Aktuelles vom 22. Juli 2016 – 16 Tammus 5776

Neue Nachrichten:

Türkei:

„Tausende junge Menschen werden versuchen, zu fliehen“

Die Türkei durchlebe gerade einen Zivilputsch, sagt Savaş Genç, Türkei-Experte und früher Professor an der Fatih-Universität in Istanbul im Interview. Wenn die Lage weiter eskaliere, halte er einen zweiten Putschversuch für möglich….


Gay-Pride-Parade:

Rabbiner hetzt in Israel gegen Homosexuelle

Die Sicherheitsvorkehrungen sind selbst für Israel beispiellos: Mehr als 2000 Beamte sollen Donnerstagabend die rund 5000 erwarteten Teilnehmer der alljährlichen „Gay-Pride Parade“ in Jerusalem bewachen. Wer mitmarschieren will, muss sich befragen und durchsuchen lassen und dann ein Bändchen um den Arm binden. Jüdische Extremisten wurden am Tag zuvor von Polizisten gewarnt, dem Marsch fernzubleiben, andere festgenommen oder der Stadt verwiesen. Das soll einen Mord wie im vergangenen Jahr verhindern, als ein ultra-orthodoxer jüdischer Fanatiker die 16 Jahre alte Schira Banki mitten im fröhlichen Marsch erstach….


RIGAER STRASSE IN BERLIN:

„Wo Sachen brennen, brennen irgendwann auch Menschen“

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat den großen Polizeieinsatz in einem von Linksautonomen bewohnten Haus in der Rigaer Straße erneut verteidigt. Eine Räumung durch die Polizei habe es nicht gegeben, sagte Henkel am Donnerstag in einer extra anberaumten Sondersitzung des Innenausschusses. Die Polizei habe Bauarbeiter geschützt, die massiv bedroht worden seien. Von dem Haus Rigaer Straße 94, den Bewohnern und ihren Unterstützern sei immer wieder Gewalt ausgegangen, so Henkel weiter. Es sei also auch um eine vorbeugende Bekämpfung von Straftaten gegangen. Henkel betonte: „Ich werde nicht abwarten, bis irgendwann der erste tote Polizist zu beklagen ist.“….


Staatsanwaltschaft:

„Eine deutlichere Notwehr-Situation kann man sich gar nicht vorstellen“

Nach dem Attentat eines 17-jährigen Flüchtlings in einem Zug bei Würzburg wird zwar ermittelt – aber nicht gegen die SEK-Beamten, die ihn erschossen haben. Der Leitende Oberstaatsanwalt geht davon aus, dass die Polizisten in Notwehr gehandelt hätten. In Bayern sollen die SEK-Kommandos personell aufgestockt werden. Es war ein schreckliches Attentat, der Axt-Angriff eines jungen Flüchtlings auf Fahrgäste in einer Regionalbahn, und doch spricht der Leitende Oberstaatsanwalt Bardo Backert von einem Glücksfall. „Das war ein großer Glücksfall“, sagt er, dass nämlich ein Spezialeinsatzkommando (SEK) zufällig in der Nähe war und sich nicht normale Streifenbeamte mit dem Angreifer auseinandersetzen mussten. „Dann hätte das ganz anders ausgehen können“, sagt Backert….


Israel:

Die Angst marschiert mit

Zum Fest der Freiheit gleicht die Stadt einer Festung. Straßen wurden gesperrt und tausend Polizisten abgeordnet, um die „Gay Pride Parade“ in Jerusalem abzusichern – und trotzdem ist am Donnerstag die Angst auf jedem Meter mitmarschiert. Denn über der Veranstaltung lag der lange Schatten des vergangenen Jahres, als ein selbsternannter ultra-orthodoxer Sittenwächter mit einem Messer auf die Teilnehmer losgegangen war, ein 16-jähriges Mädchen getötet und sechs andere verletzt hatte. Natürlich hat es auch in diesem Jahr wieder reichlich Drohungen gegeben. Denn im heiligen Jerusalem liefert die Schwulenparade stets neue Munition für den Kulturkampf….


