„Vor dem Fernseher kriege ich Angst“

27.02.2012                      04.Adar. 5772

Israels Alltag:

„Vor dem Fernseher kriege ich Angst“

Die Debatte um einen Schlag gegen Iran beunruhigt auch die Israelis. Wenn sie die Nachrichten sehen, dann überkommt sie ein mulmiges Gefühl. Trotzdem leben die Menschen in Tel Aviv im Hier und Jetzt.

Über den Ben-Gurion-Boulevard in Tel Aviv weht ein laues Vorfrühlingslüftchen. Mütter sitzen mit ihren Babys in der Sonne. Der Kiosk ist umzingelt von Leuten, die einen Kaffee im Freien genießen. Sie sind guter Dinge. Die Stimmung ist entspannt. An eine Bedrohung aus Iran denkt keiner. Und wer eigens herkommt, um danach zu fragen, wird angeguckt wie einer, der nichts Besseres zu tun hat, als negative Gedanken zu verbreiten. „Wenn wir jeden Tag daran denken würden, was in Israel alles passieren kann“, meint ein Pärchen lachend, „könnten wir gleich in den Schutzraum ziehen.“ Schon wenden sich die Beiden wieder einander zu….