02.02.2016                       23. Schwat  5776

Neue Nachrichten:

Westjordanland:

Israelische Soldaten erschießen palästinensischen Angreifer

Israelische Soldaten haben am Montag einen Palästinenser erschossen, der sie nach Militärangaben mit einem Messer angreifen wollte. Der Vorfall habe sich im besetzten Westjordanland ereignet. Der Palästinenser habe in der Nähe der israelischen Siedlung Salit einen Sicherheitszaun überwunden, teilte das Militär mit. Als Soldaten zum Ort des Geschehens gekommen seien, habe der Mann ein Messer gezogen und versucht, auf sie einzustechen. Daraufhin hätten die Soldaten geschossen. Kein Israeli sei verletzt worden….


Juden in der Illegalität:

„U-Boote“ in München

Sie lebten versteckt in Wohnungen, hausten in Gartenlauben oder auf Dachböden, in ausgebombten Häusern oder waren gänzlich obdachlos. Wenn sie über gefälschte Papiere verfügten, konnten sie sich zwar freier bewegen, sofern es sich um gute Fälschungen handelte. Sie mussten jedoch ihre neue Identität überzeugend vertreten. Die meisten Untergetauchten wechselten häufig ihren Aufenthaltsort aus Furcht, entdeckt oder denunziert zu werden. Auf den Straßen und in Zügen drohten Kontrollen der Gestapo sowie das Erkanntwerden durch unbarmherzige Nachbarn, Denunzianten oder „jüdische Greifer“, die Spitzeldienste für die Gestapo leisteten. Die Rede ist von Juden, die untergetaucht waren, um der Verfolgung und drohenden Deportation im Zweiten Weltkrieg zu entgehen….


Klagemauer:

Revolution am heiligsten Ort

Als die Entscheidung gefallen war, ist Anat Hoffman zur Klagemauer geeilt. Wohin sonst? Sie hat sich den weißen, fein bestickten Gebetsschal über die Schultern gelegt und am heiligsten Ort des Judentums zusammen mit ein paar Mitstreiterinnen diesen Augenblick genossen, der von vielen als „historisch“ bewertet wird: Auf Beschluss der israelischen Regierung wird an der Klagemauer eine neue Sektion eröffnet, in der Männer und Frauen nicht mehr wie bisher strikt getrennt, sondern gemeinsam und nach den Regeln des liberalen Judentums beten dürfen. Es ist das Ergebnis eines fast 30 Jahre währenden Kulturkampfs, und Anat Hoffman, Mitbegründerin und Direktorin einer Organisation namens „Woman of the Wall“, darf sich diesen Erfolg ans Revers heften. „Wir haben uns alle umarmt, das war sehr bewegend“, sagt sie, „es ist eine feministisch-jüdische Revolution.“….


Nach Angriff:

Armee riegelt Ramallah in Teilen ab

Als Reaktion auf einen bewaffneten Angriff hat Israels Armee am Montag den Zugang zum palästinensischen Verwaltungszentrum Ramallah im Westjordanland weitgehend abgeriegelt. Es seien „besondere Sicherheitsmaßnahmen“ erforderlich, hieß es, nachdem am Vortag ein palästinensischer Polizist an einem Checkpoint drei Soldaten niedergeschossen und verletzt hatte. Der Angreifer wurde getötet….


Interview mit Salomon Korn:

„Ich denke mal, wir schaffen das“

Salomon Korn, langjähriger Vizepräsident des Zentralrats der Juden, über die Integration von Flüchtlingen, Pegida und den „Hype um Köln“. Ist Deutschland seine Heimat? Das Wort sei ihm zu groß, sagt Salomon Korn. Frankfurt sei sein Zuhause. Und die deutsche Sprache. „Heine!“, ruft er und rezitiert: „Unbequemer neuer Glauben! Wenn sie uns den Herrgott rauben, hat das Fluchen auch ein End. Himmel, Herrgott, Sakrament!“….