Blauhelm-Mission im Südsudan:

UNO kritisiert Abzug deutscher Polizisten aus Südsudan

Deutschland, Schweden und Grossbritannien hätten «ohne vorherige Beratungen» angekündigt, zwölf Polizisten ersatzlos von der UNO-Blauhelm-Mission Unmiss abzuziehen, heisst es in einem internen UNO-Papier, das AFP am Mittwoch in New York vorlag. Der Abzug versetze «der Moral der Truppe einen ernsthaften Schlag». UNO-Sprecher Farhan Haq kritisierte, die Polizisten seien «nicht auf ihrem Posten geblieben». Sie seien während der jüngsten Kämpfe im Südsudan von ihren Regierungen aus der Hauptstadt Juba gebracht worden….(Das ist doch nichts Neues! Das ist immer so! WD)


Jihadisten aus Tunesien:

Fanatismus im religiösen Vakuum

Die Menschenfänger sind unterwegs in Tunesien. Rund um die Moscheen und Cafés in den Problemquartieren werben sie junge Männer und Frauen für die Terrororganisation Islamischer Staat an. Auch vor Schulen machen sie nicht mehr halt. Sie verbreiten das Bild vom Terroristen als Superhelden, als wahrem Muslim und stolzem Araber mit gestähltem Körper. Experten gehen von bis zu 6000 Tunesiern in den Reihen der Daesh(i) aus, unter ihnen Hunderte von Frauen. Die Rekrutierungsstrategie setzt auf die religiöse Unwissenheit der jungen Tunesier und ihren Mangel an Teilhabe am wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben. Wem die Enttäuschung über die ausgebliebene Revolutionsdividende ins Gesicht geschrieben steht, gerät ins Visier der Anwerber….


TERRORISMUS:

Die Terror-Agentur

Einen knappen Tag brauchte es, bis das Bekenner-Video des Attentäters von Würzburg online ging. Rund 20 Stunden nach der Tat war es im Internet sichtbar, gab dem Terroristen ein Gesicht und ein Motiv. 20 Stunden: Nach allem, was man über die Medientechnik der Terrororganisation „Islamischer Staat“ weiß, könnte die Zeitspanne durchaus kalkuliert gewesen sein. Das Video erschien zu einem Zeitpunkt, als die Nachricht über die Messerattacke in dem Zug sich – nicht nur – in Deutschland hinreichend verbreitet hatte und man annehmen konnte, dass die Öffentlichkeit darauf brannte, die Identität des Täters zu erfahren – und zudem auch sehen wollte, wie er aussähe. Beide Bedürfnisse erfüllte die dem Daesh(i) nahestehende Medienagentur „Amaq Agency“. Und zwar zu einem Zeitpunkt, als die Spannung um die Identität des Täters ihren Höhepunkt erreicht hatte….


Video des Tages:

Jerusalem

Heute steht Jerusalem im Mittelpunkt. Das Video zeigt uns wunderschöne Aufnahmen aus der Heiligen Stadt….

Hier das Video!


Irre Touristen-Attraktion: (mit Video)

Ein Rundgang durch den geheimen Terror-Tunnel der Hamas

Ein Rundgang durch ein Hamas-Tunnel im Stadtviertel Shuja’iyya in Gaza, das ist ab sofort für alle möglich. Die Organisation hat zum zweijährigen Waffenstillstand zwischen Israel und den Palästinensern eine Ausstellung eröffnet. Neben dem Tunnel gibt es dort auch Waffen zu sehen….


Israel:

Zahl der Muslime hat sich seit der Staatsgründung verzehnfacht

Die Zahl der Muslime hat sich in Israel seit der Staatsgründung nahezu verzehnfacht. 1948 waren es 156.000, heute sind es 1.454.000, was einem Bevölkerungsanteil von 17 Prozent entspricht. Das geht aus aktuellen Zahlen des israelischen Außenministeriums hervor. Die Zahl der Moscheen hat sich demnach seit 1988 von etwa 80 auf mehr als 400 verfünffacht….


Geschichte:

Vor 75 Jahren wurden jüdische Zwangsarbeiter aus Luxemburg deportiert

Am 17. Oktober 1941 verließ gegen ein Uhr nachts ein Zug den Hauptbahnhof in Luxemburg. Darin waren 518 jüdische Menschen, die die Nazis ins Ghetto Litzmannstadt im polnischen Łódź deportieren. Nur 15 von ihnen überlebten. 192 kamen aus dem Regierungsbezirk Trier. Unter den 326 Juden aus Luxemburg befanden sich viele, die in den Wochen vorher als Zwangsarbeiter in einem Autobahn-Arbeitslager bei Wittlich interniert waren….


Konstanz:

Bewegender Besuch in der jüdischen Bibliohek

Nachfahren des Konstanzers Dr. Erich Bloch, der im Jahre 1982 die „Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz“ ins Leben gerufen hatte, besuchten Anfang Juli, erstmals die jüdische Bücherei in der Sigismundstraße. Blochs Tochter Eva Levy-Bloch, die Enkelkinder Aner Levy, Iris Galili-Yulzari und Dany Galili mit seiner Frau Rinat sowie die Urenkelin Ayelet Yulzary waren aus Israel an den Bodensee gereist, um bei der Stolpersteinverlegung für ihre Verwandten anwesend zu sein. Bibliotheksleiter Thomas Uhrmann erläuterte die Entwicklung und das beachtliche Wachstum der Büchersammlung in den über dreißig Jahren seit ihrer Gründung, den Weg in den Südwestdeutschen Bibliotheksverbund und die zahlreichen Aktivitäten, unter anderem mit Schulklassen und Studenten sowie an den Europäischen Tagen der jüdischen Kultur….


