Aktuelles vom 11. März 2016 – 1 Adar II 5776 – Rosch Chodesch 2

Neue Nachrichten:

Terror in Israel:

„Diese Anschläge schaden den Arabern am meisten“

Jardena Manor bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Auch diesen Freitag hat die israelische Reiseleiterin wie jede Woche wieder vor, eine Gruppe von Israelis durch Jaffa zu führen. Der südliche Stadtteil Tel Avivs, der sich selbst als älteste Hafenstadt der Welt anpreist, ist normalerweise ein beliebtes Ausflugsziel ausländischer Touristen und hungriger Israelis. An Wochenenden füllen sie die arabischen Restaurants dieses Viertels. Andere nutzen den Umstand, dass Araber im Judenstaat den Sabbat nicht einhalten müssen – und gehen am arbeitsfreien Tag shoppen. Doch nun könnte das vorbei sein. Denn Dienstagabend fand hier ein blutiges Attentat statt, bei dem ein Palästinenser zwölf Menschen niederstach und einen amerikanischen Touristen tötete. Am Tag darauf waren die sonst gut gefüllten Gassen der Altstadt fast leer….


Tagung in Berlin:

Weltweit wächst der militante Antisemitismus

„Mein Vater ist Jude. Meine Mutter ist Jüdin. Ich bin Jude.“ Dies waren einige der letzten Worte des „Wall Street Journal“-Journalisten Daniel Pearl, bevor er von Al-Qaida-Leuten am 1. Februar 2002 enthauptet wurde. Diese barbarische Tat hätte zu einem globalen Aufschrei führen und die Verbindungen zwischen islamistischer Gewalt und Antisemitismus klarmachen müssen.  Aber selbst wenn es damals ein dahingehendes Bewusstsein gegeben haben mag, hat dies nicht nachfolgende Angriffe ähnlicher, tödlicher Art in Mumbai, Toulouse, Paris, Brüssel, Kopenhagen und anderswo verhindert. Was der Mord an Daniel Pearl aber bewirkt hat, ist Juden weltweit zu signalisieren, dass Jude zu sein in einer Zeit, in der Antisemitismus virulenter wird, in vielen Teilen der Welt ausreicht, um vom Tod bedroht zu sein….


Bürgerkrieg in Syrien:

Überall Feinde

Der Himmel über Aleppo frei von Flugzeugen. Keine Bomben, kein Artilleriefeuer, keine Detonationen. Keine Schreie. Stille in der Stadt. Waffenruhe. Nach fünf Jahren Krieg ist das eine surreale Vorstellung. An diesem Freitag um Mitternacht soll sie wahr werden. So haben es die Außenminister der USA und Russlands, John Kerry und Sergej Lawrow, verkündet: Die syrische und die russische Luftwaffe stellen ihre Bombardements auf Gebiete der Opposition ein, die Rebellen ihren Artilleriebeschuss auf Gebiete des Regimes. Es wäre ein dringend ersehntes Durchatmen für die geschundene Bevölkerung zum fünften Jahrestag der Revolution….


Iran:

Zwei Wetten

Sein Großvater hat vor 37 Jahren die Revolution gegen den Schah angeführt und die Islamische Republik begründet. Doch Hassan Chomeini, der prominente 43-jährige Theologe, darf an diesem Freitag nicht für das wichtigste Gremium des Irans kandidieren – den „Expertenrat“, der über die Nachfolge des Revolutionsführers entscheidet. Der Grund: Herr Chomeini ist den Herrschenden zu liberal. Da hat man den ganzen Irrwitz des iranischen Systems in einer Nussschale: Das Land ist eine autoritäre Scheindemokratie, in der nur systemkonforme Kandidaten zugelassen werden; die lebendige Zivilgesellschaft des Irans bringt trotzdem mehr kreativen Dissens hervor als jedes andere Land der Region (abgesehen von seinem Erzfeind Israel). Dafür steht der Fall Chomeini….


Kritik an Iranischen Raketentests:

Teheran verteidigt sich

Nach neuen Tests seiner ballistischen Raketen muss der Iran scharfe Kritik einstecken. Das Außenministerium von Erzfeind Israel in Jerusalem habe die Tests als schweren Verstoß gegen die Entscheidung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gewertet, der das Atomabkommen des Irans mit den Weltmächten gebilligt habe….


