Aktuelles vom 08-04-2015

08.04.2015                     19.Nissan 5775                      Chol Hamo'ed 4; Tag 4 des Omer

Neue Nachrichten:

Friedensbewegung:

Kaum Ostermarschierer

Blutige Kriege in Syrien, im Irak, im Jemen, der brüchige Waffenstillstand in der Ukraine: An Themen hat es den Ostermärschen nicht gemangelt. Trotzdem blieben die Teilnehmerzahlen niedrig. Nur etwa 2000 Menschen waren es insgesamt, die in Hessen auf die Straßen gingen. Zur Frankfurter Kundgebung auf dem Römerberg kamen laut Polizeiangaben etwa 1000 Menschen – im vergangenen Jahr war es mehr als doppelt so viele. Bundesweit wurden rund 10.000 Friedensbewegte gezählt….

 

Weltlage:

Nukleare Schlangengrube

​Suchte man Beispiele für Präsident Obamas jetzige Rolle als teils schwankender, teils waghalsiger Außenpolitiker im Nahen Osten im Reich der Mythen, denkt man zunächst an den unseligen Laokoon – mit Armen und Beinen in zischende Vipern verstrickt und von ihnen gelähmt. Noch deutlicher gleicht er Goethes Zauberlehrling, der die Geister, die er rief, nicht mehr loswird. Saudi-Arabiens neuer König ist tief besorgt über Obamas Anbiederungsversuche an den Erzfeind Iran. Die Sauds haben eine Front arabisch-sunnitischer Staaten geschmiedet, kämpfen im Jemen und bekunden ein starkes Interesse, selbst Atomomben zu bauen. Das Fazit: Der Nahe Osten wird nuklear, und das einstige Schreckgespenst amerikanischer Außenpolitik erscheint plötzlich möglich….

 

Nukleardeal:

Israel präsentiert eigene Bedingungen für Iran-Nukleardeal

​Im Nuklearkonflikt mit dem Iran hat Israel eigene Bedingungen für ein mögliches Abkommen präsentiert. Der Geheimdienstminister des Landes, Juval Steinitz, sagte am Montag vor Journalisten, er schätze die Unterstützung seitens der USA für sein Land, allerdings bleibe die Bedrohung durch den Iran trotzdem bestehen. Niemand könne sagen, dass die ausländische Unterstützung für Israel ausreichend sei, um "solch einer Bedrohung etwas entgegenzusetzen", sagte Steinitz….

 

Nukleardeal:

Obama weist israelische Forderungen zurück

​US-Präsident Barack Obama hat der von Israel geforderten Bedingung für einen Nukleardeal mit dem Iran indirekt eine Absage erteilt. Es wäre ein "fundamentales Fehlurteil", eine Einigung mit Teheran von der Abkehr von dessen feindseliger Haltung gegenüber Israel abhängig zu machen, sagte Obama in einem Interview des Hörfunksenders NPR. Im Übrigen würde man damit sagen, dass es keinen Deal gebe, solange die iranische Regierung nicht total ihren Charakter ändere. Er versuche sie von der Entwicklung von Nuklearwaffen doch gerade deswegen abzuhalten, "weil wir uns nicht darauf verlassen können", dass sich das Regime wandele….

 

Kommentar:

Gelassenheit und Härte

​Vor über vierzig Jahren veröffentlichte der österreichische Publizist Paul Lendvai eine Studie über den Judenhass in Osteuropa. Sein Titel wurde zum geflügelten Wort: "Antisemitismus ohne Juden". Lendvai hatte von der Feindseligkeit gegenüber Menschen geschrieben, die gar nicht (mehr) vorhanden waren. Zu einem ähnlichen Befund kann man heute über den Anteil von Ausländern in den neuen Bundesländern kommen. In der Gemeinde Elsteraue, zu der auch Tröglitz gehört, liegt die Quote von Kontingentflüchtlingen und Asylbewerbern bei null Prozent. Im gesamten Burgenlandkreis leben gut 185.000 Menschen, in Elsteraue 47 Ausländer….

