Aktuelles vom 09. September 2016 – 06. Elul 5776

Neue Nachrichten:

Druck auf Israel:

Siedler im Minenfeld

Der Fußball rollt im Nahen Osten seit jeher über ein Minenfeld, gekämpft wird längst nicht nur auf dem grünen Rasen. Sport ist Politik und damit die Fortsetzung des Konflikts mit anderen Mitteln. Vor allem für die Palästinenser bietet sich hier manche Möglichkeit, die Israelis auch einmal in die Defensive zu drängen. Nun haben die Fußball-Funktionäre in Ramallah um den kernigen General Dschibril Radschub Hilfe bekommen aus dem EU-Parlament: Rund 60Abgeordnete wollen nächste Woche einen Brief an Gianni Infantino, den Präsidenten des Fußball-Weltverbands Fifa, schicken, in dem sie den Ausschluss von fünf israelischen Klubs aus dem Ligabetrieb fordern. Der Grund: Die Mannschaften stammen aus den jüdischen Siedlungen, die völkerrechtswidrig auf dem seit 1967 besetzten palästinensischem Territorium gebaut wurden….


Araber unter sich:

Gericht stoppt Kommunalwahlen in Palästinensergebieten

Das höchste palästinensische Gericht in Ramallah die Vorbereitungen für die erste Kommunalwahl seit zehn Jahren ausgesetzt. Bereits im Vorfeld war ein Streit über Kandidatenlisten zwischen den rivalisierenden Palästinensergruppen Fatah und Hamas entbrannt. Es war zunächst unklar, ob es sich um eine endgültige Absage handelte oder ob die Wahlen zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden könnten….


Dummheit ahoi!:

„Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Flug nach Palästina!?“

Das Bodenpersonal am internationalen Flughafen in Belgrad, Serbien, hat in der vergangenen Woche Aufsehen erregt, als es die Passagiere des Fluges nach Tel Aviv aufrief, sich für den Einstieg für den Flug nach Palästina vorzubereiten. Israelische Passagiere des Fluges weigerten sich, an Bord des Flugzeugs zu gehen, bis das Bodenpersonal ihren Aufruf korrigiert hat. „Plötzlich hörten wir die Ansage: `Passagiere des Flugs 816 nach Palästina werden gebeten, sich zum Gate C3 zu begeben.` Das wurde sogar zweimal angesagt,“ sagte einer der Passagiere. „Ich traute meinen Ohren nicht und fragte mehrere Leute, ob ich es richtig verstanden hatte. Danach begab ich mich zusammen mit einem weiteren Passagier an den Schalter und bestand darauf, dass der Flug nach Israel und nicht nach Palästina ausgerufen werden soll.“….


Russland/Israel:

Pädophiler orthodoxer Priester ausgewiesen

Ein russisch-orthodoxer Priester wurde auf Anfrage der russischen Staatsanwaltschaft am Mittwoch aus Israel ausgewiesen. Dem Geistlichen wird sexueller Missbrauch an Minderjährigen vorgeworfen, berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax. Der Priester sei seit Oktober 2013 auf der Flucht und wurde per internationaler Fahndung gesucht….


Deutschland-Besuch des iranischen Präsidenten:

Die umstrittene Reise des Hassan Ruhani

Die Frage ist von politischer Brisanz: Kommt Hassan Ruhani bald nach Deutschland? Schon seit Monaten wird über einen Besuch des iranischen Präsidenten spekuliert, dessen Regime immer wieder Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Nun hat der Verkehrsminister des Landes, Abbas Akhoundi, die Deutschlandreise des Regierungschefs in einem Interview bestätigt. Ruhani werde Ende September, spätestens aber Anfang Oktober nach Berlin reisen, sagte Akhoundi in dem Gespräch, dass der iranische Logistikkonzern Samand Tarabar auf seiner Internetseite veröffentlicht hat. Beim Besuch soll es nicht alleine um Politik gehen, wie der Minister im Interview ankündigt, sondern auch mehrere Verträge für Infrastrukturprojekte abgeschlossen werden – unter anderem mit dem Industriekonzern Siemens….


