22.12.2015                       10. Tewet  5776                      Fasttag im Tewet

Neue Nachrichten:

In eigener Sache:

Leider ist am 10. Dezember ein Update des Programms WordPress schief gegangen. Deshalb konnten keine neuen Beiträge geschrieben werden. Sorry!  WD


Kunstmuseum in Jerusalem:

Fassade mit Einschusslöchern

Autos und Straßenbahnen brausen vorbei. Wie ein verwitterter Fels in der Brandung erhebt sich die Villa neben der vierspurigen Straße im Zentrum von Jerusalem. Der rötliche Stein der Fassade ist von Einschusslöchern übersät. Die Fenster unter den hohen Bögen sind zugemauert. Nur für schmale Schießscharten wurde Platz gelassen: Bis 1967 hatten sich israelische Soldaten in dem herrschaftlichen Haus der Familie des arabischen Architekten Anton Baramki verschanzt. Zwei Kriege hat das Gebäude überlebt, das heute das „Museum on the Seam“ beherbergt. Doch nun ist der kulturelle Vorposten unmittelbar an der Grenze zwischen dem jüdischen Westen und dem arabischen Osten der Stadt akut gefährdet. Die deutsche Verlegerfamilie von Holtzbrinck, die das Museum und seine Vorläufer jahrzehntelang großzügig unterstützte, zieht sich als Mäzen zurück….


Israelischer Luftangriff:

Hizbullah-Terrorist in Syrien getötet

Der libanesische Extremist Samir Kuntar ist nach Angaben der Hizbullah-Miliz bei einem israelischen Luftangriff in Syrien getötet worden. Israelische Kampfflugzeuge hätten ein Wohngebäude in Dscharamana, einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus, mit Raketen angegriffen, berichtete der Hizbullah-Fernsehsender Al-Manar am Sonntag weiter….


Terrorismus und Drogen:

Offene Hand und geballte Faust

Seit fünfzehn Jahren schreibe ich sowohl über Drogenhandel als auch über Terrorismus. In dieser Zeit habe ich eine beunruhigende Entwicklung festgestellt: Ihre Welten wachsen zusammen. Es gab immer eine Verbindung zwischen Terrorismus und Drogen. Schon das Wort „Assassine“ stammt von den ersten Terrorgruppen, deren Mörder unter dem Einfluss von Haschisch handelten. Vom Boxeraufstand in China bis zu den algerischen Nationalisten kämpften antikoloniale Rebellen unter dem Einfluss von Drogen. Heute gibt man Selbstmordattentätern Drogen, um sie zu beruhigen, damit sie keine Rückzieher machen, wenn sie ihr eigenes Leben und das von anderen zerstören….


Israel:

Netanjahus Vize tritt wegen Belästigungsvorwürfen zurück

Der israelische Vize-Ministerpräsident und Innenminister Silvan Schalom hat wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung seinen Rücktritt verkündet. Er habe entschieden, von seinem Posten als Minister und Parlamentsabgeordneter zurückzutreten, hieß es in einer veröffentlichten Erklärung Schaloms. Der Politiker der Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die gegen ihn gerichteten Anschuldigungen zurück….


Flüchtlingskrise:

Verantwortung aus christlicher Gesinnung

Ein Spiel ohne Grenzen im Zeichen entfesselter Gesinnungsethik: Das ist für manche die aktuelle Flüchtlingskrise. Gutmenschen von Kirchen, Diakonie, Caritas und Co. feiern Bundeskanzlerin Angela Merkel und singen lauthals „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“. Kommt alle her nach Deutschland, die ihr mühselig und beladen seid. Diesem Gutmenschentum – so sagen einige – müssten sich jetzt Verantwortungsethiker entschlossen entgegenstellen. Realität und Rechtsverordnung seien wichtiger als fromme Wünsche. Mit der Bibel könne man keine Politik machen. Schon Martin Luther habe das doch in seiner Lehre von den zwei Reichen anschaulich gezeigt, so die verantwortungsethischen Mahner….