 

​Iran:

Die militärische Option in der Hinterhand

Als Barack Obama am Donnerstag vergangener Woche von einer "historischen Übereinkunft" mit dem Iran sprach, ging es ihm nicht nur um die erstaunlich weitreichenden und detaillierten Eckpunkte, die das Ergebnis der Verhandlungen in Lausanne waren. Mit der dort erzielten politischen Rahmenvereinbarung ist der Abschluss eines endgültigen Abkommens zur Beschränkung des iranischen Nuklearprogramms Ende Juni sehr viel wahrscheinlicher geworden. Und damit ist ein großer Schritt zur Rüstungskontrolle in der Region und darüber hinaus getan….

 

Tel Aviv:

Ein graues Wunder

Der Busbahnhof von Tel Aviv ist ein Koloss – und viel mehr als ein Knotenpunkt von Reiserouten. Auf seinen sieben Etagen hat sich eine Stadt in der Stadt entwickelt. Die ist so spannend, dass es darin sogar Führungen gibt….

 

Tröglitz:

Flüchtlinge als Nachbarn akzeptieren

Nach dem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Tröglitz fordern Politiker und Kommunen eine bessere Aufklärung über die Flüchtlingspolitik. "Solidarität ist sichtbar, aber es gibt auch Ängste vor Fremden", sagte der Präsident des Deutschen Städtetags, Ulrich Maly (SPD), der Zeitung Die Welt. Toleranz lasse sich nicht von oben verordnen, "aber wir müssen Tag für Tag dafür werben". Damit Ängste abgebaut werden könnten, müssten auch Kirchen und Religionsgemeinschaften, Parteien, Gewerkschaften und Politiker auf allen Ebenen eingebunden werden. "Je mehr die Menschen über das Schicksal der Flüchtlinge wissen, desto größer ist die Bereitschaft, sie als Nachbarn zu akzeptieren oder zu unterstützen", sagte Maly….

 

​Interview:

"Von Toleranz zu reden, ist leicht"

Der Münchner Soziologe Armin Nassehi ist davon überzeugt, dass moderne Gesellschaften viel kompliziertere Probleme haben als das Thema Einwanderung. Doch die politische Rhetorik in Bayern spielt immer wieder mit der latenten Angst. Der Münchner Soziologe Armin Nassehi befasst sich mit dem Wandel und den Konflikten in der pluralistischen Gesellschaft, zuletzt in dem Buch "Die letzte Stunde der Wahrheit. Warum rechts und links keine Alternativen mehr sind und Gesellschaft ganz anders beschrieben werden muss" (Murmann-Verlag). Neben seiner akademischen Tätigkeit ist er auch als Berater tätig….

 

Millioneninvestitionen im Auswärtigen Amt:

Deutsche Botschaften hinter Stacheldraht

​Deutsche Auslandsvertretungen werden offenbar massiv aufgerüstet, um besser vor terroristischen Anschläge geschützt zu sein.Die Sicherheitslage hat sich neueren Einschätzungen zufolge vor allem in Bagdad, Kabul und Erbil massiv verschlechtert.Sorgen bereiten neue Terrortaktiken, bei denen mehrere Selbstmordattentäter gemeinsam Angriffe verüben….

 

Wirtschaftliche Motive im Vordergrund:

Trotz Spannungen: Erdogan in Teheran

Inzwischen kaum noch einen Staat in der Nahost-Region, mit dem die Türkei kein handfestes Zerwürfnis hat. Das jüngste Beispiel ist der Iran, der sich von kritischen Bemerkungen des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gekränkt fühlt. Erdogan hatte dem schiitischen Iran Machthunger vorgeworfen und sich im Jemen-Konflikt klar auf die Seite der sunnitischen Allianz unter Führung von Saudi-Arabien gestellt. Trotz des Streits reiste Erdogan am Dienstag zu einem lange geplanten Besuch nach Teheran – wo ein hochrangiger Politiker die Visite als „Schande“ brandmarkte….

