Aktuelles vom 13-02-2015

13.02.2015                      24.Schwat 5775

Neue Nachrichten:

Staatsanwalt:

Aufruf zum Judenmord ist legitime Israel-Kritik

​Mittlerweile vergeht kaum noch ein Tag ohne neue erschütternde Meldungen über den wachsenden Antisemitismus in Europa. Heute beschäftigt ein Fall aus Österreich die israelische Öffentlichkeit. Dort hatte ein Türke auf Facebook Adolf Hitler mit einem Lob für die Ermordung der Juden zitiert. Er habe damit Israel wegen des Gazakriegs kritisieren wollen, erklärte er zu seiner Rechtfertigung. Die Staatsanwaltschaft Linz stimmte dem zu: „Die Aussagen waren keine Verherrlichung von Hitler, sondern eine Unmutsäußerung gegenüber Israel“, erklärte ein Sprecher der Behörde gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten….

 

Wirbel um Bremer Predigt:

Religion als hochentzündlicher Gefahrenstoff

Der katholische Reliquienkult sei „Dreck“, das islamische Zuckerfest „Blödsinn“, und Buddhafiguren zeigten einen alten, fetten Mann – ein Bremer Pastor hat eine deftige Predigt zum christlichen Selbstverständnis gehalten. Das Land ist außer Rand und Band. Eine Sittengeschichte….

 

Buchmesse in Jerusalem:

Die Araber werden vermisst

​Aber auch namhafte israelische Verlage fehlen bei der internationalen Buchmesse in Jerusalem. Zumindest olfaktorisch hat das mit Literatur wenig zu tun: Der würzige Duft frisch gegrillter Hamburger erfüllt den Korridor, der zur wichtigsten Buchmesse Israels führt, und stimuliert eher den Magen als das Hirn. Auch sonst bietet die 27. Internationale Buchmesse in Jerusalem ein anderes Ambiente, als treue Fans es gewöhnt sind: "Nach 50 Jahren, in denen wir die Messe alle zwei Jahre im alten Jerusalemer Kongresszentrum abgehalten haben, haben wir uns dieses Mal dazu entschlossen sie woandershin zu verlegen", erklärt Direktor Yoel Makov der "Welt"….

 

Religion:

Was macht eine Predigt zur Hasspredigt?

Der IS verbreitet Hass. Aber auch ein Pastor aus Bremen bezeichnete die Reliquien der Katholiken als Dreck. Eine dumme Predigt ist aber noch lange keine Hasspredigt. Was und wer Hass predigt, dazu gibt es in diesen Wochen ein paar Beispiele. Die Videos der Terrorgruppe IS gehören dazu. Ihre Filme von der Hinrichtung Gefangener und entführter Geiseln verkünden eine Botschaft reinen Hasses. Die Gruppe begründet sie religiös. Ihre Videos spiegeln das Gottesbild der Verantwortlichen wider….

 

Pressefreiheit weltweit:

Italien stürzt auf Platz 73 ab

Der Jahresbericht von "Reporter ohne Grenzen" zeigt: Im vergangenen Jahr haben Verstöße gegen die Pressefreiheit um acht Prozent zugenommen. Besonders Journalisten in Krisengebieten berichten unter Lebensgefahr. Auch nichtstaatliche Akteure verhielten sich mitunter "wie Despoten" und behinderten die Arbeit der Presse, erklärte der Vorsitzende der Organisation. Deutschland belegt in der aktuellen "Rangliste der Pressefreiheit" Platz zwölf. Unter Lebensgefahr arbeiten insbesondere Journalisten, die aus den folgenden Krisengebieten berichten: Gaza-Krieg zwischen Israel (101, um fünf Plätze verschlechtert) und der Hamas (Palästinensergebiete 140, um zwei Plätze verschlechtert)….

 

Vor 15 Jahren:

An der Seite Israels

Es ist eine eigenartige Stimmung an diesem Mittwochmorgen, dem 16. Februar 2000: Als Bundespräsident Johannes Rau die Knesset in Jerusalem betritt, ist der Plenarsaal halb leer. Die meisten israelischen Abgeordneten sind nicht an ihrem Platz. Dabei ist dies ein historischer Tag, 55 Jahre nach dem Ende des Holocaust, dem Millionen Juden zum Opfer gefallen waren, soll der Sozialdemokrat Rau als erstes deutsches Staatsoberhaupt vor dem israelischen Parlament sprechen – in deutscher Sprache….

