04.01.2016                       23. Tewet  5776                      

Neue Nachrichten:

Erdgasfelder in Israel:

Energielieferant für Türkei und Ägypten

Noch vor wenigen Jahren befürchtete man in Israel, dass das Gas ausgeht. Nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak stellte Kairo seine Erdgaslieferungen ein. Vierzig Prozent der israelischen Importe stammten aus dem Nachbarland. Nun wird Israel bald selbst Erdgas exportieren. Die Förderung im Tamar-Feld westlich von Haifa hat schon begonnen. Viel größer ist das später entdeckte Leviathan-Feld in der Nähe. Die Reserven werden auf mehr als 620 Milliarden Kubikmeter geschätzt. Trotzdem war es schwierig, Firmen zu finden, um den Fund zu fördern. Ausländische Energieunternehmen zögern, sich in Israel zu engagieren, weil solche Geschäftskontakte zu Schwierigkeiten in der arabischen Welt führen können….


Neue Sanktionen aus Amerika?:

Iran plant Beschleunigung seines Raketenprogramms

Iranische Raketentestes haben den Konflikt zwischen Washington und Teheran neu angeheizt. Erstmals seit dem historischen Atomabkommen mit dem Iran bereiten die Vereinigten Staaten neue Sanktionen gegen die Islamische Republik vor. Grund seien das Raketenprogramm und der erfolgreiche Test einer Mittelstreckenrakete im Oktober, sagte ein amerikanische Regierungsvertreter am Donnerstag. Irans Präsident Hassan Ruhani drohte im Gegenzug mit einer Beschleunigung des Raketenprogramms….


Israel:

Attentäter erschießt zwei Menschen in Tel Aviv

Ein Unbekannter hat im Zentrum von Tel Aviv das Feuer eröffnet und auf Menschen in einer Bar geschossen. Bei dem Anschlag am Freitagnachmittag wurden zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt, wie die Nachrichtenseite ynet berichtete. Zeugen erzählten laut der Nachrichtenseite Times of Israel von rund zehn Schüssen, die abgefeuert worden waren. Spezialeinheiten suchten anschließend nach dem flüchtigen Täter….


Israel: (mit Video)

Polizei fahndet nach Todesschützen von Tel Aviv

Nach einem Maschinenpistolen-Angriff in Tel Aviv sucht die israelische Polizei weiter nach dem Täter….


Asyldebatte:

Warum der Vergleich zwischen syrischen Flüchtlingen und den Juden arglistig ist

Die Flut der Kriegsflüchtlinge aus Syrien und der hitzige Widerstand gegen ihre Ansiedlung in Europa und Amerika haben Kommentatoren veranlasst, Vergleiche mit der Flucht europäischer Juden zu ziehen, die vor mehr als sieben Jahrzehnten versuchten, den Nazi-Schergen zu entkommen. „Die Menschen, die syrischen Flüchtlingen die Tür vor der Nase zuschlagen, sind die gleichen, die ihre Türen 1939 vor mir und meiner Familie verschlossen“, erklärte Aryeh Neier, emeritierter Präsident des Open Society Instituts, der als Kind mit seiner Familie aus Nazi-Deutschland in das Vereinigte Königreich floh….


Edition von „Mein Kampf“:

Was lest ihr eigentlich in der Schule?

Wenn das der Führer wüsste. Siebzig Jahre lang haben deutsche Behörden unter Berufung auf das Urheberrecht die Verbreitung von „Mein Kampf“ unterbunden, doch nach dem 1. Januar 2016, dem Verfallsdatum der auf den Freistaat Bayern übergegangenen geistigen Eigentumsrechte an Adolf Hitlers Schrifttum, soll das Buch gemäß einer Empfehlung von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka unverzüglich Pflichtlektüre in den Schulen werden….