 

IS-Experte:

Brauchen religiöse Autorität unter den Muslimen in Europa

​Der Nahost-Experte Guido Steinberg hat im Kampf gegen die Jihadistenorganisation „Islamischer Staat“ (IS) das Fehlen einer religiösen Autorität unter den Muslimen in Europa konstatiert. „Muslime sind die einzigen, die in der Lage sind, auf die Schwächen dieser Ideologie hinzuweisen“, sagte der deutsche Forscher der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in einem APA-Interview am Dienstag. Es sei der „wichtigste Schritt“, Europäer, die in Richtung Syrien und den Irak aufbrechen, um sich Jihadistenorganisationen wie dem IS anzuschließen, an der Ausreise zu hindern, sagte Steinberg und ergänzte: „Das Problem ist nur, dass das bisher nicht geklappt hat“….

 

Seidenstrasse-Initiative:

Chinas Sonderbeauftragter für die Nahost-Frage besucht Iran

​China ruft Staaten im Nahen Osten auf, durch gemeinsame Aktionen eine friedliche Lösung der regionalen Fokusfragen zu fördern. Das hat der chinesische Sonderbeauftragte für die Nahost-Frage, Gong Xiaosheng, am Dienstag im Iran verkündet. Gleichzeitig solle die internationale Gemeinschaft gemeinsam der Situation im Nahen Osten zu Frieden und Stabilität verhelfen. In der vergangenen Woche hat Gong Xiaosheng Kuwait, Israel und Palästina besucht. Der Iran ist die letzte Station seiner Nahost-Reise. Gong betonte, in der letzten Woche habe er mit Politikern der vier Länder eingehend über verschiedene Fragen beraten….

 

Akute Gefahr:

Tausende Einsturzlöcher am Toten Meer

​Rund um das Tote Meer klaffen immer mehr tiefe Löcher im Boden auf. Weil der See schrumpft, bilden sich verborgene Hohlräume im Untergrund, die plötzlich einstürzen. Rund 4.000 solcher Löcher gibt es inzwischen – und es werden täglich mehr, warnen Geologen und Umweltschützer. Eine Pipeline vom Roten Meer zum Toten Meer soll nun endlich den schrumpfenden Salzsee vor dem endgültigen Aus retten….

 

Mord am Ostersonntag:

Toter in Kirchenruine: Mann war Israeli

​Der Tote aus der Berliner Kirchen-Ruine ist offenbar identifiziert. Nach BILD-Informationen handelt es sich um einen jungen Mann aus Israel. Der 22-Jährige hatte einen entsprechenden Reisepass dabei, der in der Tasche seiner Jogginghose steckte. „Wir können aber noch keine hundertprozentige Aussage treffen, weil das Gesicht des Toten so lädiert worden ist, dass ein Abgleich mit dem Foto im Pass nicht möglich ist“, sagte ein Ermittler….

 

Gesellschaft:

«Die Jugendlichen, die in den Jihad ziehen, sind nur die Spitze des Eisbergs»

​Als junger Palästinenser in Israel war Ahmad Mansour ein Islamist. Heute betreut der Psychologe in Berlin Jihad-Rückkehrer und ihre Angehörigen. Dass jüngst mehrere junge Winterthurer nach Syrien ausreisten, erstaunt ihn nicht….

 

​Gedenken:

70. Jahrestag der Befreiung des KZ Wiesengrund in Vaihingen

Dieser Tage jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Wiesengrund in Vaihingen zum 70. Mal. Zu diesem Anlass werden am Wochenende gleich zwei Ausstellungen in der Peterskirche gezeigt. Auch eine öffentliche Gedenkfeier steht an….

 

Unglaublich:

Wurde Jesus mit Frau und Kind beerdigt?

