Regensburger Gedenkpolitik

28.02.2012                      05.Adar. 5772

Leere Floskel?:

Regensburger Gedenkpolitik

Die von der Wehrmacht verantwortete Ermordung von 33.000 Juden in der Schlucht von Babi Jar zählt zu den größten Massakern des Zweiten Weltkriegs. Dass Oberbürgermeister Hans Schaidinger bei mehreren Gedenkreden angesprochen hat, dass ein Regensburger daran maßgeblich beteiligt war und deshalb 1971 ein „Juden-Mordprozeß“ am hiesigen Landgericht stattfand, erscheint verdienstvoll. Ist es das wirklich?

Oberbürgermeister Hans Schaidinger hatte sich zum diesjährigen Holocaust-Gedenktag viel vorgenommen: Die Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungswahns gebe diesen „ihre Ehre, ihre Würde als Mitmenschen“ zurück. Es dürfe nie mehr zu einem Holocaust kommen. Dieses Bekenntnis dürfe jedoch nicht bei hehren, „aber letztendlich tatenlosen und damit leeren Worten“ stehen bleiben. Den Anfängen sei zu wehren. Denn ein Erinnern sei Voraussetzung bzw. Grundlage des „Friedens in unserer Stadt, in unserem Land und weltweit“. So Hans Schaidinger am 29. Januar vor dem Gedenkstein zum KZ-Außenlager Colosseum. Hat er sich dabei nicht etwas übernommen?….