Syrien und Irak:

Islamischer Staat verliert 14 Prozent an Territorium

Die Dschihadistenmiliz Daesh(i) hat im zu Ende gehenden Jahr einer Untersuchung zufolge etwa 14 Prozent des zuvor von ihm besetzten Territoriums in Syrien und im Irak verloren. Insgesamt seien die vom IS kontrollierten Gebiete bis Mitte Dezember um 12.800 auf 78.000 Quadratkilometer geschrumpft, teilte das in den USA ansässige Institut IHS Jane’s mit. Die Miliz habe insgesamt mehr Land eingebüßt als erobert. Zu den Verlusten zählten demnach die strategisch wichtige Stadt Tal Abjad an der syrisch-türkischen Grenze, die irakische Stadt Tikrit und die irakische Raffinerie von Baidschi….


Konferenz in Ramallah:

Wenn sich „Feingeister“ zum Hetzen gegen Israel treffen

Nachts im Hotel werden wir von Explosionen wach. Dumpf, leise, in immer gleichem Abstand. Hunde bellen in der Ferne. Meine Freundin und ich vollziehen die an unzähligen Filmen geschulte Choreografie des nächtlichen Kriegsausbruchs: ans Fenster, Licht aus, den Vorhang ängstlich ein kleines Stück beiseiteschieben. Wir sehen nichts. Am nächsten Morgen wachen wir auf und schämen uns. Es war sicher nur eine Hochzeit mit Feuerwerk, und überhaupt zwingt uns ja niemand, hier zu sein, im Westjordanland, jetzt, wo die Situation sich wieder verschärft. Wir sind zwei Deutsche in Ramallah, Gäste für einen Tag und eine Nacht, Unglückstouristinnen, Konfliktzonenzaungäste. Die deutsche Botschaft hat eine Notfallnummer….


Krisendiplomatie:

Das gefährliche Problem der deutschen Außenpolitik

Ein Carabinieri in schmucker Uniform grüßt freundlich und fragt, ob er kurz in die Umhängetasche sehen könne. Ein dezenter Blick – und der Gast darf passieren. Zehn Tage ist es her, dass der Terror in Paris die westliche Welt erschüttert hat. Doch in der italienischen Botschaft am Berliner Tiergarten, einem Prachtbau im Stile eines Renaissance-Palazzos, geht ästhetisch vollendete Zivilität unverändert vor erhöhten Sicherheitsanforderungen. Dabei haben sich hier an diesem Novembertag die Außenminister der Staaten des Westbalkans versammelt, um mit ihren deutschen und italienischen Kollegen über die Annäherung ihrer Länder an die EU zu beraten. Im Anschluss an die Beratungen eröffnet Frank-Walter Steinmeier (SPD) ein öffentliches Podiumsgespräch mit den Repräsentanten Albaniens, des Kosovo, Serbiens, Kroatiens, Mazedoniens, Montenegros und Bosnien-Herzegowinas und lobt die Reformschritte, die in Richtung Rechtsstaatlichkeit und wirtschaftliche Entwicklung gegangen worden seien….


Hisbollah-Drohung:

„Israel wird den Mord an Kuntar bereuen“

Tausende Anhänger der schiitischen Hisbollah-Miliz gaben Samir Kuntar am Montagnachmittag in Beirut das letzte Geleit. Der hochrangige Funktionär der Organisation war in der Nacht zum Sonntag in seiner Wohnung in einem Vorort von Damaskus durch mehrere Raketen getötet worden. Das live übertragene Begräbnis mutierte schnell zu einer organisierten Drohgebärde gegen Israel, das für den Tod Kuntars verantwortlich gemacht wird. Der „Außenminister“ der Hisbollah, Ammar Mussawi, gelobte Rache: „Der israelische Feind wird bereuen, Kuntar ermordet zu haben“, sagte er. Die Tageszeitung „A-Safir“ mutmaßte grimmig, Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah, werde einen „sehr hohen Preis“ für das Blut des Märtyrers fordern: „Er wird Israels Geheimdienste überraschen und da zuschlagen, wo sie es am wenigsten erwarten“, prophezeite sie. Nasrallah wollte noch am Montagabend eine Rede halten….


Flüchtlinge:

Von Israel lernen, wie man Einwanderer integriert

Kein Land auf der Erde hat so viele Flüchtlinge aufgenommen wie der jüdische Staat. Wer nach Israel einwandert, der muss zu allererst die Sprache lernen. Doch das ist längst noch nicht alles.Für die Deutschen ist es das Wort des Jahres: Flüchtling. Für den Staat Israel, mehr als für jedes andere Land der Welt, ist es die Existenz- und Überlebensbedingung seit der Staatsgründung im Jahr 1948. Damals gab es in den knappen Gebieten, welche die Vereinten Nationen dem neuen Staat aus dem Erbe des „British Mandate of Palestine“ zugeteilt hatten, etwa eine halbe Million Juden. Heute, sieben Jahrzehnte, drei große und viele kleine Kriege später, mehr als zehnmal so viel. Aus einem Gebet – „Nächstes Jahr in Jerusalem“ wurde ein Versprechen, dann eine Destination….