​Ein Forscher aus Israel will beweisen können, dass er die Gebeine von Jesus Christus gefunden hat. Dr. Arye Shimron kann laut der "Jerusalem Post" die menschlichen Überreste in einem sogenannten Ossuar – einem Knochenkasten – als die Knochen von Jesus Christus identifizieren. Doch Shimron und sein Kollege Simha Jacobovici, die jahrelang geforscht hatten, wollen nicht nur die Existenz von Jesus Christus beweisen: Angeblich haben sie auch die Gebeine von seinem Sohn Judas und seiner Frau Maria gefunden. Laut den Forschern wurden die drei zusammen mit sechs anderen Menschen in insgesamt zehn Ossuaren in einem Familiengrab in Talpiot beerdigt, einem Vorort von Jerusalem….

 

"Meisericher Singkinder":

Ostermusical war ein tolles Erlebnis

​Die „Meisericher Singkinder“, die schon längst nicht mehr alle nur aus Meiserich kommen, sondern aus vielen Orten der Umgebung, haben auch in diesem Jahr wieder ein Musical zum Osterfest einstudiert und aufgeführt. Die 14 Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 7 und 15 Jahren taten dies in der Meisericher Filialkirche St. Anna, in der nicht nur alle Plätze im Kirchenschiff und der Empore besetzt waren, sondern viele Gäste nahmen es auch auf sich, das mehr als einstündige Musical stehend miterleben zu können. Zu diesen Gästen gehörte auch eine große Gruppe von Bewohnern/innen des Bildungs- und Pflegeheimes St. Martin Ulmen mit ihren Betreuerinnen und dem Konvent der Ulmener Kreuzschwestern….

 

Kulturgeschichte:

Dreimal ein Gott

​Wie tolerant ging es zu, als Juden, Christen und Muslime in Ägypten erstmals aufeinanderstießen? Im Jahre 639 wurde die ägyptische Stadt Alexandria, bis dahin zum oströmischen Reich gehörig, von den Arabern erobert. Deren Feldherr war tief beeindruckt: Er könne nur sagen, es sei eine Stadt von 4000 Palästen, von 4000 Theatern, 1200 Gemüsegeschäften, 1000 Vergnügungshäusern und 40 000 Juden. Alexandria war das Zentrum des östlichen Mittelmeers, allenfalls Antiochia und Konstantinopel konnten den Vergleich wagen. Die Stadt war nicht nur groß, sie war ungewöhnlich bunt, in ethnischer und religiöser Hinsicht. Das fruchtbare Niltal zog die Menschen an….

 

Krefeld – Koscheres Essen:

Reich an Geschichte(n)

​Während Christen Ostern feiern, wird im Judentum ab Karfreitag für eine Woche das Pessach-Fest begangen. Das koschere Essen bei solchen Festen ist ebenso köstlich wie reich an Geschichten: Es geht immer auch um den biblischen Hintergrund – Besuch bei einem koscheren Kochkurs, den das Haus der Familie und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit regelmäßig anbieten….

 

Berlin:

Hasskriminalität soll statistisch extra erfasst werden

​Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes schlägt vor, in der polizeilichen Kriminalstatistik Hasskriminalität künftig gesondert zu erfassen. Auf diese Weise sollten alle Delikte aufgeführt werden, die aufgrund eines Vorurteils begangen werden, heißt es in einem Rechtsgutachten, das von der Antidiskriminierungsstelle in Auftrag gegeben und am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Erfassung solle unabhängig von der politischen Einstellung des Täters erfolgen….

 

​Terror im Westjordanland:

Two Israelis stabbed by Palestinian

Two Israeli youths were stabbed and injured by a Palestinian knife-wielding attacker on Route 60 in Samaria on Wednesday morning. One is in serious condition and the second sustained light injuries. The terrorist has been shot dead by security forces….

 

Nukleardeal:

Ex-secretaries of state Kissinger, Shultz pan Obama's Iran nuclear deal

Two former US-secretaries of state – Henry Kissinger and George Shultz – penned an op-ed for The Wall Street Journal on Wednesday criticizing President Barack Obama for the framework agreement his administration reached with Iran last week. The former top diplomats said that the framework agreement with Iran effectively concedes any option of using military force to compel Iranian compliance….

