Aktuelles vom 20. Oktober 2016 – 18. Tischrei 5777 – Chol Hamo’ed 3

Neue Nachrichten:

TRAGÖDIE UM ALEPPO:

Russland verlängert die Feuerpause für Aleppo um drei Stunden

Die Meldung kam wenige Minuten vor dem Auftakt der Gespräche von Kremlchef Wladimir Putin in Berlin: Die für Donnerstag geplante Feuerpause in der syrischen Stadt Aleppo soll länger dauern als bisher geplant. Die „humanitäre Pause“ werde auf Bitten internationaler Organisationen von acht auf elf Stunden ausgeweitet, teilte die russische Armee in Moskau mit. Kampfflugzeuge der russischen und der syrischen Armee würden in dieser Zeit zu Aleppo einen Abstand von mindestens zehn Kilometern einhalten. Die Waffenruhe soll demnach von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr (Ortszeit, 07.00 Uhr bis 18.00 Uhr MESZ) gelten. Moskau hatte am Montag die Waffenruhe für Aleppo angekündigt. Bereits seit Dienstagmorgen wurden offenbar keine neuen Luftangriffe auf Aleppo mehr geflogen….


Irak:

Daesh(i)-Anführer fliehen aus Mossul

Seit dem Beginn der Offensive auf Mossul sind nach Angaben der US-Streitkräfte mehrere Anführer der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (Daesh(i)) aus der zweitgrößten irakischen Stadt geflohen. Der für das Bodenkommando der Anti-Daesh(i)-Koalition zuständige US-Generalmajor Gary Volesky sagte bei einer Videopressekonferenz von Bagdad aus, vermutlich würden am Ende die ausländischen Daesh(i)-Kämpfer in der Stadt bleiben. „Wir sagen dem Daesh(i), dass ihre Anführer sie im Stich lassen.“….


Vorfälle in Alt-Treptow und Mitte:

S-Bahn-Kontrolleure beleidigen Touristen aus Israel

Zwei Kontrolleure der Berliner S-Bahn sollen einen israelischen Touristen antisemitisch beleidigt haben. Weil der 35-jährige Tourist am Dienstagvormittag auf dem S-Bahnhof Treptower Park nur eine abgelaufene Fahrkarte hatte, verlangten die beiden Männer seinen Ausweis, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Nach Aufnahme der Personalien hätten die beiden Kontrolleure, die als südländisch beschrieben wurden, den Besucher aus Israel antisemitisch beleidigt. „Hau ab, du jüdisches Schwein!“, sollen sie unter anderem gesagt haben….


Israel:

Versöhnung beginnt mit einer Umarmung

Bei einer vor kurzem in der Knesset abgehaltenen Ehrung für Erste- Hilfe-Personal sowie Mitarbeiter von Such- und Rettungsdiensten passierte etwas, das erneut demonstrierte, von woher Frieden und Versöhnung kommen müssen – von den Menschen selber. Es war eine der Szenen, die man unter dem Motto „Nur in Israel“ einstufen kann….


Versuchte Messerattacke:  

Terroristin wurde erschossen

An der Tapuach Kreuzung in Samaria hat eine Araberin heute versucht, dort stationierte israelische Soldaten mit einem Messer niederzustechen. Die Soldaten konnten jedoch rechtzeitig reagieren und erschossen die Terroristin. Der Vorfall erreichte sich gegen 12:50 Uhr Ortszeit. Eine arabische Frau näherte sich Sicherheitskräften des Grenzschutzes….


Tempelberg:

Auch Israel ist mitschuldig

Auch wenn die jüngste Entscheidung der UNESCO keinen historischen Sinn macht und aus israelischer Sicht eine pure antiisraelische Entscheidung ist, so sind Israels Regierungen mit für diese irre Resolution verantwortlich. Es ist leicht zu behaupten, dass dies eine politische, hypokritische und antisemitische Entscheidung sei. Es stimmt auch, dass Jerusalem nicht ein einziges Mal im Koran vorkommt und in der Bibel hundertmal. Natürlich ist allen klar, dass der erste und zweite jüdische Tempel dort gestanden hat. Aber was haben die israelischen Regierungen geleistet, dies neben dem Geschrei gegen UNESCO, dies vor Ort zu beweisen? Eine Selbstkritik….


Jerusalem:

Streit um den Tempelberg

Mit der Annahme einer umstrittenen Resolution zum Status des Jerusalemer Tempelbergs hat die Weltkulturorganisation UNESCO nach Meinung des für die Klagemauer zuständigen Rabbiners Schmuel Raboniwitz ihr Existenzrecht verwirkt. Die UNESCO, die „im Namen höherer Werte gegründet wurde, hat Israel angegriffen, das die Zugänglichkeit der Heiligen Stätten aller Religionen sicherstellt“, zitiert ihn der israelische Sender „Arutz Scheva“ am Dienstagabend….


Abseits:

Wie war das mit Nein zu Rassismus?

Vor praktisch jedem wichtigen Spiel auf europäischer Ebene tritt der Fernsehkonsument Aug’ in Aug’ mit den Fußballstars aller Couleur. Die Botschaft, die Lionel Messi, Gareth Bale und Co. in ihren Landessprachen verkünden, ist ebenso simpel wie einprägsam – „Say NO to Racism“. Die UEFA-Kampagne geht unter die Haut und lässt den unter Korruptionsproblemen leidenden Verband wertvolle Image-Punkte sammeln – ob sie im Kern auch ernst gemeint ist, darf aber bezweifelt werden. Denn da wäre der Fall des Alireza Jahanbakhsh, eines iranischen Profis in Diensten von AZ Alkmaar, den man nun nicht ob seiner Fußballkünste, sondern seiner Einstellung gegenüber Juden und Israel kennt….


Kommentar Unesco-Resolution zu Israel:

Der Tempelberg kann warten

Manch einer mag in der Schule nicht gut aufgepasst haben. Wer dem Judenstaat eine Verbindung zum Tempelberg und der Klagemauer abstreitet, der hat vermutlich auch von Jesus noch nie etwas gehört. Ausgerechnet die weltweit für das Kulturerbe zuständige UNESCO bekleckert sich nun nicht mit Ruhm, indem sie die von mehreren arabischen Ländern eingereichte Resolution zum Schutz palästinensischen Kulturguts nicht auf die korrekte Wortwahl prüfte, bevor sie sie billigte. Die Entscheidung in Paris ist kontraproduktiv. Nicht nur dass die Kritik an Israel schlampig daherkommt – auch an welcher Stelle die UNESCO ansetzt, ist unsinnig. Erst seit Israel die Kontrolle über die Altstadt hat, steht Anhängern der drei Religionen der Zugang zu ihren heiligen Stätten grundsätzlich offen….(Auch wenn die Waqf den Zugang für Juden und Christen immer mehr einschränkt


Gedenken:

Vor 75 Jahren begann die Juden-Deportation

Mit Blick auf den Beginn der systematischen Juden-Deportationen durch die Nazis vor 75 Jahren hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) zu Engagement gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit aufgerufen. Die Demokratie allein mache nicht immun gegen Extremismus und Faschismus, sagte er am Mittwoch bei einer Gedenkstunde am Berliner Mahnmal „Gleis 17“. „Darum sind solche Gedenkveranstaltungen so wichtig – nicht nur, weil sie Respekt vor den Opfern zum Ausdruck bringen, sondern auch die Verantwortung, die sich daraus für die Zukunft ergibt.“….