Krise im Nahen Osten:

Die ökonomische Achillesferse der Gotteskrieger

Poker um den Ölpreis, Kampfplatz Jemen, Schlachtfeld Syrien. Schauplätze für Konfrontationen gab es zuletzt viele im Nahen Osten. Nun bricht hervor, was sich stets hinter diesen Stellvertreter-Konflikten verbarg: eine Auseinandersetzung zwischen dem schiitischen Iran und dem sunnitischen Saudi-Arabien. Die Saudis werden ausgerechnet in ihrer größten Krise größenwahnsinnig. Als wäre der Ölkrieg und die damit einhergehende Finanzmisere nicht genug für die Scheichs, eröffnen sie nun eine zweite. Mit der Hinrichtung des iranischen Geistlichen Nimr al-Nimr und weiterer 46 Menschen haben sie neue Feindseligkeiten in der Region geschürt und insbesondere den Zorn des Iran auf sich gezogen. Damit nicht genug. Nach Protesten in Teheran brachen die Herrscher in Riad postwendend die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab….


Nach Hinrichtung:

Schüsse in Geburtsstadt von hingerichtetem al-Nimr

In der saudiarabischen Geburtsstadt des hingerichteten schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Baker al-Nimr ist die Polizei mit Schüssen attackiert worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf die örtliche Polizei berichtete, fanden die Angriffe am späten Sonntagabend in dem Dorf im ölreichen Osten des Landes statt. Die Sicherheitskräfte fahndeten nach den Verantwortlichen der „terroristischen“ Aktionen, zitierte SPA einen Polizeisprecher….


Westjordanland:

Israelis wegen tödlichen Brandanschlags angeklagt

Ein halbes Jahr nach einem tödlichen Brandanschlag auf eine palästinensische Familie im Westjordanland sind zwei jüdische Tatverdächtige angeklagt worden. Gegen einen 21-Jährigen aus der Siedlung Schilo nördlich von Jerusalem sei unter anderem Anklage wegen Mordes in drei Fällen erhoben worden, teilte das Justizministerium am Sonntag mit….


Mysteriöses Aksum:

Das Königreich der verschollenen Bundeslade

Die heute eher unscheinbare Stadt im nördlichen Hochland Äthiopiens hat eine bedeutende Vergangenheit. Ihr Name weckt bei Forschern, Archäologen und Weltreisenden Fantasien von religiösen Mysterien und geheimnisvollen Bauwerken: Aksum (auch Axum). Die Gemeinde mit ihren 70.000 Einwohnern gehört traditionell zur sogenannten historischen Route, die Äthiopien-Besucher auch in die Königsstadt Gondar und zu den Felsenkirchen von Lalibela führt….


Kommentar:

Natürlich gibt es einen jüdischen Terrorismus

„Terror hat keine Religion“ – dieser Satz ist zwar ein flotter Slogan, den Vertreter jedes Glaubens von sich geben. Aber er stimmt nicht. Die größte Stärke einer Religion ist auch ihre größte Schwäche….


Fatwa:

IS stellt Regeln für Missbrauch von Sklavinnen auf

Wie viele Frauen und Mädchen der Islamische Staat (IS) seit Beginn seines Feldzuges im Irak und Syrien versklavt hat, weiß niemand. Es dürften mehrere Tausend sein, die entführt und entrechtet wurden und Opfer brutaler Vergewaltigungen sind. Ein systematischer Missbrauch, der zu den wirksamsten Kriegswaffen des IS gehört. Nun ist ein Rechtsgutachten aufgetaucht, in dem Theologen des IS diesen Missbrauch in 15 Punkten detailliert regeln. Hat etwa einer der „Besitzer“ eine junge „Sklavin“ vergewaltigt, darf er sich unter keinen Umständen auch an ihrer Mutter vergehen. Vater und Sohn dürfen nicht dieselbe Sklavin missbrauchen. Wird eine Sklavin schwanger, darf sie nicht abtreiben. Analverkehr untersagen die Theologen generell….


