Repräsentant des christlichen Antijudaismus

13.11.2011                      16.Cheschwan. 5772

Johannes Eck:

Repräsentant des christlichen Antijudaismus

Vor 525 Jahren wurde Luthers Gegenspieler Johannes Eck geboren.

Er war Gegenspieler Martin Luthers und erwirkte gar eine päpstliche Bulle, um den Kirchenkritiker zum Schweigen zu bringen. Historisch wichtiger ist Johannes Ecks offener Antisemitismus, der, ganz christlich begründet, auch zum Wegbereiter des Holocaust wurde.

" [Ecks] Gestalt ist langgestreckt, sein Körper ist stark und vierschrötig. [ … ] Sein Mund, seine Ohren, überhaupt sein ganzes Gesicht sind derartig, dass man ihn gewiss eher für irgendeinen Fleischer oder karischen Soldaten als einen Theologen halten möchte."
So erschien Johannes Eck, der Hauptgegner des Reformators Martin Luther, dem Humanisten Petrus Mosellanus. Manche Zeitgenossen stellten Eck als schneidigen Redner mit Hang zur Eitelkeit dar, der sein Gegenüber mit Schärfe, mitunter gar einer gewissen Brutalität, in die Enge zu treiben wusste. Mosellanus schrieb als Beobachter der berühmten "Leipziger Disputation" im Jahre 1519, bei der Luther und Eck aufeinandertrafen. In seinem Bericht fuhr er fort:…