 

Umfrage:

A third of US Republicans support Iran nuclear deal

​Thirty-one percent of US-Republicans favor a new nuclear deal with Iran, creating a challenge for their party's lawmakers who largely oppose the framework accord sealed between Tehran and world powers, a Reuters/Ipsos poll showed on Wednesday. Another 30 percent of Republicans oppose the pact, while 40 percent are not sure, according to the poll, which revealed a sharp split in the party as its leaders ramp up opposition to the deal championed by President Barack Obama, a Democrat….

 

Steinitz:

Iran deal won’t provide insurance for even a year unless loopholes closed

The framework deal with Iran doesn’t even provide safety for a year, Strategic Affairs Minister Yuval Steinitz said on Tuesday. He was reacting to a media blitz by US President Barack Obama assuring the public that the agreement would curb Tehran’s nuclear program for over a decade. Obama “says we have insurance here for 10 years, but I say we don’t have insurance here for even one or two years unless the loopholes are closed, and only then could it become a more reasonable agreement,” Steinitz said, adding that “I wouldn’t trust this [deal] if it was home insurance, and certainly not if it was life insurance”….

 

Sicherheit:

‘We monitor distant vessels to prevent attacks on Eilat

​The Israel Navy unveiled on Tuesday details on how it secures the Red Sea coast and Eilat, in honor of Passover and the central role played by the area in the Book of Exodus. Senior officers from the navy’s Red Sea regional command center said they are prepared for the busy summer period that begins in Eilat just after Passover….

 

CIA-Chef John Brennan:

CIA head says critics of Iran nuclear deal 'disingenuous'

​Opponents of Iran's initial agreement to curb its nuclear program are being "disingenuous" when they say the deal could still allow the Middle Eastern state to build nuclear weapons, the head of the Central Intelligence Agency said on Tuesday. The initial accord reached last week between Iran and major world powers – which would lift crippling economic sanctions in exchange for Iran's agreement to step back from developing nuclear weapons – is likely the most realistic deal that could be reached, CIA Director John Brennan told an audience of students and faculty at Harvard University in Cambridge, Massachusetts, just outside Boston….

 

Analyse:

Can Iran deal link sanctions relief to compliance on military nuclear work?

​Last week in Switzerland, Iran publicly agreed that long-standing international questions over its suspected military nuclear work, “past and present,” will be addressed in a comprehensive accord reached with world powers by June 30. But Tehran has not yet agreed on the extent to which it will answer questions posed by the International Atomic Energy Agency, which has sought data-based explanations to its concerns over the nature of Iran’s program for nearly a decade….

 

Bnei Brak:

Ein Toter durch Gedränge bei Begräbnis eines Rabbiners

​Bei der Beisetzung eines angesehenen ultra-orthodoxen Rabbiners ist am Wochenende im Gedränge ein Israeli ums Leben gekommen. Fast 100.000 strenggläubige Juden nahmen an der Trauerprozession teil. Rabbi Schmuel Halevi Wosner galt im Laufe der Jahrzehnte vielen frommen Juden als wichtige religiöse Autorität. Sie erhielten von ihm auch persönliche Wegweisung. Und so begleiteten in der Nacht zu Samstag fast 100.000 Ultra-Orthodoxe den Rabbiner, der im Alter von 102 Jahren kurz vor dem Pessachfest verstorben war, auf dessen letztem Wege durch die Straßen von Bnei Brak. In dieser Stadt bei Tel Aviv leben vor allem strenggläubige Juden….

 

Hintergrund:

Israel und Syrien

​Israels Nachbar Syrien ist seit Jahren ein Kampfgebiet. Noch mehr: Syrien ist ein Schlachtfeld geworden. Auf den Golanhöhen stoßen beide Staaten aneinander. Bald auch gegeneinander? Bislang gab es nur gelegentliche Schusswechsel auf dem Golan. Wirkliche Kämpfe waren das nicht. Doch was geschieht, wenn sich Truppen des „Islamischen Staates“ (IS) oder andere Milizen dort festsetzen oder gar diese Grenze überwinden?….