 

Wetter:

Sandsturm lähmt Flugverkehr in Nahost

​Ein heftiger Sandsturm hat am Mittwoch im Nahen Osten zur Schliessung des Suezkanals und zu einem Flugverbot in Israel geführt. Den zweiten Tag in Folge verdunkelte der aus der Wüste kommende Sturm die ägyptische Hauptstadt Kairo, deren Skyline kaum zu erkennen war….

 

Berlin:

Volle Kirche mit Konvertiten aus Nahost

​Wo für die Politik Flüchtlinge oft nur gleich Islam sind und Kirchen über leere Bänke klagen, hat ein Berliner Pfarrer Erfolg, indem er hunderte bisherige Muslime zum Christentum begeistern kann. Während für manche Politiker angesichts steigender Flüchtlingszahlen der Islam zu Deutschland gehört und man als Zeichen einer sogenannten »Willkommenskultur« im Vorfeld einer Pegida-Demonstration in Dresden vor der Frauenkirche 175 islamische Gebetsteppiche ausbreitet, man sich damit mehr um eine bestimmte Religion als um die einzelnen Menschen kümmert, gibt es auch eine andere Entwicklung im Umgang mit Zuwanderung….

 

Tierpark Klingenthal:

Tierpark plant großes Gehege für Damwild

Dieses Jahr entsteht ein 2500 Quadratmeter großes Areal, auf dem künftig Mesopotamisches Damwild leben soll. Die vom Aussterben bedrohte Art findet auch in der Bibel Erwähnung.​ Im Ursprungsland der biblischen Geschichte galten Damhirsche als "reine Tiere", die am Hof Salomons verspeist werden durften. In bildhaften Vergleichen der Heiligen Schrift wird auf ihre Gewandtheit und Genügsamkeit abgestellt. Im Psalm 42 heißt es: "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir."….

 

Wetter:

Klimawandel mit Unwetter-Karte entschlüsselbar

​Mit einem neuen Algorithmus wollen israelische Forscher der Tel Aviv University errechnen, welche Effekte der Klimawandel weltweit auf die Häufigkeit von Gewittern und deren Heftigkeit hat. Mit einer erstmals speziell erstellten Gewitter-Karte ist den Forschern ein erheblicher Fortschritt gelungen….

 

Imam-Ausbildung:

Muslime eifern dem reformierten Beispiel nach

Angesichts der hitzigen Debatte rund um die Imam-Ausbildung lohnt sich ein Blick auf die Ausbildung der Geistlichen in anderen Religionen. Die Freikirchen taugen weniger zum Vorbild als die Landeskirchen.​…

 

Israel-Preis:

Grossman kandidiert nicht für Israel-Preis

Nach einer Kontroverse um den Israel-Preis hat der Schriftsteller David Grossman seine Kandidatur für die Auszeichnung zurückgezogen. Zuvor hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein Veto gegen zwei Bewerber für die Preisjury eingelegt. Das berichteten israelische Medien am Freitag….

 

​Die Palästinenser im Bruderkonflikt:

Unerschütterlich auch in der Isolation

​Die Hamas hat auf internationaler Ebene kaum mehr verlässliche Freunde, die Türkei Erdogans ausgenommen. In Gaza selber ist sie populär wie eh und je. Emotionen werden im Nahen Osten ungeschützt gezeigt. Was Europäer als übertrieben, unangenehm distanzlos, ja kitschig berühren mag, gilt hier als intensiv und authentisch, so etwa das Video, in dem die Hamas, die palästinensische Terrororganisation, die Kluft beklagt, die sie von ihren ägyptischen muslimischen Brüdern trennt….

 

Freitag, der 13.:

Woher kommt die Angst vor diesem Datum?

Freitag, den 13., gibt es 2015 gleich dreimal – mehr geht nicht in einem Jahr. Aber warum glauben wir eigentlich, dass diese Zahl an diesem Tag Pech und Unglück bringt? "Im gesamten Judentum ist die 13 eine Glückszahl", sagt der Augsburger Bibelwissenschaftler Jürgen Werlitz. Zwar tauche die Zahl als solche im Alten Testament nur 29 mal auf. Aber vor allem eine Passage habe es in sich. In dem vermutlich im vierten Jahrhundert vor Christus verfassten Buch Ester wird der "dreizehnte Tag des zwölften Monats" für das Volk Israel zum Schlüsseldatum….