Türkischer Präsident:

Erdogan dementiert das Lob für Hitler-Deutschland

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat dementiert, eine Regierung wie die von Adolf Hitler in Nazi-Deutschland zu befürworten. Erdogans Büro teilte am Sonntag mit, es komme für ihn nicht infrage, Hitlerdeutschland als gutes Beispiel für ein Präsidialsystem zu bezeichnen. Am Donnerstag war Erdogan von Reportern gefragt worden, ob der von ihm angestrebte Umbau der türkischen Verfassung mit mehr Macht für den Präsidenten innerhalb eines „Zentralstaates“ existieren könne….


Christentum:

Von der Familie verstoßen, von den Behörden verfolgt

Mein Name ist Rachid, ich bin geboren und aufgewachsen in einer konservativen islamischen Familie in Marokko. Mein Vater war der Imam des Dorfes, in dem ich viele Jahre lebte. Von der christlichen Version von Jesus Christus hörte ich das erste Mal in einem Radioprogramm. Der Beitrag provozierte mich als Muslim. Ich wollte meinen muslimischen Glauben gegen den christlichen Glauben verteidigen und begann, über vier Jahre hinweg den Anbietern des Programms zu schreiben. Es endete damit, dass sie mich überzeugten und ich Ende 1989 zum Christentum übertrat. Seitdem habe ich nicht aufgehört, mich mit Islam und Christentum zu beschäftigen….


Religion:

Hamas verbietet Neujahrsfeiern im Gazastreifen

Die radikalislamische Hamas hat Neujahrsfeiern im Gazastreifen verboten. „Das Neue Jahr im Gazastreifen zu feiern, widerspricht dem Islam und seinen Regeln. Es handelt sich ohnehin um eine westliche Tradition, die wir in Gaza nicht akzeptieren“, sagte ein Polizeisprecher in einer SMS an Reporter….


Nahost:

Iran droht mit „Rache Gottes“

Die Hinrichtung eines schiitischen Oppositionsführers in Saudi-Arabien verschärft die Spannungen zwischen den beiden muslimischen Führungsnationen dramatisch: Saudi-Arabien und Iran tauschen seit dem Wochenende Drohungen aus. In Teheran griffen Demonstranten die saudische Botschaft an, Irans Geistlicher Führer schwor der Sunniten-Vormacht die „Rache Gottes“. Riad brach nach den Vorfällen die diplomatischen Beziehungen zu Iran ab, Außenminister Adel al-Dschubeir sagte am Sonntag, alle iranischen Diplomaten müssten binnen 48 Stunden Saudi-Arabien verlassen. Die Eskalation könnte international Folgen haben: Die beiden Staaten sind die Regionalmächte am Persischen Golf, der für den Ölexport wichtigsten Wasserstraße weltweit….


Schulunterricht:

Verbotene Liebe, von Staats wegen

Weniges ist so schön wie verbotene Liebe, wenn schon nicht im Leben, dann doch zumindest in der Literatur. Von Shakespeare abwärts bis zu Fernsehsoaps ist das ein dankbarer Topos. Romeo und Julia hat es zu Weltruhm verholfen. Um Hilmi und Liat dagegen gibt es gerade eine Menge Ärger. Die beiden sind die Protagonisten eines Romans der israelischen Schriftstellerin Dorit Rabinyan: ein palästinensischer Künstler und eine israelische Übersetzerin, die sich in New York verlieben – und sich wieder trennen müssen, als sie in ihre Heimat zurückkehren. Das Buch mit dem Titel „Gader Chaja“ (Die Hecke) ist in Israel preisgekrönt. Doch nun hat sich das Erziehungsministerium in Jerusalem aufgeschwungen, dieses Werk über die verbotene Liebe im Schulunterricht zu verbieten. Begründung: „Intime Beziehungen zwischen Juden und Nicht-Juden bedrohen die getrennten Identitäten.“….