IFFF – Israelfeindliche Gruppe?:

Doch kein städtischer Preis für umstrittene Frauengruppe

Die Frauenrechtsgruppe, die durch anti-israelische Aussagen in die Kritik geraten war, wird nun doch keinen städtischen Preis bekommen. Das hat die CSU im Stadtrat durchgesetzt. Die Preisvergabe wurde abgesagt. Die Debatte darüber war Rathaus-intern eigentlich schon für beendet gehalten worden. Nachdem die Entscheidung in den Ältestenrat verschoben worden war, hatte sich die Münchner IFFF-Gruppe schließlich von einem umstrittenen Aufruf zu einem Boykott Israels distanziert. Allerdings nur gegenüber der Rathaus-Politik, nicht öffentlich. Auf Nachfrage unserer Zeitung hatte sich IFFF München überhaupt nicht geäußert, ob man etwa Abstand zu Texten nehme, in denen eine Münchner IFFF-Aktivistin Israel bezichtigt, es betreibe eine „Vernichtungsmaschinerie“….


Österreichs Politik:

Österreich ignoriert iranischen Antisemitismus

Der Iran testete gestern zwei Langstreckenraketen mit der Aufschrift „Israel muss ausgelöscht werden“. Für die Österreichische Republik ist das kein Grund, den iranischen Staatspräsidenten Rohani nicht zu empfangen. Während bei Gedenkreden gerne der Satz „Niemals wieder!“ Verwendung findet, sind diese Worte schnell vergessen wenn es um den Iran geht. Dafür wird Israel selektiv bei Empfängen, unter Außerachtlassung der diplomatischen Etikette, kritisiert. Es stellt sich die Frage, ob es sich hier nur um ökonomischen Egoismus handelt oder ob die Gründe nicht tiefer liegen….


Start-up-Szene:

Kooperationen zwischen Tel Aviv und Berlin?

Berlin ist in Deutschland Place to be und der ideale Nährboden für Start-ups und Innovationen. Jährlich sprießen hier um die 500 neue digitale Start-ups aus dem Boden. Weltweit einmalig? Nicht ganz, denn ca. 3.000 Kilometer weiter südöstlich befindet sich eine weitere Oase für Gründer: In Tel Aviv, der zweitgrößten Stadt Israels, sind Start-ups bereits seit langem fester Bestandteil des Ökosystems. In dem kleinen Land zwischen Mittelmeer und Jordan gibt es rund 5000 Start-ups. Die Szene ist jung, dynamisch, international. Unter Gründern gilt Tel Aviv nach dem Silicon Valley als zweitbester Ort der Welt. „Wir können viel von Israel lernen“, sagte einst der Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel….


Nach Anschlägen:

Polizei gegen illegale arabische Arbeiter

Am Dienstag sind bei einer Messerattacke in Jaffa ein amerikanischer Tourist getötet und 12 weitere Menschen teilweise erheblich verletzt worden. Der Täter, Bashar Masalha, war ein Palästinenser aus den Autonomiegebieten, der sich illegal in Israel aufhielt. Seit diesem Vorfall greift die Polizei viel härter gegen diese Illegalen durch, deren Zahl sich nach Angaben der Sicherheitsbehörden im Verlauf des letzten Jahres, und vor allem seit Beginn der Terrorwelle im Oktober 2015, wesentlich erhöht hat….


Drängen von US-Vizepräsident getrotzt:

Abbas vermeidet Verurteilung der Attentate auf Israeli

Trotz des Drängens von US-Vizepräsident Joe Biden hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas eine ausdrückliche Verurteilung der Attentate gegen Israelis auch am Donnerstag vermieden. Abbas sprach sich in Ramallah nur in allgemeiner Form gegen Gewalt in der politischen Auseinandersetzung aus. «Unsere Hand ist weiter ausgestreckt für einen Frieden, der auf den Menschenrechten aller beruht. Wir sind gegen Gewalt, Extremismus und Terror, egal von welcher Seite sie ausgehen», sagte der Palästinenserführer bei einer Pressekonferenz mit dem rumänischen Staatschef Klaus Iohannis….

Und so kommentierte das PA-Fernsehen das Jaffa-Attentat: Hier das Video!