 

​An einem Tisch:

Religion ist keine Bedrohung

​»Keine Angst vor Religion!« – unter diesem Motto fand am Mittwochabend der Interreligiöse Dialog der Landeshauptstadt erstmals im Demmlersaal des Rathauses statt. Im Interreligiösen Dialog sind Vertreter der großen Religionen Judentum, Christentum und Islam verbunden und treffen sich regelmäßig zum Gedankenaustausch. Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Organisation der jährlich stattfindenden interreligiösen Woche in Oktober….

 

Berlin:

Preußen-Stiftung gibt acht Kunstwerke zurück

​Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat acht Kunstwerke an die Nachfahren des früheren Berliner Verlegers Rudolf Mosse zurückgegeben. Die Werke waren der jüdischen Tochter des Verlegers in der Nazi-Zeit abgenommen und versteigert worden….

 

Das religiöse Leben in Leipzig:

Was glauben die denn? Mehr als ein Spiel von Molekülen am Rande des Nichts

​Für die meisten Leipziger spielen Religion und Glaube im Alltag keine bestimmende Rolle. Katholikentag, Reformationsjubiläum und die jüngsten Debatten um den Islam sorgen jedoch dafür, dass Glaube zum öffentlichen Thema wird. Das ist Grund genug, in Leipzig jene aufzusuchen, die an Gott oder etwas Göttliches glauben, und die Frage zu stellen: "Was glauben die denn?" – eine Reihe zum vielfältigen religiösen Leben in Leipzig….

 

Kultur:

Hebräische Lieder am Frauentag

​Die Kommunale Stelle für Gleichstellung des Landkreises Waldshut lädt gemeinsam mit dem Freundeskreis Jüdisches Leben in Tiengen am Vorabend des Internationalen Frauentags Menschen aller Kulturen, Generationen und Religionen zu einem Konzert mit hebräischen Liedern nach Tiengen ein. Am Samstag, 7. März, beginnt die Veranstaltung um 18 Uhr mit einem koscheren Buffet in der Galerie im Heimatmuseum im Schloss in Tiengen….

 

Konrad-Adenauer-Stiftung:

Studien- und Dialogprogramm für junge Politikberater aus Israel

​Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung sind in dieser Woche junge Politikberater aus Israel zu Gast in Berlin um sich mit der deutschen Gesellschaft und dem politischen System vertraut zu machen, gemeinsame Interessen der deutsch-israelischen Zusammenarbeit zu identifizieren und nachhaltige Kontakte mit deutschen politischen Vertretern zu knüpfen….

 

Geschichte als Comic:

„Wegschauen ist eine aktive Entscheidung“

​Wie eine mutige Frau zur NS-Mitläuferin wird: Barbara Yelin hat in der Stadtbibliothek ihren Comicroman „Irmina“ vorgestellt, der ein finsteres Kapitel deutscher Geschichte in eine leichte Form verpackt….

 

London:

Facebookverbot für "Hassverbrechen"

​Im Vereinigten Königreich wird überlegt, Autoren von "Hassbotschaften" eine ähnliche Behandlung wie Sexualverbrechern zukommen zu lassen. Wer online widerholt Botschaften verbreitet, die die Regierung als hasserfüllt erachtet, soll zum Beispiel den Zugang zu Facebook und Twitter verwehrt bekommen….

 

Treffen mit Deutsch und Lauder:

"5.000 jüdische Einwanderer für Wien"

Geschichtsunterricht auf der einen, "doppelt so harte Strafen für Hassverbrechen" auf der anderen Seite – die beiden Präsidenten fordern eine "Null Toleranz"-Politik gegen Rassismus. Ronald Lauder kritisiert aber auch die Einwanderungsbestimmungen Österreichs: "Von Immigration profitieren Land und jüdische Gemeinde."​….

 

Tschechien, die Slowakei und Israel:

25 Jahre Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen

​Die Tschechische Republik, die Slowakei und Israel gedenken der 25-jährigen Wiederaufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen. Diese war nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs möglich geworden. Die Beziehungen befinden sich heute, 25 Jahre später, auf einem hohen Niveau, das die tiefen Wurzeln der tschechisch-jüdischen und der slowakisch-jüdischen Beziehungen reflektiert….

 

Schmuggel:

Terror-Schiff der Hamas abgefangen

Am 19. Januar haben Marine-Schiffe der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) gemeinsam mit dem Allgemeinen Sicherheitsdienst (SHABAK) ein Schiff abgefangen, das sich auf dem Weg vom Sinai zum Gazastreifen befand. Auf dem Schiff befand sich flüssige Glasfaser zur Produktion von Raketen und Mörsergranaten. Drei Verdächtige wurden festgenommen und haben inzwischen gestanden, dass die Ladung für die Hamas bestimmt gewesen sei….