 

Sicherheit:

Cyber-Angriff auf Israel

Pro-palästinensische Hacker haben in der Nacht zum Dienstag eine Reihe von israelischen Internetseiten beschädigt. Angriffe auf Regierungsseiten wehrten Sicherheitskräfte ab. Die pro-palästinensischen Hacker „Anonymous“ haben in der Nacht zum Dienstag mehrere israelische Internetseiten lahmgelegt. Von dem Angriff betroffen waren diesmal Seiten von Sängern wie Schalom Hanoch oder Ivri Lider oder der Internetauftritt der Organisation „Israelisches Zentrum für Exzellenz durch Bildung“. Bei wichtigen staatlichen Seiten, etwa der Knesset oder des Bildungsministeriums, konnten die Sicherheitsbehörden einen Angriff abwehren….

 

Arabische Welt:

PLO bittet um Hilfe gegen IS

​Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) hat wegen des Flüchtlingslagers Jarmuk in Syrien an die internationale Gemeinschaft appelliert. Die Terrorvereinigung „Islamischer Staat“ hat dort Medienberichten zufolge in den vergangenen Tagen weitestgehend die Kontrolle übernommen. Am Mittwoch eröffnete die Terrorvereinigung „Islamischer Staat“ (IS) eine Offensive im palästinensischen Flüchtlingslager Jarmuk, das sich in der syrischen Hauptstadt Damaskus befindet. Dort leben die Bewohner nach Angaben von Augenzeugen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser, Nahrung und medizinischer Versorgung. Etwa 500 Familien sei die Flucht gelungen, teilte ein PLO-Vertreter in Damaskus, Anwar Abdel Hadi, mit….

 

​Bericht:

Mehr sexuelle Übergriffe in Armee gemeldet

Die Zahl gemeldeter sexueller Übergriffe im israelischen Verteidigungssektor ist 2014 gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gestiegen. Armeequellen zufolge bedeutet diese Entwicklung nicht automatisch einen steigenden Missbrauch. Möglicherweise trauten sich die Opfer auch zunehmend, Übergriffe zu melden. Einen Rekord von Meldungen zu sexueller Belästigung im israelischen Verteidigungswesen zeigt die Zahl aus dem vergangenen Jahr. 1.073 Vorfälle wurden aufgelistet. 667 Fälle davon ereigneten sich in der Armee und 406 im zivilen Sicherheitsapparat wie etwa bei der Polizei oder in Gefängnissen. Das geht aus einem Bericht der „Bewegung für Informationsfreiheit“ hervor, den die hebräische Publikation „The Marker“ veröffentlicht hat….

 

Video des Tages:

Prophetisches Pessach Lied

Dieses Lied wird zu Pessach gesungen und fasst sehr gut zusammen, wie in jeder Generation gegen Israel gekämpft wird. Wir erinnern uns an die Unterdrückung durch Pharao, der die ersten „Judengesetze“ erlassen hatte, und wir erinnern uns auch daran, wer uns befreit hat:….

Hier das Video!

 

Cyberattacke geplant:

Israel bereitet sich auf „Elektronischen Holocaust“ vor

​In den letzten Jahren, am 7. April, waren israelische Regierungsdomänen und Firmen wiederholt das Ziel von extremistischen Hackergruppen. In diesem Jahr drohen sie unter dem Namen Operation-Israel 2015 israelischen Banken und Militärwebseiten mit einem „elektronischen Holocaust“. Die größte Hackergruppe namens AnonGhost, die mit der weltweit operierenden Gruppe Anonymous in Verbindung steht, wird Israel im dritten Jahr in Folge angreifen. Die Gruppe führt die Cyberangriffe angeblich durch, um die israelischen Aktionen im Gazastreifen zu rächen. Anonymous haben eine Ankündigung bei YouTube hochgeladen….