Diskriminierung:

Kuwaits Fluglinie will keine Israelis an Bord haben

Die Fluggesellschaft des Öl-Emirates will London und New York nicht mehr bedienen. Der Grund: Die USA wollen sie zwingen, israelische Fluggäste an Bord zu nehmen. Das lehnt die Airline ab. Eine Posse. Israel hat in seinem geografischen Umfeld keine Freunde, das ist hinreichend bekannt. Kriege wurden geführt, kalter Frieden geschlossen mit Jordanien und Ägypten. Seither gibt es keine kriegerischen Auseinandersetzungen mehr zwischen arabischen Staaten und Israel, von den Gaza-Auseinandersetzungen einmal abgesehen. Aber alle arabischen Nationen lassen den jüdischen Staat mehr oder weniger deutlich spüren, dass sie ihn als Fremdkörper in „arabischem Kernland“ begreifen. Doch keiner ging in der Bekundung seiner Abneigung bisher so weit wie das kleine Kuwait….


Israel-Video:

Glutenfreies Bier aus Kichererbsen

In Galiläa im Norden Israels entsteht ein besonderes Gebräu: Ein Brauer mit Gluten-Unverträglichkeit braut dort Bier aus Kichererbsen und Datteln….


Bethlehem:

Viel Platz in den Herbergen

Bethlehem, alle Jahre wieder. Die Stimmung am realen Handlungsort der Weihnachtsgeschichte schwankt zwischen Hoffen und Bangen. Der zehn Meter hohe Christbaum vor der Geburtskirche ist prachtvoll herausgeputzt mit leuchtend roten, grünen, weißen und schwarzen Kugeln – den palästinensischen Nationalfarben. Eine Attraktion auch für Moslems, die vor Jesus-Krippe und Baum für ein Selfie posieren. Aber für den Geschmack der Souvenirhändler rund um den Platz ist viel zu wenig los. Nabil Giacaman vom „Christmas House“ gibt den Fernsehbildern die Schuld, die das vorweihnachtliche Geschäft ruinierten. Wer die Nachrichten verfolge, habe ja den Eindruck, ganz Bethlehem stehe im Zeichen von Intifada und Straßenschlachten. „Selbst ich kriege da Angst.“ Dabei sei die Lage hier im Zentrum der Stadt doch ganz unbedenklich….


Staatliche Anerkennung:

Athen umwirbt „Palästina“

Einen diplomatischen Erfolg wenigstens, der ihrem Programm entspricht, kann sich Griechenlands regierende Linkspartei Syriza auf die Fahnen schreiben. Läuft alles nach Plan, wird das Parlament heute, Dienstag, in einer Abstimmung die Palästinensergebiete als Staat anerkennen. Den Präsidenten der Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, hat Griechenlands Premier Alexis Tsipras dazu eingeladen. Der außenpolitische Ausschuss des Parlaments nahm vergangene Woche die entsprechende Entschließung an – und zwar einstimmig….


Abwehrsystem gegen Raketen:

USA und Israel testen „David’s Sling“

Die USA und Israel haben ein gemeinsam entwickeltes Raketenabwehrsystem kurz vor der geplanten Stationierung erfolgreich getestet. Das System „David’s Sling“ (Schleuder Davids) habe eine abschließende Testserie fehlerfrei durchlaufen, sagte Jair Ramati, Leiter der Israelischen Raketenabwehr-Organisation (IMDO), am Sonntag….


Israel:

600 Bethlehem-Visa für Christen aus Gaza

Die israelische Behörden haben zu Weihnachten 600 Reisegenehmigungen für Christen aus dem Gazastreifen zum Besuch der Heiligen Stätten vor allem in Bethlehem bewilligt. Wie die vatikanische Presseagentur „Fides“ am Montag aus Anlass des Patriarchenbesuchs in der von der Hamas regierten Zone berichtete, hätten die Visa eine Gültigkeit von einem Monat. Jedoch seien Personen im Alter von 12 bis 30 Jahren von der Besuchsmöglichkeit ausgeschlossen. Damit würden Genehmigungen für Kinder junger Eltern unmöglich, da sie nicht gemeinsam reisen könnten. Die Mehrheit der Christen in Gaza sind orthodox; die Katholiken machen etwa 15 Prozent aus….