Leitartikel:

Täter, Taten und Opfer benennen

Vor unserer Haustüre, vor unseren Augen findet eine apokalyptisch anmutende Tragödie statt: Seit 2011 tobt ein grausamer Krieg um Syrien, in dem Söldner und Sadisten aus vielen Ländern vertreiben, vergewaltigen und morden….Dennoch können Christen nicht die Augen davor verschließen, dass die vielköpfige Hydra eines islamistischen Totalitarismus heute gezielt versucht, das Evangelium Christi zum Verstummen zu bringen. In Syrien, einem Kernland der Bibel und der frühen Kirche, geht die Christenheit heute den Kreuzweg, die Christus-Nachfolge bis in den Tod….Die Parlamentarische Versammlung des 47 Staaten repräsentierenden Europarats hat in der Vorwoche die Täter (den „Islamischen Staat“ und andere Gruppen) sowie die Taten („Genozid“) beim Namen genannt – nicht aber die Opfer. Das Europäische Parlament geht in dieser Woche einen Schritt weiter….


Eilat: (mit schönen Bildern)

Israels Paradies für Wasserliebhaber

Eilat ist die südlichste Stadt am Roten Meer Israels, ein typischer Urlaubsort und deshalb wird er auch „Perle am Roten Meer“ genannt, ein Urlaubsparadies für Familien. Ich habe bei meinem Besuch die Highlights dieser Region besucht und möchte Ihnen darüber erzählen….


Wirtschaft:

Türkische Firma kauft israelisches Gas

Das Konsortium, das Israels größtes Offshore-Erdgasfeld entwickelt, hat am Sonntag den ersten Verkauf des Rohstoffs über 1,3 Milliarden Dollar bekannt gegeben. Käufer ist die „Edeltech Group“ und ihr türkischer Partner „Zorlu Enerji“. Der erste Vertrag über den Gasverkauf aus dem Feld „Leviathan“ vor der israelischen Mittelmeerküste ist unterzeichnet. Die zwei privaten Käuferfirmen, die israelische „Edeltech Group“ und ihr türkischer Partner „Zorlu Enerji“, wollen für 1,3 Milliarden US-Dollar sechs Milliarden Kubikmeter Gas erwerben, das über 18 Jahre geliefert werden soll….


Wasser:

Syrien sorgt für knappen Wasserpegel

Ursache für den Wasserverlust des „Toten Meeres“ seien Wasserentnahmen aus Nebenflüssen des Jordan. Das ergab eine Studie des staatlichen Geoforschungsinstituts Geological Survey of Israel, Der Rückgang des Wasserpegels habe sich in den vergangenen Jahren beschleunigt. Vor 40 Jahren lag er bei jährlich rund 70 Zentimetern. In den vergangenen 20 Jahren lag er bei bei 120 Zentimetern im Jahr….


Little Tokyo in LA:

Die vergessene Geschichte des „japanischen Oskar Schindlers“

Sugihara war ein japanischer Diplomat, der 1939 damit beauftragt wurde, ein Konsulat in Litauen zu eröffnen. Letztendlich arbeitete er dann jedoch gegen seine eigene Regierung und riskierte sogar das Leben seiner Familie, indem er 2.139 Durchreisevisa für gut 6.000 Juden ausstellte, die nach dem Angriff der Nazis auf Polen nach Litauen geflüchtet waren und aufgrund der akuten Lebensgefahr weiterreisen mussten….


Im Visier des VS:

Darmstädter Doktorand wirbt mit Video für IS

Ein Doktorand der TU Darmstadt soll in einem Facebook-Video offen den „Islamischen Staat“ (IS) unterstützt haben. Der Verfassungsschutz ist alarmiert, die Uni prüft rechtliche Schritte. Der Syrer steht zu dem Video und sagt: „Ich liebe Deutschland.“….


Sundance:

Israelischer Film „Sandsturm“ gewinnt Jurypreis

Der israelische Film „Sandsturm“ hat sich auf dem Sundance Filmfestival im amerikanischen Park City gegen elf Mitbewerber durchgesetzt. In der Kategorie „Weltkino Drama“ erhielt die Produktion der israelischen Regisseurin Elite Zexer einen Preis….


Video des Tages:

Jerusalems Gazellen Tal

Israels erstes urbanes Naturreservat, das Gazellen-Tal, ist umgeben von Jerusalems Verkehr und Geschäftigkeit. Benannt nach einer Herde von etwa 30 wilden Gazellen, die auf einer Fläche von rund 100 Hektar frei durch den Park streifen,….

Hier das Video!