Gastkommentar:

Bei Antisemitismus darf die Stadtregierung nicht schweigen

Ich war dabei, als die Ente über die israelische „Apartheid“ bei der UN World Conference Against Racism in Durban (Südafrika) geboren wurde, kurz vor dem 11. September 2001. Ich sah dort eine große antiisraelische Kundgebung, bei der zum Boykott des jüdischen „Apartheid“-Staates aufgerufen wurde, neben der Verteilung der „Protokolle der Weisen von Zion“ und unter einem großen Plakat „Hitler was right“. Die Situation war so aufgeladen, dass der Polizeichef den jüdischen Delegierten sagte, er könne deren Sicherheit nicht garantieren. Die BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestition, Sanktion) ist nicht dafür erfunden, um den Palästinensern zu helfen, sondern um Israel zu dämonisieren….( BDS: Bund Debiler Spinner! WD)


LANDAU:

„LANDAUER WALD“ IN DER WÜSTE NEGEV WIRD EINGEWEIHT

Oberbürgermeister Thomas Hirsch reist für Zeremonie nach Israel – Hirsch: „Ein sichtbares Zeichen der deutsch-israelischen Freundschaft“. Viele hundert Kilometer vom Taubensuhl entfernt ist in den vergangenen Jahren ein zweiter „Landauer Wald“ entstanden. 5.000 Bäume haben die Landauerinnen und Landauer für das Wiederaufforstungsprojekt „Wald der deutschen Länder“ in der Wüste Negev in Israel gespendet – genug, dass hier Ende Oktober ein eigener „Landauer Wald“ eingeweiht werden kann. Oberbürgermeister Thomas Hirsch wird für die Zeremonie nach Israel reisen….


Gaza:

Israel baut unterirdischer Mauer

Mit einer unterirdischen Sperrmauer um den Gazastreifen will Israel laut einem Medienbericht den Bau von Angriffstunneln durch Palästinenser verhindern. Bei allen Städten in der Nähe des Zauns zum Gazastreifen sei mit Baumaßnahmen begonnen worden, berichtete die Nachrichtenseite „Ynet“ am Donnerstag. Sie veröffentlichte ein Video, das schwere Baumaschinen nahe der Grenze zeigte….


Der Architekt Friedrich Kiesler:

Magie mit Hygiene

Am Anfang steht der Mensch. Eigentlich der neue Mensch, der Android, der Roboter. Jedenfalls in Karel Čapeks Theaterstück «W.U.R.», das den Roboter erst erfindet. Friedrich Kiesler staffiert es bei seiner Berliner Uraufführung im März 1923 mit einer elektromechanischen Kulisse aus und begleitet es mit einem programmatischen Zeitungsartikel. Sein Lebensthema hat er da bereits gefunden: die «Rundplastik Mensch» auf der «Lebensbühne». Umgehend wird die Avantgarde auf den 33-Jährigen aufmerksam; Hans Richter, László Moholy-Nagy, El Lissitzky und Theo van Doesburg, mit dem Kiesler bald eine Freundschaft verbindet wie später zu Marcel Duchamp. Ein Jahr danach organisiert er die Internationale Ausstellung neuer Theatertechnik in Wien, holt nun die gesamte Avantgarde – vom Bauhaus und von De Stijl bis zum Konstruktivismus und zum Futurismus – in die Stadt seines abgebrochenen Kunststudiums….


Israels Blick auf die Bademode:

«Bedecke, was du willst – aber mit Stil!»

Während in Europa die Burkini-Debatte tobt, tummeln sich in Israel leichtgeschürzte und verhüllte weibliche Badegäste. Auch Designerinnen verlegen sich auf Mode, die sittsam und chic zugleich ist. Am Strand von Tel Aviv ist noch immer Hochsaison. Freizügig bekleidete Jugendliche baden hier friedlich neben Frauen, die mit langen Röcken, langärmligen Blusen und Hijab oder Turban in die Wellen waten. Andere wieder tragen züchtige Bade-Outfits aus elastischem Stoff, die Arme, Beine und den Kopf bedecken. Erlaubt ist hier beinahe alles….


Literaturfestival Berlin:

Wie man den Mord wegfrisiert

Auf der Webseite des Festivals erfährt man lediglich, dass Rabai al-Madhoun 1970 als Student wegen seines „politischen Engagements“ aus Ägypten ausgewiesen wurde. Madhoun war damals – und bis 1980 – für die „Demokratische Front für die Befreiung Palästinas“ tätig – eine marxistisch-leninistische Terrororganisation, von der er sich nie distanziert hat, auch wenn er nicht mehr politisch aktiv ist. 1974 drang eine Einheit dieser Gruppe in Israel ein, ermordete zwei israelisch-arabische Frauen sowie ein jüdisches Ehepaar und ihren vierjährigen Sohn. Anschließend nahmen diese Helden 105 Schulkinder und fünf Lehrer in der Stadt Ma’alot als Geiseln. Bei der Erstürmung der Schule durch eine israelische Spezialeinheit töteten die DFLP-Terroristen 23 Kinder und zwei Lehrer mit Handgranaten und Maschinengewehren.


