Aktuelles vom 10. September 2016 – 07. Elul 5776 – Schoftim

Neue Nachrichten:

Islam-Debatte:

Der Premier und die Burkinis

Das Bild ging um die Welt: Bewaffnete Polizisten, die am Strand in ihrer Uniform ohnehin eine leicht lächerliche Figur abgeben, nähern sich zwei Frauen und fordern sie auf – sich auszuziehen. Praktisch alle Gemeinden an der Côte d’Azur hatten das Tragen des Burkini verboten. Eine Ausnahme machte der Bürgermeister von Antibes, wo ein etwas zu laut knallender Motor eine Massenpanik ausgelöst hatte, die Dutzende von gar nicht nur leicht Verletzten forderte….


Özogus-Boykott-Aufruf:

„Kauft nicht bei Starbucks“

Selbstverständlich weiß jeder in Deutschland siedelnde Antisemit, egal welcher Herkunft oder ideologischen Neigung er auch sein mag, dass der Aufruf „Kauft nicht beim Juden“ nicht mehr funktioniert. Auch Zuwanderer mit entsprechendem Weltbild lernen schnell, dass sie hierzulande fast all ihren Hass in aller Öffentlichkeit ausleben können, solange sie nur das Wort „Jude“ ersetzen, beispielsweise durch „Zionist“. So gelingt es auch Antisemiten, gesellschaftliche Akzeptanz zu gewinnen. Integration kann manchmal so einfach sein….


Linker Judenhass:

Eine Geschichte der Verharmlosung

Laut einer im Juli 2016 veröffentlichen Studie der Freien Universität Berlin ist Judenfeindlichkeit unter Linksextremen in Deutschland weit verbreitet. Laut der Untersuchung stimmen 34 Prozent der von den Wissenschaftlern zuvor als Linksextremisten eingestuften Personen der Behauptung zu, Juden hätten in Deutschland „zu viel Einfluss“. Unter Personen, die als Linksradikale eingestuft wurden, waren es noch 16 Prozent. Auch über alle politischen Einstellungen hinweg habe die Zustimmung zu dieser Aussage mit 10 Prozent im Vergleich recht hoch gelegen. Der Behauptung, Juden seien „geld- und raffgierig“ stimmten 13 Prozent der Linksradikalen und 34 Prozent der Linksextremen zu….


Rabat:

Das jüdische Erbe in der marokkanischen Verfassung

Die JÜDISCHE RUNDSCHAU traf in Marrakesch (Marokko) die Geschichtswissenschaftlerin und Cambridge-Absolventin Kati Roumani, Mitarbeiterin der dortigen Synagogengemeinde, zu einem Gespräch über die Situation der Juden vor Ort.

JÜDISCHE RUNDSCHAU: Wie kommt es, dass Deine Muttersprache Englisch ist? Bist du in Marokko geboren?

Kati Roumani: Ich bin in London geboren und aufgewachsen. Ich bin eine sephardische Jüdin. Vor acht Jahren kam ich nach Marokko – zuerst nur als Besucherin (ich arbeitete damals für den sephardischen Großrabbiner von Großbritannien, der seinen Sitz in London hat – seine Gemeinde hat offizielle Verbindungen mit dem Botschafter von Marokko und wir haben ein Seminar für marokkanische Regierungsvertreter in London veranstaltet….


50 Jahre Jugendaustausch mit Emek Hefer:

Heimische Delegation nach Israel aufgebrochen

Aus diesem Anlass ist am Donnerstag (8. September) eine Delegation aus Siegen-Wittgenstein mit Landrat Andreas Müller an der Spitze nach Israel gereist. Die eigentliche Festveranstaltung findet am Sonntagabend statt. Zur Delegation aus Siegen-Wittgenstein gehören Vertreter der Kreistagsfraktionen, des Kreisjugendrings – der den Jugendaustausch von Anfang an organisiert –, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und des Aktiven Museums Südwestfalen….


