Türkei fürchtet die Gefahr aus Nahost

01.12.2011                      05.Kislev. 5772

Anschlag in Istanbul:

Türkei fürchtet die Gefahr aus Nahost

Istanbul rätselt über das Attentat vom Topkapi-Palast: Der Schütze fuhr ein syrisches Auto, soll aber aus Libyen stammen. Handelte er aus persönlichen Motiven, oder hatte er ein politisches Motiv? Der Großmacht Türkei könnte eine ganz neue Dimension des Terrors drohen.

Die PKK steckt nicht hinter dem Angriff im Topkapi-Palast von Istanbul – das hatte der Istanbuler Gouverneur Hüseyin Avni Mutlu in einer ersten Stellungnahme bereits überraschend deutlich ausgeschlossen. Es habe sich um einen "ausländischen" Attentäter gehandelt, erklärte er stattdessen. Laut Augenzeugen hatte der Mann zu Beginn der Schießerei gerufen: "Ich bin Syrer." Nun wird befürchtet, dass die Türkei zum ersten Mal einen Anschlag erlebt hat, der weder auf den Konflikt mit der kurdischen PKK zurückgeht, noch von Qaida-Anhängern verübt wurde. Stattdessen soll er das neue Engagement der Türkei im Nahen Osten zum Hintergrund haben….