Antisemitische Hetz-Mail:

Nicht nur die DWG hat Post vom Neonazi bekommen

Nach der Strafanzeige der Dessauer Wohnungsbaugesellschaft (DWG) gegen den Thüringer Neonazi Jörg Krautheim wird die Polizei in Mitteldeutschland die Ermittlungen bündeln. Der Grund: Krautheim hatte seine antisemitische Hetz-Mail unter dem Betreff „Satanische Verse des Mosaismus“ am Sonntagabend nicht nur an die DWG und die Pressestelle der Dessau-Roßlauer Stadtverwaltung geschickt, sondern nach MZ-Informationen bundesländer-übergreifend an mehrere Arbeitsagenturen, Ausländerbehörden, Pressestellen der Polizei, aber auch an das Landeskriminalamt Thüringen….


Rio 2016:

Israel bei den Paralympics

In Rio de Janeiro sind gestern Abend die Paralympics eröffnet worden. Israel ist zum 15. Mail mit einer Delegation vertreten. 33 israelische paralympische Sportler treten in den 11 Disziplinen Straßenradfahren, Leichtathletik, Boccia, Pararudern, Rollstuhltennis, Tischtennis, Rollstuhlfechten, Goalball, Parakanu, Schwimmen und Segeln an….


Nordisrael:

Regionalpolitiker tötet Unternehmer

Der Vorsitzende des Regionalrats Dschulis in Nordisrael, Salman Amar, hat am Montag auf einem Parkplatz einen Mann erschossen. Dieser hatte ihn zuvor mit einer Stange angegriffen und auf dessen Auto eingeschlagen. Amar stellte sich nach dem Vorfall der Polizei und steht nun vor Gericht. Eine Sicherheitskamera hatte den Vorfall in der von Drusen geprägten Stadt Dschulis aufgenommen: Der Angreifer, der 45-jährige Munir Lunabi, geht auf Amars Auto zu, der sich gerade hineinsetzt….


New York:

Police remove anti-Israel protesters from NY Council debate against BDS

Police ejected dozens of disruptive anti-Israel protesters from the New York City Council chamber during a debate on whether to adopt a resolution condemning boycotts of the Jewish State on Thursday. The resolution in question, proposed by Council Member Andrew Cohen and supported by 33 of the council’s 51 members, proposes “condemning all efforts to delegitimize the State of Israel and the global movement to boycott, divest from and sanction the people of Israel”….


Geschmacklos:

Student in Hitler costume wins Australian school’s ‚best dressed‘ award

An Australian school was forced to apologize after a student came to a book festival dressed as Adolf Hitler and was named one „of the best dressed,“ all while a group of students from a Jewish school were visiting. Roger Herbert, principal of St Philip’s College, a boarding school in the city of Alice Springs, told Australia’s ABC TV that his school deeply regretted the decision to allow the student to come dressed as the Nazi leader. Herbert said he had already apologized to the Jewish students from Melbourne’s Bialik College and the principal of their school….


Analyse:

About Russia, not peace

The toughest part of negotiations, said US Secretary of State John Kerry repeatedly in 2013, paraphrasing former British prime minister Tony Blair, is the launch. The reason for this, he said as he labored to start negotiations that year, “is because both sides want to understand what the parameters are, how you will negotiate and what you negotiate about. And once you get to that, then you can begin to dig in and get to the hard work”….


US police delegation visits Israel:

To learn counter-terrorism techniques, hold 9/11 ceremony

Citing Israel’s preeminence in counter-terrorism – and the fact that it is the only country outside the United States to have a 9/11 memorial honoring every victim – a US police delegation arrived to visit the country on the 15th anniversary of the attack. Fifty-two officers from seven states arrived on Wednesday for one week to train with multiple units, visit the new state-of-the-art police academy in Beit Shemesh, and hold a ceremony at Jerusalem’s 9/11 memorial on Sunday….