UN-Sonderberichterstatter:

Iran richtete 2015 fast 1000 Menschen hin

Im Iran sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) im vergangenen Jahr fast 1000 Menschen hingerichtet worden, die höchste Zahl seit zwei Jahrzehnten. Ein großer Teil der Todesurteile sei wegen Drogenbesitzes verhängt worden, erklärte am Donnerstag der UN-Sonderberichterstatter Ahmed Shaheed. Das iranische Recht sehe zudem Hinrichtungen für Korruption und gewisse sexuelle Handlungen vor. Besonders besorgniserregend seien die Berichte über 16 Hinrichtungen von Jugendlichen unter 18 Jahren. Dies sei nach internationalem Recht „strikt und unmissverständlich“ untersagt….(Welche Auswirkung hat der Bericht? – Keine! WD)


Berlin:

Angehende israelische Diplomaten zu Gast

Ihr Feld ist die Welt. Ihr Lebensweg eine Tombola. Diplomaten sind berufliche Globetrotter – wo und was sie in fünf Jahren sind, ist ungewiss. Für die sechs israelischen Nachwuchsdiplomaten, die derzeit Berlin besuchen, wird diese Ungewissheit zum Lebensbegleiter. Seit November 2015 durchlaufen sie bereits die Diplomatenausbildung, im Sommer werden sie in ihr erstes Einsatzgebiet ausreisen. Von Jerusalem geht es für sie in die weite Welt – ob sie die kommenden Jahre in Neu-Delhi, Lima, Nairobi oder sonst wo verbringen, haben sie erst vor einer Woche erfahren….


Genf:

Pro-Israelische Demonstration gegen Doppelmoral des UN-Menschenrechtsrats

Eine Koalition von pro-israelischen Organisationen aus ganz Europa und Israel, will am Montag dem 21. März 2016 vor dem Menschenrechtsrat der UNO in Genf protestieren. Als Hauptredner an der Kundgebung soll der Knesset Abgeordnete Yair Lapid auftreten. Hunderte von Israel-Befürwortern aus ganz Europa wollen sich in Genf zu einer Demonstration gegen die Heuchelei und die Doppelmoral des Menschenrechtsrats und dessen Voreingenommenheit gegen Israel treffen, so das Ziel der Organisatoren. Die Demonstration sei so organisiert, dass sie zeitlich mit der Menschenrechtsratssitzung über neue Anti-Israel-Resolutionen zusammenfällt, heisst es in einer Mitteilung….


Arabische Welt:

Israel verbessert Reisemöglichkeiten für Palästinenser in Gaza

Seit 1997 dürfen Palästinenser aus dem Gazastreifen aus Sicherheitsgründen nur in besonderen Fällen über den Allenby-Übergang zwischen Jordanien und Israel ausreisen. Wie die Tageszeitung „Ha‘aretz“ berichtet, durften bislang pro Woche 100 Palästinenser aus dem Gazastreifen diesen Grenzübergang benutzen. Unter anderem aus medizinischen Gründen und wenn sie zu wichtigen Konferenzen oder für ein Studium ins Ausland mussten. Das soll sich ändern: Um ins Ausland zu gelangen, erlaubt Israel nun grundsätzlich Palästinensern aus dem Küstengebiet, wieder durch das Westjordanland und Israel zu reisen….


Arabisches Terroropfer:

Terror kennt kein Limit

Mohammed Wari (26) wurde am Dienstag bei dem Terrorangriff in Jaffo verletzt. Er hatte gerade seine Wohnung im Wohnviertel Newe Zedek für seinen wöchentlichen Jogging-Lauf verlassen, als er von dem Angreifer überrascht wurde. „Ich sah, wie jemand vor mir zu Boden fiel, und dann wurde ich auch schon angegriffen. Der Täter hielt mich fest und stach mir in die Schulter“, berichtete Mohammed gegenüber den israelischen Medien. Wari stammt aus Ost-Jerusalem, er war vor einigen Jahren nach Newe Zedek bei Jaffo umgezogen, da er Arbeit in einer High-Tech-Firma gefunden hatte….


Video des Tages:

Zeichentrickfilm zu Bäumepflanzen

Im heutigen Zeichentrickfilm lernt ein hungriges Häschen durch den freundlichen Dschinni aus der blauen Spendenbüchse des KKL, wie man Bäume pflanzt….

Hier das Video!