Einsatz für die Menschheit:

Israeli wurde von Prinz Albert preisgekrönt

500 syrische Flüchtlinge studieren an einer Universität, die der Israeli Shai Reshef vor sieben Jahren gegründet hat. UoPeople(Universität der Menschen) ist eine nichtkommerzielle und studiengebührenfreie Universität mit Sitz in Pasadena, Kalifornien. Heute lernen dort über 3000 Studenten aus 180 Ländern. Die Hochschule ist seit Februar 2014 als weltweit erste studiengebührenfreie Online-Universität akkreditiert worden. Auch Studenten aus der palästinensischen Autonomiebehörde und anderen arabischen Ländern studieren online an der Universität, in der Professoren und Dekane aus anderen Unis wie Oxford oder NYU kostenlose Lesungen geben….


Fazit nach EU-Besuch:

Präsident Rohani feiert das „Ende der Iran-Phobie“

Nach dem Ende der Sanktionen gegen Iran ist Teheran wieder ein interessanter Geschäftspartner für das Ausland. Präsident Hassan Rohani besuchte kürzlich Italien und Frankreich, dort wurden milliardenschwere Wirtschaftsverträge geschlossen. Zurück in der Heimat hat Rohani nun während einer Kabinettssitzung ein positives Fazit seiner Reise gezogen….


Auf Bitten aus der Union:

Justizminister Maas verschiebt Extremismus-Gipfel

Eigentlich wollte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) mit seinen Länderkollegen einen Gipfel zum Thema wachsender Rechtsextremismus abhalten – und das noch vor den Landtagswahlen am 13. März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Eingeladen hatte er dazu in einem Brief an die Justizminister der Länder….


„Friedliebende“ Araber:

Israel prepares to demolish home of Palestinian police officer who shot soldiers

The IDF and Civil Administration, secured by Border Police forces, mapped out the home of Amjad Sukkari in the West Bank village of Jami’n, southeast of Kalkilya on Tuesday. Sukkari carried out the the shooting attack on Sunday in which three IDF soldiers were wounded at the Focus checkpoint, near the  Beit El settlement. His home is scheduled to be demolished, in line with instructions from the government, the IDF said….


Umfrage:

Most Frenchmen believe Jews responsible for rise in anti-Semitism

Fully 60 percent of Frenchmen believe that Jews bear at least some responsibility for recent rises in anti-Semitism, according to a new poll by the Ipsos market research firm. According to French media reports, the 18-month study, which was sponsored by the Fondation du judaïsme français, also found that 56% of Frenchmen believe that Jews have a “lot of power” and are richer than average while more than 40% said that Jews are “a little too present in the media.”….


Ex-Pentagon Mitarbeiter Rhode:

Muslim world must undergo ‘thought revolution’

There can be no peave between Israel and the Palestinians until there is a “thought revolution” in the Muslim world, former longtime Pentagon official Harold Rhode told The Jerusalem Post Monday. Rhode cited the doctrine in Islam in which land conquered by Muslims must remain under Muslim rule forever. This includes present-day Israel, which the Muslims conquered in 637 CE….


Umweltstudie:

All eyes on Haifa after damning study results leaked

The Haifa Municipality and the Health Ministry kept their distance on Monday from preliminary results of a University of Haifa study indicating that exposure of pregnant women in the Haifa area to pollution from the petrochemical industry caused their babies to be born with heads 20 to 30 percent smaller than average. Early findings of the five-year study, which has been carried out for only one year so far, were revealed on Sunday night by Channel 2. The study, sponsored by the municipality and the Haifa-area Municipal Association, was financed by the petrochemical industries and the Israel Electric Corporation….


Analyse:

The West Bank tipping point

Recent security developments in the West Bank have been unusual in their scope and severity, and could lead to the conclusion that the area is on a clear path to another escalation. But such conclusions are premature. Israel and the Palestinians appear to be at a tipping point in the West Bank, and the coming weeks will be the true indicator of whether the area is headed for a deescalation, or for a deterioration in the security situation….


Meinung – Miteinander:

Israelis in Canada helping Yazidi refugees

A group of Israeli ex-pats and friends of Israel living in the middle of Canada has taken up the cause of the Yazidi people. The group, Winnipeg Friends of Israel, launched Operation Ezra last spring to raise funds to privately sponsor several Yazidi refugees to Canada. To date, the group has raised over $180,000 and, with the help of other local agencies, has filed refugee sponsorship applications for four Yazidi families. These families currently live in UN-sponsored refugee camps in Turkey, and all have relatives or friends already living in Winnipeg….