Eine Entgegnung des HEKS:

Und eine Erwiderung darauf

Im dritten Teil seiner Artikelserie auf Audiatur-Online mit dem Titel «Kein Schweizer Geld für antisemitische NGOs?» [Teil 1, Teil 2, Teil 3] hat sich unser Autor Alex Feuerherdt unter anderem mit dem Engagement des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen der Schweiz (HEKS) in Israel und den palästinensischen Gebieten beschäftigt. Dazu erreichte uns nun eine Entgegnung des HEKS, die wir im Folgenden, wie vom Hilfswerk gewünscht, ungekürzt veröffentlichen. Im Anschluss daran nimmt Alex Feuerherdt Stellung zu den einzelnen Kritikpunkten….


Pater Franz von Sales:

Israel und seine Pilger

Wie sicher ist eine Reise in das Heilige Land?

Auf diese Frage kann man keine absolute Antwort geben, die alle Ängste und Vorbehalte mit einem Mal in alle Winde zerstreut. Garantien kann man ebenfalls nicht geben. Es ist wichtig, wenn man eine Reise ins Heilige Land plant, dies im Vertrauen zu tun wie bei jeder Reise, und sich dann gegebenenfalls vorher etwas genauer zu erkundigen, wie denn die politische Lage hier ist. Das Problem mit Israel ist das folgende: Die Medien berichten in der Regel nur einseitig – wenn leider wieder einmal eine Gewaltwelle das Heilige Land überzieht. Dazu kommt ein Mangel von Differenzierung in den Medien, wenn ein Problem auftaucht: Wo es ist, was genau passiert und wer betroffen ist….


Erklärung versucht:

Wie Israel zu einer der größten Start-up-Nationen der Welt wurde

Israel hat etwa so viele Einwohner wie Österreich, gilt aber international als Brutplatz namhafter Start-ups. Warum das so ist, erklärt ein Experte während seines Besuchs in Wien: Innovation ist hier eine Frage des Überlebens – und des Fachwissens, das teils aus dem militärischen Umfeld stammt. Im Mai 2016 verkündete Volkswagen, rund 300 Millionen Dollar in den israelischen Uber-Rivalen Gett zu investieren. Waze, ein israelisches Navigationssystem für Smartphones, wurde im Juni 2013 vom US-Konzern Google übernommen. Wix, ein Tool zum kinderleichten Erstellen von Websites, ist seit November 2013 an der US-Börse Nasdaq gelistet – und damit ist das Unternehmen nicht alleine: An der Technologiebörse in New York findet man mehr Unternehmen aus Israel als aus Indien, Japan und Korea zusammengerechnet….


Klimawandel:

Extrem hitzetolerante Kalkschaler erobern die Mittelmeerküste Israels

Für den Erhalt der Artenvielfalt in Zeiten des Klimawandels ist es wichtig, dass sich einzelne Arten an die veränderten Umweltbedingungen, vor allem an wärmere Temperaturen, anpassen. Entscheidend ist, wie schnell das geschieht. Besonders empfindlich reagieren kalkbildende Lebewesen wie Muscheln oder Korallen. Einige kalkskelettbildende Arten leben in Gemeinschaft mit Algen. Steigt die Temperatur, verlieren diese ihre Algen. Ein deutsch-israelisches Team hat jetzt nachgewiesen, dass einige winzige Meerestiere, die Foraminiferen, unter extrem warmen Bedingungen überleben können, ohne ihre Algen zu verlieren. Ihre Studienergebnisse haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht….


150 Jahre Neue Synagoge Berlin:

Ausdruck eines neuen jüdischen Selbstbewusstseins

Vor 150 Jahren wurde die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße von Berlin eingeweiht. Kaum ein anderer Bau trägt die Spuren und Brüche der wechselvollen jüdischen Geschichte so unvermittelt in sich. „Tuet auf die Pforten, dass einziehe ein gerechtes Volk, das bewahret die Treue.“ Mit goldenen, hebräischen Lettern schmückte die jüdische Gemeinde in Berlin voller Stolz das Eingangsportal ihrer neuen Synagoge, ein Prachtbau, wie ihn Europa noch nicht gesehen hatte. Es war ein angenehmer Spätsommertag, dieser 5. September 1866. Tausende strömten zur Einweihung in die Oranienburger Straße, Pferdefuhrwerke, die Herren mit Zylinder. Die Neue Synagoge war Ausdruck eines neuen jüdischen Selbstbewusstseins. In ihrem maurischen Stil knüpfte sie ganz bewusst an das Goldene Zeitalter in Spanien an….