Warschau:

Abgeordneter: «Jüdischer Bankier» finanziert Protestmärsche

Kürzlich von der polnischen Opposition durchgeführte Protestmärsche sollen von einem «jüdischen Bankier» finanziert worden sein. Das zumindest behauptete in einem Radiointerview der Abgeordnete Pawel Kukiz. «Offensichtlich ist der Marsch irgendwie von aussen her finanziert worden», meinte Kukiz gegenüber Radio Zet. «Umgerechnet 38 Millionen Dollar sollten von den Juden und dem jüdischen Bankier für die Organisation des Marsches gespendet worden sein.» Laut der Radiostation hat Kukiz auf den amerikanischen Financier George Soros angespielt….


Aussenpolitik:

Israel und Türkei beenden Streit

Nach mehr als fünf Jahren wollen Israel und die Türkei ihren Streitigkeiten ein Ende setzen. Die beiden Seiten haben entsprechende Vereinbarungen getroffen, die allerdings von ihnen noch endgültig beschlossen werden müssen. Unter anderem wollen beide Länder wieder ihre Botschafter entsenden. Zu der vorläufigen Vereinbarung kam es offenbar bei einem hochrangigen Geheimtreffen in der Schweiz. Der künftige Chef des Auslandsgeheimdienstes Mossad, Jossi Cohen, verhandelte mit dem Leiter des türkischen Außenministeriums und früheren Botschafter in Israel, Feridun Sinirlioglu. Zugegen war auch Joseph Ciechanover, der israelische Sondergesandte für die Türkei….


UNO:

UNO erklärt Jom Kippur zum Feiertag

Bislang gab es für die Vereinten Nationen zehn offizielle Feiertage. Zu ihnen gehören Weihnachten, Karfreitag, das islamische Fes des Fastenbrechens, Eid al-Fitr , sowie das Opferfest Eid al-Adha. Am Donnerstag hat die Weltgemeinschaft erstmals ein jüdisches Fest in die Liste aufgenommen: den Versöhnungstag Jom Kippur. An diesem Tag fasten Juden und bitten Gott um Vergebung für ihre Sünden. Im Mai 2014 hatte Israel eine Kampagne gestartet, damit die UN den Jom Kippur als Feiertag anerkennen. So unterzeichneten 32 Botschafter Briefe, die dazu aufriefen. Unter anderen beteiligten sich hieran Argentinien, Äthiopien, Israel, Kanada, Mikronesien, Monaco, Nigeria, Palau, der Südsudan, die USA, Vanuatu und Zypern. Besondere Unterstützung erhielten die Israelis durch die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power. Dies berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“….


Tel Aviv:

Wasser in Saft verwandeln

Eine israelische Start-Up-Firma hat einen Becher entwickelt, der Wasser wie Fruchtsäfte schmecken lässt. Das Gefäß überlistet dabei das Gehirn. Auf der Innenseite des Bechers sind Frucht-Aromastoffe verteilt. Durch diese Ergänzung schmeckt Wasser beim Trinken wie Saft, verspricht der Hersteller „The Right Cup“. Die Nase gebe das gleiche Signal ans Gehirn weiter, als ob die Zunge etwas Süßes schmecken würde….


Interventionspolitik der „Arabischen Liga“:

Saudi-Arabiens islamische Geisterallianz gegen die „Daesh(i)“

Die moderne Geschichte des Nahen Ostens ist voll mit verschrotteten pan-arabischen Verbrüderungs- und Allianzprojekten. Seit Jahrzehnten amüsiert die Arabische Liga mit ihrem Dauerzwist mehr als dass sie überzeugt. Alle Anläufe zu Kooperationen wurden erst mit großem Pomp verkündet, um kurz danach in Streit, Drohungen und Chaos wieder ad acta gelegt zu werden. Zuletzt war es die multinationale arabische Armee gegen den Terror, im März in Sharm al-Sheikh ausgerufen durch Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sissi, um die angereisten ausländischen Gäste der Investorenkonferenz zu beeindrucken. Nach einigen Runden Gezänk zwischen den Generalstäben wurde das Projekt bereits im September abgeblasen, weil sich simpelste Fragen der Zusammenarbeit nicht klären ließen….