Diplomatie:

Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Israel und Guinea

Der Staatsminister im Außenministerium, Dr. Dore Gold, hat am Mittwoch in Paris gemeinsam mit Ibrahim Khalil Kaba, dem Stabschef der Präsidentschaft von Guinea, ein Abkommen zur Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Staat Israel und Guinea unterzeichnet. Gold sagte: „Dies ist ein wichtiger Moment, Guinea nimmt nach 49 Jahren seine diplomatischen Beziehungen zu Israel wieder auf (nachdem es das erste Land war, das seine Beziehungen zu Israel 1967 abgebrochen hat). Die Zahl der afrikanischen Nationen, die ihre Beziehungen zu Israel wieder aufnehmen müssen, wird kleiner und kleiner, und wir hoffen, dass sie schon bald bei null liegen wird. Israel ruft die Länder, die ihre diplomatischen Beziehungen zu Israel noch nicht wieder aufgenommen haben, auf, es Guinea gleich zu tun, damit wir gemeinsam zum Wohle aller Menschen in der Region tätig werden können….


Kommentar:

Islamistischer Terror in Würzburg?

Wie der Zufall so will, wurde die Nachricht über den Terroranschlag eines jungen Afghanen im Regionalzug bei Würzburg im israelischen Rundfunk verbreitet, als noch kein einziges deutsches Medium dazu auch nur die kleinste Meldung veröffentlicht hatte. In Deutschland wird er Rias A. genannt. Ein IS-Video identifiziert ihn jetzt als Muhammad Riyad. Während in Israel sehr schnell mit dem Finger auf „islamistischen Terror“ gewiesen wird, musste die deutsche Polizei erst eine handgemalte IS-Flagge im Zimmer des 17-Jährigen in Ochsenfurt entdecken, um ein islamistisches Motiv einzukalkulieren. Die Polizei hat zur Zeit des Anschlags im Regionalzug das „Allah U-Akbar“ während eines Notrufs mitgeschnitten….


Verquere Meinung:

British lawmaker accuses Israel of causing rise in jihadism

A British lawmaker who said Israel would eventually disappear accused the Jewish state of being a major cause in the rise of jihadism worldwide. Following the statement Thursday by Jenny Tonge, a House of Lords member from the Liberal Democrat party, the Board of Deputies of British Jews called on the party’s head to fire her. Tonge said “the treatment of the Palestinians by Israel is a major cause of the rise of extreme Islamism and Daesh,” using the Arab-language acronym of the Islamic State terrorist organization. She said Israel was provoking a generation of violent extremists who would have “a justified grudge” against Israel and Britain….(Sehr geschickt um von der britischen Politik (z.B. Sykes-Picot-Abkommen, Mandatspolitik,usw) abzulenken! WD)


Hebron:

Life in the West Bank’s capital of ‘martyrs’

Iyad Zarou waited six days to restock the shelves of his pharmacy in Sa’ir, a village near Hebron, where the IDF believed a Palestinian who carried out a shooting attack near Tekoa had fled. The Hebron region has recently witnessed an uptick in Palestinian terrorist attacks. In the past 10 months, 13 residents of Sa’ir have died while either attacking IDF soldiers or clashing with them, giving the village of 25,000 residents the title of the West Bank’s “capital of martyrs.” As a result, the village has experienced some of the most intense IDF scrutiny in the area….


Zahal:

IDF adapting training to Hezbollah battle doctrine

Ten years after the Second Lebanon War, the IDF has made substantial changes in the way it trains its infantry for war against Hezbollah – arguably Israel’s most formidable military threat in the immediate region. In the lead up to the 2006 conflict, the infantry had became rusty at war, spending nearly all of its time in counter-terrorism and anti-riot missions in the West Bank. The little training it did do involved largely unrealistic scenarios, like fighting in open areas, which were starkly different from the village battlefields of southern Lebanon that awaited it….


Diplomatie:

Following Guinea, Chad expected to be next African state to renew ties with Israel

Israel’s inroads into Africa continues, as Chad – which has suddenly found itself on the front lines in the battle against Islamic extremists – is expected to be the next majority-Muslim African state to re-establish ties with Jerusalem, The Jerusalem Post has learned. Guinea and Israel announced the re-establishment of ties on Wednesday, and Prime Minister Benjamin Netanyahu – who visited four east African countries earlier this month – said that another African country would soon follow suit….


