ersten „Gaza Flottille“ zu strafbaren Handlungen aufruft. Die Gefahr von Toten und Schwerverletzten nimmt dieser Schirmherr offensichtlich billigend in Kauf.

Wir, die Unterzeichner dieser Erklärung stellen fest:

1. Wer für Menschenrechte eintritt, fordert die unverzügliche Freilassung von Gilad Shalit.

2. Israel hat das „Recht zur Selbstverteidigung“. Die Blockade ist erforderlich, um Waffentransporte vom Meer aus an Terroristen zu unterbinden. Es ist unwahr, dass die Blockade negativen Einfluss auf die Wirtschaft Gazas hat. Es gelangen täglich die lebensnotwendigen Waren auf dem Landweg über Israel oder Ägypten nach Gaza. Die Blockade ist nach internationalem Recht legitim und Israel hat sogar die Pflicht, Blockadebrecher zu stoppen, sonst wird die Blockade unwirksam.

3. Schon die Gaza Flottille 2010 war kein Versuch, humanitär zu helfen, sondern eine bewusst inszenierte Provokation israelfeindlicher Extremisten. Selbst die Mitinitiatorin Frau Arraf widerlegt bewusst oder unbewusst die Rhetorik der Macher. Dass Israel inzwischen weit mehr Lieferungen nach Gaza zulasse als damals (2010), sei gleichgültig, sagt sie – denn: „Unsere Mission ist nicht humanitär. Die Palästinenser wollen keine humanitäre Hilfe. Sie wollen die komplette Befreiung.“

4. Die deutsche Politik und die deutsche Gesellschaft müssen jetzt entschieden und geschlossen an der Seite Israels stehen. Der britische Minister für den Nahen Osten, Alistair Burt, bezeichnete die Gaza-Flottille als „Provokation Israels“ und „unklug“. Das US-Außenministerium verurteilte die Aktion als „unverantwortlich und provokativ”. Die Einzigartigkeit der deutsch-israelischen Beziehungen verlangt, daß sich die Bundesregierung mindesten ebenso eindeutig an die Seite Israels stellt. Es reicht nicht aus, „nachdrücklich“ zu empfehlen, sich nicht an der Gaza-Flottille zu beteiligen.

Erstunterzeichner:

– Jochen Feilcke, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam

– Michael Joachim, Vorsitzender der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

– Reinhold Robbe, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft

– Lea Rosh, Vorsitzende des „Förderkreises zur Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas“

– Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

 

Brief an die Bundeskanzlerin

eingestellt am: 15.06.2011                      13.Siwan, 5771 

Brief des Präsidenten der DIG an die Bundeskanzlerin:

Reinhold Robbe,

Präsident der Deutsch-Israelichen Gesellschaft

                                                                                  Berlin,den 8. Juni 2011

Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Frau Dr. Merkel,

vorweg gratuliere ich Ihnen im Namen der Deutsch-Israelischen Gesellschaft sehr  herzlich zur gestrigen Verleihung der Freiheitsmedaille durch den amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Mit dieser hohen Auszeichnung wird Ihr persönliches Eintreten für die demokratischen Grundwerte und Menschenrechte auf nationaler und internationaler Ebene in angemessener Weise gewürdigt.

Das Präsidium der Deutsch-Israelischen Gesellschaft hat sich auf seiner jüngsten Sitzung sehr ausführlich mit der aktuellen Umbruchsituation im Nahen Osten und im nördlichen Afrika befasst. Das Ergebnis unserer Beratungen darf ich Ihnen in diesem offenen Brief zusammenfassend darstellen.

Nicht ohne Sorge betrachten wir die jüngste Entwicklung in der Nahost-Region, insbesondere im Grenzbereich zwischen Israel und seinen Nachbarländern. Aber auch die Situation in den palästinensischen Autonomiegebieten Westbank und Gaza ist aus unserer Sicht nicht nur mit Hoffnungen auf einen möglichen neuen Ansatz für konkrete Friedenskonsultationen, sondern auch mit erheblichen Risiken für alle beteiligten Staaten verbunden.

Im Fokus der weiteren Entwicklung steht bekanntlich der Versuch der palästinensischen Autonomieregierung, im Rahmen der Vollversammlung der Vereinten Nationen im September die Anerkennung eines Palästinenserstaates zu erreichen. Äußerungen des französischen Staatspräsidenten und der Regierungsvertreter anderer Staaten lassen eine Unterstützung der Forderungen von Fatah und Hamas durchaus für möglich erscheinen. Dass diese in Aussicht gestellte Unterstützung nicht ausdrücklich mit der eindeutigen und unmissverständlichen Forderung auf Anerkennung des Existenzrechtes Israels und des Gewaltverzichts verbunden wurde, widerspricht aus unserer Sicht den Grundregeln des Völkerrechts, den Beschlüssen der Vereinten Nationen, den Verträgen von Oslo und konterkariert darüber hinaus eine gemeinsame europäische  Friedens- und Sicherheitspolitik.

Vor diesem Hintergrund danken wir Ihnen, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, ausdrücklich für Ihre klaren Worte, die Sie gegenüber dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas anlässlich seines Besuches vor einigen Wochen zum Ausdruck brachten.

Im Bewusstsein der besonderen historischen Verantwortung unseres Landes gegenüber den Menschen in Israel und in der konsequenten Fortsetzung der seit Jahrzehnten betriebenen Pflege der besonderen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland, haben Sie die Mindestvoraussetzungen für die Anerkennung eines Palästinenserstaates unmissverständlich zum Ausdruck gebracht.