 

FIFA:

FIFA head rejects Palestinian call to ban Israel

FIFA president Sepp Blatter says he will attempt to persuade the Palestinian Football Association to withdraw a bid to get Israel suspended from world football's governing body. Blatter said he would meet with the association's president Jibril Rajoub in Cairo on Tuesday in an effort to convince him not to place a resolution on a possible Israeli suspension on the agenda for the FIFA Congress in Zurich next month….

 

Politik & Diplomatie:

Yesh Atid’s Tamnu-Shata vows to continue fighting racism from outside Knesset

​The Knesset's first female Ethiopian MK will aim to advance her community from outside the Knesset after she narrowly missed out on getting reelected in the March 17 election. Former MK Pnina Tamnu- Shata was placed 13th on the Yesh Atid list that won 11 seats. Former ministers Shai Piron and Yaakov Perry both promised to quit the Knesset if Yesh Atid did not enter the next government, but later broke their promises….

 

Neuer Knesset Abgeordneter:

Likud’s David Bitan

​Name: David Bitan
Party: Likud
Age: 52
Hometown: Rishon Lezion
Family status: Married, 2 children
Profession before becoming an MK: Lawyer, member of the Rishon Lezion City Council for 27 years, including deputy mayor for 10 years.
Why did you decide to enter politics? I tried to get into the Knesset in the last election and when I was younger. Last time, I was 22nd place in Likud, and I would have gotten in, but the [merger] agreement with Yisrael Beytenu moved me down to 35th….

 

US-Kongress:

Democratic Sen. Chuck Schumer backs bill to allow Congress to vote on Iranian nuclear deal

​Democratic Sen. Chuck Schumer, a strong and influential voice in the current Iranian nuclear negotiations, has shown strong support for the passage of a bill that would give Congress the ability to reject the framework for the nuclear deal that was agreed to last week after marathon negotiations in Switzerland. While there is no guarantee that Congress would reject the agreement as presented, there is an increasing consensus from both sides of the aisle, that Congress should at least have the option to do so….

 

Regierungsbildung:

Kulanu denies secret channel with Netanyahu confidant

A member of the Kulanu negotiating team denied a Channel 10 report Tuesday night that party leader Moshe Kahlon had secretly conducted talks with Prime Minister Benjamin Netanyahu’s lawyer David Shimron about joining the coalition. The report said Kulanu was still fighting with Shas for control of a key Interior Ministry committee, but that there was no longer a hostile atmosphere between the Likud and Kulanu and that they were more optimistic now about reaching a deal….

 

Neue Gesetzesvorlage:

Meretz bill would mandate public transportation on Shabbat

​MK Tamar Zandberg (Meretz) submitted legislation on Sunday that would permit public transportation on the Sabbath and holidays, following a social media campaign it led against Transportation Minister Yisrael Katz on the issue. Zandberg said the issue should be the new Knesset’s top priority, because it is a matter of social, economic, and environmental justice….

 

Israel:

Ex-deputy finance minister favors prosecuting Bank Leumi

​Former debuty finance minister Mikey Levy on Tuesday said he supports filing criminal charges against Bank Leumi following its essentially admitting to criminal tax evasion as part of a settlement with US authorities in late 2014. Recent reports have indicated that the special prosecution team appointed by Attorney-General Yehuda Weinstein in January has recommended that he indict the bank and some of its former top officials, such as former CEO Galia Maor and former chairman Eitan Raff….

 

Rituelles Frauen-Bad:

Religious services group seeks right to refuse mikva attendant at public mikvaot

​The ITIM religious services group is seeking to bring about reforms in the way women can make use of mikvaot (ritual baths) and reduce the concern some women have when going to immerse. Mikvaot are funded and maintained by local religious councils, which are responsible for the religious services in cities and other municipal jurisdictions, and are therefore a public service. However, in recent years, increasing numbers of women have complained that they have come under intense scrutiny from female mikve attendants regarding their observance of what are known as “family purity” laws and customs….