Auch welche dafür:

Jerusalem rabbis speak out in support of the Pride Parade

Despite hundreds of rabbis speaking out against Jerusalem’s gay parade and Rabbi Yigal Levenstein’s anti-gay comments, a Jerusalem-based Orthodox rabbi nevertheless gave full support to the event. “I feel there is a community who is being oppressed at the moment, and society is judged on how you treat your disenfranchised,” Rabbi Donniel Hartman told The Jerusalem Post. Hartman is president of the Shalom Hartman Institute, a pluralistic research center for Jewish thought. He voiced strong backing for the Jerusalem Gay Pride Parade and even participated in the march….


Lauder zu Polnischen Offiziellen:

Apologize for doubting role in pogroms

World Jewish Congress President Ronald Lauder demanded an apology from Polish officials Thursday, following recent statements casting doubt on Polish involvement in two pogroms in the 1940s .Lauder described Education Minister Anna Zalewska and Jedwabne Mayor Michael Chajewski’s comments as a “slap in the face” to Holocaust victims, and accused them of undermining efforts of Polish scholars “who have spent more than 25 years unearthing evidence of horrifying acts of violence against Jews committed by Poles”….


Kanada:

US rabbis raise $3.5m. in campaign to ‘save’ French olim from secular lifestyle

„After the euphoria of making aliya dissipates, reality hits hard,” the Foundation to Rescue Orthodox Jewish Children of France said Thursday, a day after 200 French olim (new immigrants) arrived in Israel. On Monday, while French Jews were busy getting ready for Wednesday’s aliya flight from Paris, a delegation US rabbis were on a fund raising mission in Toronto, Canada, concerned about the religious future of the new olim. In one day of fund-raising, the rabbis collected $2m. to add to the $1.5m. donated in the past four months for this cause, since the establishment of the foundation….


Daesh(i) Bedrohung:

Jihadis call on ‚lone wolf‘ terrorists to attack Israeli athletes at Rio Olympics

Al-Qaida-influenced terrorists have issued directives to „lone wolf“ attackers to carry out attacks against the Israeli Olympic delegation at the upcoming Rio Olympics, The Foreign Desk reported Thursday. The jihadis reportedly published a list of athletes to be targeted on social media, including the US, French and British delegations in addition to the Israelis. “One small knife attack against Americans/Israelis in these places will have bigger media effect than any other attacks anywhere else in sha Allah,” the social media call read, according to The Foreign Desk….


Diplomatie:

As Israel pivots to Africa, top diplomat meets Chad president

A senior Israeli official met last week with the president of Chad, a Muslim-majority nation that does not have diplomatic relations with Israel. The meeting is another sign of growing ties with African nations following Prime Minister Benjamin Netanyahu’s trip to the continent earlier this month. Foreign Ministry Director-General Dore Gold met President Idriss Déby on July 14 at his presidential palace in the city of Fada, in the heart of the Saharan desert, the Foreign Ministry said Friday in a statement….


Gegen direkte Verhandlungen:

Hollande to Abbas: France committed to leading peace talks

French President Francois Hollande told Palestinian leader Mahmoud Abbas in Paris on Thursday that his country is committed to leading international efforts to help secure peace between Israel and the Palestinians. Hollande confirmed “France’s commitment to building on the momentum created” on June 3, when Paris hosted senior diplomats to work towards organizing an international conference to reboot talks by the end of the year….


Israels Aussenministerium:

If Paris goes ahead with peace summit, I doubt we’ll be there

It was unclear whether Prime Minister Benjamin Netanyahu was kidding or being serious when, answering questions in the Knesset Monday, he congratulated “the foreign minister and his staff” for their excellent work in broadening and deepening Israel’s international relations. He was straight-faced, seemingly in earnest. But surely not, since he was speaking about himself; Netanyahu is the foreign minister. What is not up for debate is that under his stewardship, the Israeli government can boast some impressive foreign policy achievements: increasingly warm ties with powerhouses Russia, China, Japan and India, normalization with Turkey, new friendships in Africa and, perhaps most importantly, a noticeable rapprochement with Egypt and with other Arab states that have never formally recognized Israel’s existence….


Grundsteinlegung:

New Peres center to showcase Israel tech, spark dreams

Former Israeli president Shimon Peres, together with President Reuven Rivlin and Prime Minister Benjamin Netanyahu, laid the cornerstone today for the Israeli Innovation Center, which aims to be a visitors center as well a source of technological innovation. The new center, planned to open in 2018, will be located at the Peres Peace House on the Jaffa coast in the south of Tel Aviv. It aims to draw guests from around the world to learn about Israel’s achievements in the high tech sphere….