Politik und Diplomatie:

Erdan’s response to stop-and-frisk critics: Multicultural policing

The police are working on new ways to avoid unfair profiling and work better with minority groups, Public Security Minister Gilad Erdan told The Jerusalem Post Monday, as legislation expanding police’s authority to conduct searches on a suspect’s person headed to a final vote in the Knesset. The “Stop-and-Frisk Law” passed a final reading overnight on Monday.  Asked about the criticism of similar laws abroad – that they allow police to racially profile – Erdan said he is aware of the problem….


„Friedliebende“ PA:

Palestinian Authority police praises member of its ranks that carried out shooting attack

The Palestinian Authority police praised the Palestinian policeman, Amjad Sukkari, who carried out the shooting attack at the Focus checkpoint leading to Ramallah, near the Beit El settlement on Sunday morning. In a statement it released following the attack, the Palestinian police announced that „with great pride, the members of the Palestinian police eulogize the brave martyrdom of their colleague, Master Sergeant Amjad Sukkari, „Abu Omar“, who committed the operation at V.I.P checkpoint in Beit El.“…. (Übrigens: Solche „Märtyrer“ erhalten von der PA eine Extravergütung aus den Hilfsgeldern der EU, versteckt über eine Stiftung.  WD)


Regierung:

Knesset approves Netanyahu continuing as economy minister

PM Benjamin Netanyahu received approval from the Knesset to remain economy minister Monday after his three months as acting minister expired. Netanyahu received the portfolio when Shas leader Arye Deri gave it up in early November. By law, the prime minister automatically receives abdicated portfolios for 90 days….


Abstimmung:

Knesset votes on amendment to anti-infiltration law

The Knesset on Monday night was expected to pass a first reading of a new amendment to the anti-infiltration law, which would allow the state to keep African migrants in the Negev’s “Holot” detention center for up to 12 months. The cabinet unanimously approved the amendment a week ago, which follows a ruling in August by the Supreme Court that permitted the detention of migrants at Holot but thought a 20 month maximum term was disproportionate….


Analyse:

Ban uses unprecedented tone in scolding Israel in op-ed

In a rare New York Times op-ed, UN Secretary-General Ban Ki-moon scolded Israel on Monday for its criticism of his comments last week that Jerusalem interpreted as giving a tailwind to terrorism, chiding Israel for “lashing out” at “well-intentioned” critics. In the op-ed headlined “Don’t Shoot the Messenger, Israel,” Ban defended what he said was the simple truth that he pointed out in the UN last week, that “history proves that people will always resist occupation.”….


US-Kandidaten:

The Jewish guide to the 2016 presidential candidates ahead of the Iowa caucuses

On Monday, Iowans will gather to launch the 2016 presidential election with an arcane ritual — the caucus. In living rooms and meeting halls throughout the state, caucus-goers will group themselves into clusters according to which presidential candidate they favor. By the end of the day, two real-life winners will emerge: not a “leader in the polls,” not a “likely front-runner,” but the Democrat and Republican who will have secured Iowa’s delegation to the parties’ respective conventions in the summer….


Jordanien:

Jordan’s economic troubles may leave it vulnerable to Islamic State

The Zarqa locals called him the “green man.” The liquor-loving thug and possible pimp earned his nickname in the poor Jordanian town for green emerald tattoos on his left hand. But the world knows him by his jihadi name: Zarqawi — meaning the man from Zarqa — the assassinated leader of al-Qaeda in Iraq and godfather of the Islamic State. IS has long declared its intention to conquer Jordan. But not since Zarqawi’s group claimed the 2005 Amman hotel bombings that killed 60 people has there been a single successful jihadi-inspired attack against the kingdom. Now, though, the conditions that fostered the green man’s transition into the founder of the vicious terror group are beginning to spread throughout the country….


Wintersport:

Skiing on the edge of Syria’s war

The snowy ridge of Mount Hermon separates two worlds. In one, Syria’s war rages. In the other, Israeli tourists slalom down ski slopes or drink mulled wine to the sound of techno music. On a clear day Damascus is visible from the top of the ski lift 2,200 meters (7,200 feet) above sea level in the Israeli-occupied Golan Heights where tourists reapply their sunscreen….