 

​Wieder frei:

Former Bank Hapoalim chairman released from prison after 8 months behind bars

Former Bank Hapoalim head Dankner released from prison. Former Bank Hapoalim chairman Dan Dankner walked out of Hermon Prison as free man on Tuesday, 8 months after he began serving a sentence for a series of conflict of interest violations from his time as head of the bank. Flanked by his wife and children, Dankner smiled to reporters but made no statement as he climbed into a jeep and drove off….

 

Politik & Diplomatie:

SodaStream reportedly changes some labeling to ‘Made in the West Bank’

​SodaStream changed the labels on some of its products to note that they were manufactured in the West Bank, according to an international media group. The labels were changed to read “Made in the West Bank” following a complaint filed nearly a year ago with the Oregon Department of Justice, the International Middle East Media Center, a collaboration between Palestinian and international journalists, reported….

 

Schwieriges Vorhaben:

US rabbi wants to hold Holocaust commemoration in Ramallah

​One of the American Jewish community’s most visible proponents of Muslim-Jewish dialogue has announced that he would like to organize a Holocaust memorial ceremony next year in the Palestinian Authority capital of Ramallah. It is an “existential challenge now to identify Muslim leaders that will stand with us shoulder to shoulder that will stand up for the Jewish community and will defend the Jewish community and I am telling you those leaders exist,” Rabbi Marc Schneier, president of the New York-based Foundation for Ethnic Understanding told The Jerusalem Post….

 

Polen:

Jewish cemetery desecrated in Polish town where Jews were tortured by Nazis

​Unknown individuals painted pentagrams and wrote a former Pope’s name on several Jewish tombstones they desecrated in southern Poland. The desecration occurred recently at the Jewish cemetery of Olkusz, a town located 25 miles northwest of Krakow, according to a report released Monday on the Facebook page of the Monitoring Center for Racist and Xenophobic Behavior, a Polish nongovernmental watchdog….

 

Gestorben:

Former Hadassah president Bernice Tannenbaum dies at 101

​Bernice Tannenbaum, the former national president of Hadassah, the Women’s Zionist Organization of America, died on Monday in New York at the age of 101. Although she had one four-year term as national president (between 1976 and 1980), she was involved with the largest Jewish women’s organization in the world for some 70 years. Tannenbaum graduated from Brooklyn College with a BA in art and English literature and became a member of Hadassah – established in 1912 – in 1944….

 

Politik & Diplomatie:

Delegates from Middle East, Muslim world to convene in Israel for nuclear conference

Israel will host a prestigious, UN-sponsored international conference next week on the ban of nuclear tests. Around 100 representatives will take part in the meeting, including from Arab and Muslim states that don’t have diplomatic relations with Israel. Jordanian and Egyptian delegates will also attend the conference. To ensure the safety of the participants, the Foreign Ministry issued safety and travel assurances….

 

Erdogan in Teheran:

Turkey wants to dance at every Mideast wedding

​Turkish President Recep Tayyip Erdogan and his Iranian counterpart Hassan Rohani looked on Tuesday like two hedgehogs trying to mate. Their statements during a press conference, at which no questions were allowed, sounded as if every comma in them had been very carefully programmed. “We need to undertake this mediation to stop the bloodshed in Iraq and Syria,” declared Erdogan, who refrained from mentioning Turkey’s involvement with the anti-Iran coalition that’s operating against the Houthis in Yemen. “I don’t care if they are Sunnis or Shi’ites being killed, they are all Muslims,” said the Turkish president, who, unlike Iran, is demanding that Syrian President Bashar Assad be removed from power as a condition for his joining the western coalition against the Islamic State group, also known as ISIS….

 

Biblischer Sport:

Major West Bank artery to close for Israel's first 'Bible Marathon'

​The first 'Bible Marathon,' an Israeli sporting event meant to recreate a Biblical run from modern-day Rosh Ha'ayin to ancient Shiloh, will kick off this Thursday – but for some the running event will mean a grind to a halt. A Palestinian official told Ma'an news agency that the Palestinians expect the Ramallah-Nablus road, also known as Route 60, to be closed during the marathon….