Newcastle, Australien:

Palästinas Premiere auf der großen Fußball-Bühne

Das 0:4 gegen Titelverteidiger Japan geriet für die Fußballer aus Palästina schnell zur unwichtigsten Nebensache der Welt. Alles andere als eine klare Niederlage gegen den viermaligen Asien-Cup-Champion wäre einer sportlichen Sensation gleichgekommen. Doch weitaus bedeutsamer als das Ergebnis war an diesem historischen Tag im australischen Newcastle etwas ganz Anderes: Zum ersten Mal überhaupt durfte sich eine Auswahl Palästinas auf einer der großen internationalen Fußball-Bühnen präsentieren….


Historische Weinsorten in Israel:

Gewächse aus heiligen Landen

So oder so ähnlich könnte der Wein schmecken, den schon Jesus getrunken hat. Die meisten Weintrinker werden von der Rebsorte Marawi, auch Hamdani genannt, nicht viel gehört haben. Aber zu biblischen Zeiten war das daraus gewonnene edle Tröpfchen verbreitet. Im Talmud wird es als herb und gut zu lagern beschrieben. Professionelle Weintester von heute meinen gar eine Note Pfirsich oder Kastanie auf der Zunge zu spüren….


Nach drei Jahren:

Ägypten entsandte erstmals wieder Botschafter nach Israel

Erstmals seit drei Jahren hat Ägypten wieder einen Botschafter nach Israel entsandt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu begrüßte am Sonntag die Ankunft des ägyptischen Diplomaten Hazem Khairat. Dies werde es Israel ermöglichen, „die Beziehungen mit einem wichtigen und zentralen Land in unserer Region weiter zu verbessern“, sagte der Regierungschef….


Hilden:

Delegation zu Gast bei Wenko: Duale Ausbildung ist Vorbild für Israel

Im Ausland weckt die duale betriebliche Ausbildung in Deutschland zunehmend Interesse. Jetzt hat eine Delegation aus Israel die Firma Wenko in Hilden besucht, um mehr über die Praxis in einem Ausbildungsbetrieb zu erfahren. Organisiert wurde der Besuch von der Agentur für Arbeit Mettmann….


Fast vergessenes Kapitel:

Jüdische Lokalderbys in Offenbach mit Bar Kochba

Seit mehr als 300 Jahren gibt es eine jüdische Gemeinde in Offenbach. Sie hat herausragende Persönlichkeiten hervorgebracht und Impulse gesetzt, deren historische Bedeutung über Offenbach hinausreicht. Weniger bekannt ist hingegen, das es hier auch jüdische Fußballvereine gab. Mit der Reichspogromnacht endete ihre Geschichte. Hat Deutschland die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2006 gekauft? Eine Frage, die auch Lorenz Peiffer nicht beantworten kann. In einem Punkt ist sich der emeritierte Professor für Sportpädagogik an der Uni Hannover allerdings sicher: „Wenn die WM damals nicht in Deutschland stattgefunden hätte, dann gäbe es bis heute keine Aufarbeitung der jüdischen Geschichte des deutschen Fußballs.“ Im Jahre 2000, als die WM 2006 vergeben wurde, fasste der DFB die Entscheidung zur Aufarbeitung seiner Vergangenheit im Dritten Reich….


Abschreckung oder Kollektivstrafe:

Israelische Armee reisst Häuser palästinensischer Angreifer ein

Die israelische Armee hat am Montag in Jerusalem die Häuser zweier palästinensischer Gewalttäter abgerissen. Einer von ihnen hatte nach Darstellung der Behörden im Oktober auf Passagiere eines Busses geschossen und drei von ihnen getötet. Der andere fuhr am selben Tag Fussgänger mit dem Auto an und stach dann mit dem Messer auf Passanten ein. Ein Mensch starb. Beide Täter wurden damals an den Tatorten erschossen….