Hamas:

100 Millionen Dollar für den Terror

Nach Schätzungen aus israelischen und palästinensischen Quellen gibt die Hamas jährlich mehr als 100 Millionen Dollar (circa 90 Millionen Euro) für ihren militärischen Flügel aus. Diese Gelder machen ungefähr ein Fünftel des Gesamtbudgets der Terror-Organisation im Gazastreifen aus. 40 Millionen Dollar werden für den Bau von Tunneln verwendet, durch die Kämpfer aus Gaza nach Israel geschmuggelt werden sollen. Den Rest gibt die sunnitische Organisation unter anderem für Waffensysteme sowie für die Ausbildung und Bezahlung der Kämpfer aus. Das berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“.


Aussenpolitik:

Arabische Liga appelliert wegen Palästinensern an Weltgemeinschaft

Die Außenminister der Arabischen Liga haben mehrere Forderungen an die internationale Gemeinschaft erhoben. Dazu gehört ein Tag der weltweiten Solidarität mit den Arabern in Israel. Die Palästinenser auf den Gebieten von 1948 müssten gegen die „hetzerische und rassistische Politik und Verfassung“ der israelischen Regierung gegen sie unterstützt werden, heißt es. Als Datum für den Tag der Solidarität sei der 30. Januar angedacht, berichtet das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“ am Freitag….


Video des Tages:

Nachlaot, Jerusalem

Nachlaot ist eines der ältesten Stadtviertel Jerusalems außerhalb der Mauern der Altstadt. Die ersten Häuser wurden bereits im Jahr 1875 gebaut. Das Stadtviertel mit seinen engen Gassen, versteckten Hinterhöfen und vielen kleinen Synagogen befindet sich in unmittelbarer Nähe des Machane Jehuda Marktes….

Hier das Video!


Von Links nach Rechts:

Auf Kreuzzug in Kreuzberg

Früher war Sibylle Schmidt Hausbesetzerin, organisierte Punk-Konzerte und schmiss Steine auf Neonazis. Heute kandidiert sie für die AfD in ihrem alten Kiez. Eine Nacht im Berliner Wahlkampf….


Syrischer Bürgerkrieg:

US, Russia clinch deal seeking to end Syrian civil war

The United States and Russia hailed a breakthrough deal on Saturday to put Syria’s peace process back on track, including a nationwide truce effective from sundown on Monday, improved humanitarian aid access and joint military targeting of banned Islamist groups.
„Today, Sergei Lavrov and I, on behalf of our presidents and our countries, call on every Syrian stakeholder to support the plan that the United States and Russia have reached, to … bring this catastrophic conflict to the quickest possible end through a political process,“ US Secretary of State John Kerry told a news conference after marathon talks in the Swiss city….


Es geht in die falsche Richtung:

Israel’s complex Shabbat dilemma

The ink on 1949’s armistice agreements had hardly dried when the Sabbath made Jews turn on each other, as movie theaters in Jerusalem began selling tickets during Shabbat, partly because they lost Christian clients stranded on the city’s Jordanian side. Ultra-Orthodox demonstrators’ consequent storming of the Edison Theater’s box office and their dispersal by club-wielding police soon proceeded downhill to the Eden Theater, where scuffles with ticket buyers soon broke out, before police joined the brawl while a passing traffic cop barged, atop his motorbike, through the crowd, firing his pistol in the air….