 

Judentum:

Moreh Newukhim: Lehrer der Beschämten

Wie die Denker unter den Theologen in der Frage auseinandergehen, ob die Werke Gottes von seiner Weisheit oder ausschließlich von seinem Willen abhängen, ohne daß überhaupt ein Zweck in ihnen zu suchen sei, in derselben Weise gehen sie auch in betreff der Gebote auseinander, die uns gegeben sind….

 

Gesellschaft:

Seit 1.000 Jahren heiraten Drusen untereinander

Drusen sind eine seperate ethnische Gruppe. Das hat eine genetische Untersuchung, durchgeführt von vier israelischen Universitäten und medizinischen Zentren, ergeben. Die rund 1,5 Millionen Drusen leben vor allem im Libanon, in Syrien und Israel.​…

 

Innenpolitik:

Mehr Folter-Vorwürfe gegen Inlandsgeheimdienst

Die Zahl der Beschwerden wegen Folter gegen den israelischen Inlandsgeheimdienst „Schabak“ hat sich seit 2012 vervierfacht. Doch in keinem der 850 Fälle wurde ermittelt. Das behauptet die Nichtregierungsorganisation „Ärzte für Menschenrechte“.​…

 

Israel vor den Wahlen:

Suabi von Wahlen ausgeschlossen

Das Zentrale Wahlkomitee hat die arabische Knessetabgeordnete Hanin Suabi am Donnerstag von den bevorstehenden Wahlen ausgeschlossen. Der Grund sind umstrittene Äußerungen der 45-Jährigen. Bei der Abstimmung votierten 27 Mitglieder des Komitees für den Ausschluss Suabis und sechs dagegen. Das Komitee besteht aus Vertretern verschiedener Parteien. Den Vorsitz hat der arabische Richter Salim Dschubran. Die Entscheidung muss noch vom Obersten Gericht bestätigt werden….

 

Regen, Schnee und Sandstürme:

Wetterkapriolen im Heiligen Land

​Das stürmische Winterwetter trifft Israel weiter mit voller Härte. Regen, Schnee und heftige Windböen haben für Unfälle und Stromausfälle im ganzen Land gesorgt. Die für die Jahreszeit ungewöhnliche Kälte lässt die Menschen frieren. Der Sturm hat Unmengen von Sand in die Atmosphäre getragen, in Tel Aviv war dadurch die Sicht extrem stark beeinträchtigt. Eine grundlegende Änderung des Winterwetters ist bislang nicht in Sicht….

 

​Analyse:

Hezbollah fighters, Iranian operatives flowing into southern Syria

The Syrian civil war has allowed Hezbollah to extend its reach from its home base in southern Lebanon, into southern Syria.​ According to international media reports, Israel carried out the January 18 air strike, with Western intelligence sources later saying that the targets were setting up a significant Iranian-Hezbollah terrorist base designed to target Israel….

 

Bürgerkrieg in Syrien:

Syrian rebels call on Israel to bomb Hezbollah-Iran-Syria positions

Israeli Druse in touch with Rebels tells ‘Post’: The Syrian opposition asked for me to relay a message to the Israeli Prime Minister that Israel should give Hezbollah and Iran another hard hit.​…

 

Westjordanland:

Ya'alon pushes for water hookup in order to open new Palestinian city Rawabi

Rawabi, which is located on a Samaria hilltop between Ramallah and Nablus, is the first planned Palestinian city in the West Bank that offers affordable modern homes. To help the new Palestinian​ city of Rawabi open its doors to its first residents, Defense Minister Moshe Ya’alon (Likud) has ordered water to be hooked up to its large apartment buildings….

 

PA:

Mahmoud Abbas in Belgium to rally support for Palestinian statehood bid

Abbas arrived in Brussels after a three-day visit to Sweden, where he inaugurated the Palestinian embassy in Stockholm. Palestinian Authority President Mahmoud Abbas, who is currently visiting Brussels, met with the Minister-President of the Flemish Government, Geert Bourgeois, on Thursday….

 

Einmal Terrorist, immer Terrorist:

South African Jews to protest against visiting Palestinian terrorist

The visit of Palestinian terrorist Leila Khaled to South Africa has riled that country’s Jewish community which has announced that it will hold a protest against the former airplane hijacker in Cape Town on Friday….

 

Wunschtraum:

Why is Erdogan asking Cuba to let him build a mosque in Havana?

Last November, Erdogan told a conference of Muslim leaders from Latin America in Istanbul that Muslims had reached the Americas in the 12th century, before the European explorer Christopher Columbus.​…