Palästinensischer Sender geschlossen:

Israel shutters Palestinian radio station for incitement in overnight raid

The Shin Bet (Israel Security Agency) together with the IDF and Israel Police shut down an Islamic Jihad media channel in Ramallah, security forces said on Friday. The move comes one day after the security-diplomatic cabinet approved a decision to close Palestinian media outlets that incite to terrorism against Israelis. The decision was taken following a spate of Palestinian knife and firearm attacks around the country in recent days….


Dakar:

Senegal Presidential adviser to ‘Post’: Female politicians highlight country’s success

The Théodore Mond African Art Museum in Dakar, Senegal, is hosting a 30-year exposition and retrospective on photography of African women by photographer Angèle Etoundi Essamba. The photos in black and white and color show women facing many of the struggles of rural life in Africa. Drawing water, paddling a canoe, village life, agriculture. But increasingly for this West African nation of 14 million, celebrating International Women’s Day on March 7, women are playing a major role in politics….


Riga – Litauen:

Latvian lawmakers to participate in annual SS march through capital

Latvian Waffen SS veterans and their supporters, including several members of parliament, are set to march in the capital Riga Wednesday in an event that has become an annual tradition. At least several members of the rightest All for Latvia party will join the parade, which marks Latvian Legion Day – an unofficial holiday honoring those who fought in the anti-Soviet Latvian Legion – a unit of the Waffen SS, according to reports by the Baltic Course and TASS news agency….


Kommentar:

Dividing Jerusalem – Capitulation or pragmatism?

Jerusalem, perhaps the world’s most contested capital, is indeed a tale of two cities. In fact, it is a city that frequently resembles parallel universes. While ideologues and politicians endlessly bicker over rightful sovereignty, a simple truth remains: Based on any meaningful metric, the “united model” of the capital upheld since the 1967 Six Day War has abjectly failed. It has failed to keep Jewish women and children on the Western side safe from Arab killers living in the east – killers who are indoctrinated at birth into a profoundly hateful culture that celebrates death the way Jews are taught to celebrate life – and it is no longer tenable, or sustainable….


Sohn eines Terroropfers zu Biden:

US can do more to reduce Palestinian terrorism

„Chose love, not hate,“ Micah Lakin Avni told US Vice President Joe Biden on Thursday as he urged him to push the Obama administration to clamp down on Palestinian terrorism. “The American government is funding [Palestinian Authority President Mahmoud] Abbas,” said Avni, yet the Palestinian leader is glorifying those who kill US citizens….


Mandatsrecht soll gelöscht werden:

Deri boosts freedom of press, canceling British Mandate-era Press Ordinance

Interior Minister Arye Deri made a historic move to increase Israel’s freedom of the press Thursday, canceling a British Mandate-era requirement of a government- issued license to publish a newspaper. Deri proposed legislation by which the 1933 Press Ordinance would be repealed. Instead, if his bill passes, the Attorney-General’s Office will handle extreme cases, such as harm to national security and public welfare….


Studie:

Arabs underrepresented in Hebrew media

A joint study found that Arabs interviewees are underrepresented in Hebrew broadcast media at a rate of only 2 percent, and a group of organizations plan to monitor their representation, Edan Ring, director of an NGO involved in the equal media project, told The Jerusalem Post on Thursday. “The Hebrew media influences public opinion and the way Arabs are viewed by the Jewish public,” Ring said, adding that most Arabs that appear in the media are related to the Arab-Israel conflict or terrorism….


Analyse:

After five years of civil war, it’s time to bid farewell to Syria

Approximately five years have elapsed since the popular protest against Bashar Assad’s regime began in Syria — a protest that spiraled into a blood-drenched civil war that has claimed the lives of nearly half a million people. After years of battle, murder, massacre, and even attacks with chemical weapons, no end seems to be in sight…What remains is an area of land that is split, torn, and divided among hundreds of groups of armed men fighting against one another and working hard to wipe out anything that might be left of it….


Bock zum Gärtner:

Candidate for UN’s Palestine observer compares Israel to Islamic State, watchdog says

The United Nations Human Rights Council has tapped a British professor, who has accused Israel of apartheid and compared it to the Islamic State, to be its investigator into human rights violations in the Palestinian territories, a UN watchdog group reported Thursday. A committee charged with reviewing candidates to replace Makarim Wibisono, who will leave the position at the end of March, has recommended Penny Green — a professor of law and globalization at Queen Mary University of London — as its first choice for the role….