US-Wahlen:

Clinton tells Israel TV ‚Daesh(i) prays to Allah for Trump victory‘

Some problems are solvable while others have to be managed, Democratic presidential candidate Hillary Clinton said on Thursday, when asked whether she would consider an overhaul of the US approach to the Mideast if she became president. Clinton termed the question as to whether it might be time to shift from crisis-solving to crisis-management a “profound” one. In an interview in New York with Channel 2’s Yonit Levy, Clinton also noted that each of the Israeli leaders her husband, Bill, worked with as president – Yitzhak Rabin, Benjamin Netanyahu and Ehud Barak – made concessions to the Palestinians….


Meinung:

We ignited the BDS; only we can put it out

This week, strategic affairs minister, Gilad Erdan, is in London on a BDS-fighting mission. According to Minister Erdan, “Great Britain is the world center of the anti-Israel BDS campaign,” and he is going there “to battle the boycott and delegitimization … and to discuss with members of the British government … ways to strengthen our cooperation against the anti-Semitic boycott campaign.” There is no doubt that the Boycott, Divestment, and Sanctions (BDS) movement has become a sore spot that Israel can no longer sweep under the carpet. There are efforts to arrest its progress, such as in Illinois and New York, but by and large, Israel is losing and the BDS is taking over….


Haifa:

Italian fans boo Israeli anthem, give Nazi salute at World Cup qualifier

The Israel Football Association has complained to the Italian Football Federation after two Italian fans were thrown out of Monday’s 2018 World Cup qualifier between the national teams in Haifa for giving the Nazi salute during the Italian national anthem. Police chose to only remove the fans and didn’t arrest them. Italy supporters were also recorded booing during the Israeli national anthem ‘Hatikva’, with several others being seen taunting religious Jewish fans and spitting at them….


Westjordanland:

Palestinians try to block IDF from seizing their land

At least 13 Palestinians have claimed ownership of the land which the Defense Ministry has earmarked as the best site on which to relocate the West Bank outpost of Amona. The High Court of Justice has ordered that the small hilltop community in the Binyamin region must be razed by December 25, because it was built without permits on private Palestinian property….(Die Frage ist nun: Wem der 13 gehört das Land wirklich?? WD)


Ausgrabung:

Archeologists unearth 1,500-year-old livestock stable in southern Israel

Archeologists from US and Israel, aided by area high school students, have unearthed a 1,500-year old livestock stable in the Negev’s Ein Avdat National Park, the Antiquities Authority announced on Thursday. The joint excavation at the Byzantine-era site was funded by a Fulbright Scholar grant and conducted by the authority, DePaul University and students from the Har Hanegev Field School….


„Gutmenschen“ dagegen:

Activists demand EU withdraw support from Israeli-run water conference

Roughly 40 European Trade Unions, environmental groups and human rights networks are demanding that the European Commission withdraw its support from an Israeli-run water conference slated to take place in Italy at the end of September. The conference in question is WATEC Italy 2016: Water Technology and Environmental Control Exhibition and Conference, scheduled to take place from September 21-23 in Venice. The convention is organized by the Or Yehuda-based group Kenes Exhibitions, the same company responsible for the biennial WATEC Israel exhibition, which typically draws some 10,000 visitors from 90 countries to Tel Aviv every other year, according to the firm….(Wenn man die Wahrheit nicht sehen will, kämpft man dagegen!! WD)


Analyse:

Abbas, the KGB and the world of Middle East espionage

The revelation that Palestinian leader Mahmoud Abbas, whose Fatah nom de guerre is Abu Mazen, was a KGB agent shouldn’t surprise those knowledgeable of the PLO movement and Soviet Union methods. Since its creation in 1959, the Fatah group and later the PLO were influenced and supported by various Arab intelligence communities, the KGB, and its satellite security services in the communist bloc. Beyond solidifying ideological bonds, the cooperation was a marriage of convenience….


Israel und seine Ultraorthodoxe:

‚Shabbat War‘ Heats Up With Plans for a ‚Street Party‘ in ultra-Orthodox City

In the latest call to arms over the observance of the Jewish Sabbath in the public sphere, a group of Israelis is organizing a „street party“ protest for religious freedom in an ultra-Orthodox stronghold, the city of Bnei Brak, on Saturday, September 17. „The time has come to roll up our sleeves and fight for the freedom to live,“ write the organizers on the demonstration’s Facebook page. „It is impossible to remain silent any longer about the violations of the [religious] status quo. It is impossible to limit the movement of people on Shabbat and also on weekdays because of the Haredi political whims.“….