Israel muss seine Grenzen schützen

22.08.2011                      22.Aw-Elul, 5771

Sicherheit:

Israel muss seine Grenzen schützen

Die blutige Anschlagsserie vom Donnerstag im Süden Israels ist das zweite Ereignis innerhalb weniger Monate, bei dem Israels Grenzen ohne große Probleme durchbrochen wurden. Beim ersten Mal hatten Menschenmassen die syrisch-israelische Grenze überquert und konnten stundenlang auf israelischem Territorium herumwandern. Dieses Mal sind die Konsequenzen weitaus schwerwiegender.

Die Durchlässigkeit der Grenzen hat strategisch betrachtet verheerende Folgen. Im Süden wurde die ungeschützte Grenze für Menschenschmuggel, Drogenhandel, illegale Einwanderung und terroristische Unterwanderung genutzt. Das Grenzproblem könnte bald noch weitere Probleme aufwerfen, denkt man etwa an potentielle Massenmärsche der Palästinenser auf Israel im Rahmen des Antrags der Palästinensischen Autonomiebehörde bei den UN im September.
Wie Ehud Barak in der Vergangenheit oft medienwirksam erklärt hat, ähnelt Israel einer „Villa im Dschungel“, die in einem Meer von Brutalität und Feindseligkeit um ihr Überleben kämpft. Diese Beobachtung scheint derzeit, da der Nahe Osten in einem unberechenbaren Chaos versinkt, wichtiger denn je. Aus den jüngsten Geschehnissen haben wir außerdem gelernt, dass auch regionale Entwicklungen, die nichts mit Israel zu tun haben, trotzdem zu Aggressionen an den Grenzen zu Israel führen können….