Mit Enttäuschung und mit Sorge müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass es bisher offensichtlich nicht möglich ist, eine gemeinsame, eindeutige und verantwortbare Haltung der Europäischen Union in diesen Fragen zu formulieren. Weder die Staats- und Regierungschefs noch die Europäische Kommission waren bisher in der Lage, gegebenenfalls in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten von Amerika, auf die jüngste Entwicklung im Nahen Osten angemessen zu reagieren. Die Gefahr eines weiteren Verlustes von Ansehen und Reputation der Europäischen Union in Israel und etlichen Staaten im Nahen Osten ist nicht von der Hand zu weisen.

Deshalb bitten wir Sie, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, alles in Ihrer Kraft stehende zu tun, um in dieser sensiblen politischen Phase, bestehende Chancen für eine Wiederbelebung des Friedensprozesses zu nutzen und gleichzeitig für eine einheitliche und abgestimmte Nahost-Politik der Europäischen Union aktiv und mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einzutreten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für die Lösung der anstehenden Probleme eine glückliche Hand und

Grüße Sie ganz herzlich!

Unterschrift:

Ihr Reinhold Robbe

Pressemitteilung vom 14-04-2011

eingestellt am: 14.04.2011                      10.Nisan, 5771

Pressemitteilung: Gaza-Flottille II

„Steinbach soll sich von „Gaza-Flottille“ distanzieren“

DIG-Präsident Robbe kritisiert Orient-Wissenschaftler

Berlin:Der frühere Leiter des renommierten Orient-Instituts, Professor Udo Steinbach, bezieht als Schirmherr einer deutschen Initiative zum Bruch der Gazablockade Stellung gegen Israel. Wie das Nachrichtenmagazin meldet, will sie im Mai als Teil eines europaweiten Bündnisses mit mehreren Schiffen, der sogenannten „Freedom Flottille II“, den von Israel und Ägypten blockierten Gazastreifen anlaufen. Im Frühjahr 2010 waren neun Menschen gestorben, als ein Schiff des Vorläufers Free Gaza Flottille erstürmt wurde. Steinbach hatte gegenüber Medien sich selber als „so eine Art Galionsfigur“ für die Aktivisten der „Freedom-Flottille“ bezeichnet.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, kritisierte das Verhalten Professor Steinbachs in dieser Frage als „leichtsinnig und verantwortungslos“. Gerade vor dem Hintergrund der sogenannten ersten Flottille, bei dem etliche Menschen ihr Leben verloren und andere verletzt wurden, müsse alles unternommen werden, um dieses Unternehmen mit allen rechtstaatlichen Mitteln von vornherein zu verhindern. Wer, wie Steinbach, stattdessen seinen Namen und damit seine wissenschaftliche Reputation für eine derartige Aktion von Extremisten unterschiedlichster Couleur hergebe, trage auch das volle Risiko der möglichen schlimmen Folgen. Aus diesem Grund forderte der DIG-Präsident Robbe Professor Steinbach auf, seine Schirmherrschaft unverzüglich zurückzuziehen und sich eindeutig von den Aktivisten der „Freedom Flottille II“ zu distanzieren. Alles andere sei vollkommen inakzeptabel.

Pressemitteilung vom 14-04-2011

eingestellt am: 14.04.2011                      10.Nisan, 5771

Pressemitteilung: Gaza-Flottille II

„Steinbach soll sich von „Gaza-Flottille“ distanzieren“

DIG-Präsident Robbe kritisiert Orient-Wissenschaftler

Berlin:Der frühere Leiter des renommierten Orient-Instituts, Professor Udo Steinbach, bezieht als Schirmherr einer deutschen Initiative zum Bruch der Gazablockade Stellung gegen Israel. Wie das Nachrichtenmagazin meldet, will sie im Mai als Teil eines europaweiten Bündnisses mit mehreren Schiffen, der sogenannten „Freedom Flottille II“, den von Israel und Ägypten blockierten Gazastreifen anlaufen. Im Frühjahr 2010 waren neun Menschen gestorben, als ein Schiff des Vorläufers Free Gaza Flottille erstürmt wurde. Steinbach hatte gegenüber Medien sich selber als „so eine Art Galionsfigur“ für die Aktivisten der „Freedom-Flottille“ bezeichnet.

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, kritisierte das Verhalten Professor Steinbachs in dieser Frage als „leichtsinnig und verantwortungslos“. Gerade vor dem Hintergrund der sogenannten ersten Flottille, bei dem etliche Menschen ihr Leben verloren und andere verletzt wurden, müsse alles unternommen werden, um dieses Unternehmen mit allen rechtstaatlichen Mitteln von vornherein zu verhindern. Wer, wie Steinbach, stattdessen seinen Namen und damit seine wissenschaftliche Reputation für eine derartige Aktion von Extremisten unterschiedlichster Couleur hergebe, trage auch das volle Risiko der möglichen schlimmen Folgen. Aus diesem Grund forderte der DIG-Präsident Robbe Professor Steinbach auf, seine Schirmherrschaft unverzüglich zurückzuziehen und sich eindeutig von den Aktivisten der „Freedom Flottille II“ zu distanzieren. Alles andere sei vollkommen inakzeptabel.