Die Entwicklung der Ägyptisch-Israelischen Beziehungen:

No longer a terrorist entity

The Egyptian Foreign Minister brought a breath of fresh air to the decades-long Arab-Israeli conflict when he stated unequivocally on August 21 that Israel could not be considered a terrorist state. This further step toward closer relations between Egypt and Israel resonated throughout the Arab world, where accusing the Jewish state of terror against the Palestinians is a basic propaganda tenet. Sameh Shoukry, meeting high school students in his office, was asked why Israel’s actions against the Palestinians were not considered terrorism. The exchange between the students and the minister was recorded and posted by the Egyptian Foreign Ministry on its Twitter account….


Bericht:

Daesh(i) attack expected on Egypt-Israeli border in the next six months

A senior Israeli military officer stated that Israel is expecting a terror attack from Daesh(i) on the Egyptian border in the coming months, The Telegraph reported Friday. The officer, who spoke anonymously, said that Daesh(i)’s Sinai desert affiliate, Wilayat Sinai, had stolen various items from the Egyptian army, including armored vehicles and anti-tank misses. He said that the weapons are expected to be used on Israel….


US-Aussenministerium kritisiert Wahrheit:

Netanyahu’s ‚ethnic cleansing‘ video sparks US criticism

Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu on Friday said the Palestinians wanted to form a state devoid of a Jewish population and termed it „ethnic cleansing“, drawing sharp criticism from the United States. In a video message, Netanyahu said in reference to the removal of Israeli settlements in the West Bank, „The Palestinian leadership actually demands a Palestinian state with one pre-condition: No Jews. There’s a phrase for that: It’s called ethnic cleansing. And this demand is outrageous.“ Western-backed Palestinian President Mahmoud Abbas has stated that a future Palestinian state would not permit a single Israeli settler to live within its borders….


Dore Gold:

Archaeology is best defense of Jewish connection to Jerusalem

Archaeologists are scientifically proving the Jewish people’s connection to Jerusalem, defending the state of Israel in a way that no one but the IDF can, Director-General of the Ministry of Foreign Affairs Dr. Dore Gold said Thursday night.  Opening the 17th Annual Archaeological Conference, held at the ancient City of David National Park in the capital, Gold addressed „the international attempt to disengage Jerusalem from Jewish history“. Gold specifically focused on a UNESCO resolution adopted in April, which ignored Jewish ties to its holy religious site of the Temple Mount area in Jerusalem’s Old City. Judaism, Christianity and Islam all consider the Temple Mount to be a holy site, but the UNESCO Resolution referred to the area solely as al-Aksa Mosque/al-Haram al Sharif, except for two references to the Western Wall Plaza that were put in parenthesis….


Republikanischer Kongressabgeordneter:

BDS akin to 1930s anti-Semitism

Republican politicians compared the Boycott, Divestment and Sanctions movement to anti-Semitism from the 1930s, at a congressional seminar on the anti-Israel movement in Washington that featured settler leader Yossi Dagan. BDS is “the reemergence of the scourge of anti-Semitism. It is the same hatred just put into new clothing,” Representative Doug Lamborn (R-CO) toldThe Jerusalem Post by telephone on Thursday. Just one day earlier, he was one of a half-a-dozen speakers at the anti-BDS panel discussion at the Rayburn House Office Building, that also featured Samaria Regional Council head Yossi Dagan. John Calvin, the Christian grandson of a Hamas founder, who is living in the United States, spoke at a second panel that was part of the event….


Stille, enge Unterkünfte und keine Frauen:

On board Israel’s most advanced submarine

Haaretz’s military correspondent joined the crew of INS Rahav, the Israel Navy’s newest submarine, on a brief training cruise. He learned about the unique physical and mental demands of service on the IDF’s most expensive war machine, its technological capabilities and why Israeli subs are still off-limits to women….


Rio 2016:

Algeria skips US goalball match at Rio Paralympics, likely to avoid Israel draw

The Algerian women’s goalball team failed to show up for its first match against the US at the Paralympic Games in Rio on Friday, leading to its cancellation and triggering speculation that the absence was due to efforts to avoid a next-round draw against Israel. The Algerian team has yet to arrive in Brazil, Israel’s Channel 2 television reported Saturday morning….