Aktuelles vom 23. Juli 2016 – 17 Tammus 5776 – Pinchas; Fasten verschoben

Neue Nachrichten:

Geld vom Emir:

Qatar gibt Hamas 30 Millionen Dollar für Gehälter im Gazastreifen

Das Golfemirat Qatar will 30 Millionen Dollar zur Bezahlung von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes im Gazastreifen zur Verfügung stellen. Damit sollten das Leiden und finanzielle Engpässe gemildert werden, erklärte Qatars Emir, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, nach einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur QNA am Freitag. Die radikale Hamas-Bewegung, die den Gazastreifen kontrolliert, äußerte sich erfreut. Die Palästinenser-Regierung und Israel äußerten sich zunächst nicht….


Hildesheim:

Antisemitismus-Vorwürfe gegen Palästina-Seminar

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK) sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, in einem Palästina-Seminar antiisraelische und antisemitische Inhalte zu propagieren. Die als Lehrbeauftragte von der Hochschule angefragte Religionspädagogin Rebecca Seidler fand Kursmaterial vor, das «das Bild eines Völkermordes an den Palästinensern, einer ethnischen Säuberung sowie der völligen Entrechtung der Palästinenser durch Israel» vermittele, sagte Seidler der «Jüdischen Allgemeinen». Neben Folteropfern in israelischen Gefängnissen sei es um den angeblichen Diebstahl von Organen durch israelische Streitkräfte gegangen. Die Hochschule wies die Vorwürfe auf dpa-Anfrage zurück….


Heinz Buschkowsky:

„Das sind Leute, die diese Gesellschaft vernichten wollen“

15 Monate lang galt Franziska Giffey als die perfekte Nachfolgerin von Heinz Buschkowsy, dem streitbaren SPD-Bürgermeister des Berliner Problembezirks Neukölln. Ein reibungsloser Wechsel im Rathaus nach fast 15 Jahren Regierung. Doch mit der Harmonie zwischen den beiden Genossen ist zwei Monate vor der Wahl in Berlin Schluss. Der Auslöser: Giffey besuchte in der vergangenen Woche den Moscheeverein Neuköllner Begegnungsstätte (NSB). Dieser ist allerdings wegen Verbindungen zur islamistischen Muslimbruderschaft im Visier des Verfassungsschutzes. Für Buschkowksy ein völlig falsches Signal. Nun untersagte der 67-Jährige seiner Partei, mit seiner Person zu werben. Und er verlangte die Löschung seiner offiziellen Partei-Facebook-Seite, drohte andernfalls mit juristischen Schritten….


Der Philosoph Sadik al-Azm:

„Syrien bräuchte jetzt einen Nelson Mandela“

Als der syrische Philosoph Sadik Jalal al-Azm 1990 als Fellow an das Wissenschaftskolleg in Berlin kam, lernte ich einen mutigen Mann kennen. Während seines Aufenthalts in der deutschen Hauptstadt publizierte al-Azm einen Essay über Salman Rushdies Roman „Die satanischen Verse“, dessen „beruhigendes Maß an gesundem Zynismus“ ihm imponierte. Sadik al-Azm war einer der wenigen arabischen Intellektuellen, der sich öffentlich und ohne Vorbehalt an die Seite Rushdies stellte. Und damit sein Leben riskierte, denn das Todesurteil, das Ayatollah Khomeini ein Jahr zuvor in einer Fatwa über Rushdie ausgesprochen hatte, konnte auch dessen Verteidiger treffen….


Berlin:

US-Architekten bauen für Kinder im Jüdischen Museum

Das Jüdische Museum Berlin will sich verstärkt den Kindern widmen. Eine Jury habe den Entwurf des amerikanischen Architekturbüros Olson Kundig (Seattle) zum Bau eines Kindermuseums empfohlen. Die neue Abteilung soll innerhalb der Akademie des Jüdischen Museums an der Lindenstraße gegenüber dem Libeskind-Bau entstehen und sich an Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren richten. Die Eröffnung sei für 2019 geplant, teilte das Museum am Freitag mit….


RECHTSEXTREME:

Hessischer AfD-Politiker hetzt gegen Juden

Am Antisemitismus scheiden sich in der AfD nicht nur die Geister. Die Stuttgarter Landtagsfraktion gespalten, der Bundesvorstand zerstritten, durch die Partei ein Riss: Am Umgang mit den antisemitischen Äußerungen des baden-württembergischen AfD-Abgeordneten Wolfgang Gedeon hat sich eindrucksvoll gezeigt, welche Sprengkraft diesem Thema für die rechtspopulistische Partei innewohnt. Die hessische AfD ist deshalb um eine klare Linie bemüht. „Wir sind der Meinung, dass wir jemanden wie Herrn Gedeon nicht in unseren Reihen dulden können“, sagte Landesvorsitzender Peter Münch der Frankfurter Rundschau. Darüber herrsche im Landesvorstand Einigkeit….


Johannes Gerloff spricht in Manderbach:

„Wellnessvolk weiß nicht mehr recht, was Leiden bedeutet“

Im Gemeindehaus am Fauleborn begrüßte Lothar Jung den 53-jährigen Journalisten, der für den Christlichen Medienverbund KEP Wetzlar und die Nachrichtenagentur Israelnetz tätig ist und vorwiegend in Jerusalem lebt. Gerloff machte schonungslos auf die Situation im Nahen Osten aufmerksam, die von vielen nicht richtig eingeschätzt werde. Denn das „wohlstandsversessene Wellnessvolk Deutschland wisse nicht mehr recht, was Leiden bedeute“. Vor allem christliche Kreise müssten aus der trügerischen Sicherheit aufwachen, denn: „Der IS erklärt dem Westen den Krieg.“….


Sicherheitspolitik:

„Wir können von Israel lernen“

Der Chef der EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, hat auf seiner dreitägigen Nahost-Reise auf eine engere Kooperation zwischen der EU und Israel gedrängt. Bei seinem Treffen mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in Jerusalem warb Weber vor allem für mehr Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit sowie beim Kampf gegen den Terror. „Wir können von Israel lernen. Die aktuellen Attacken lehren uns, dass wir wehrhaft sein müssen“, sagte Weber, der auch CSU-Vize ist….


Nahost:

Netanjahu kondoliert Abbas zum Tod von Bruder

Trotz ihrer angespannten Beziehungen hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu Palästinenserpräsident Mahmud Abbas angerufen, um ihm zum Tode seines Bruders zu kondolieren. Während seines kurzen Anrufs am Freitag habe Netanjahu „nur sein Beileid bekundet“….


Amok-Alarm in München:

Polizei hält 18-jährigen Deutsch-Iraner für den Angreifer

Die Polizei hat den mutmaßlichen Todesschützen von München identifiziert: Es handelt sich demnach um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner. Erste Vermutungen, wonach es insgesamt drei Täter gab, wurden von der Polizei inzwischen verworfen.  Bei den Schüssen am Einkaufszentrum  wurden mindestens neun Menschen getötet, der mutmaßliche Täter erschoss sich selbst….


Video des Tages:

Mit dem Auto von Tel-Aviv nach Jerusalem

Das heutige Video lädt uns zu einer Fahrt auf der Schnellstraße 1 nach Jerusalem ein….(In Israel gilt auch: „Keep your line“ WD)

Hier das Video!


Würzburg:

Besuch von Freunden aus Israel

Nicht nur Sightseeing in Würzburg und Sommerhausen, sondern auch viele kommunale Themen stehen auf dem Besuchsprogramm der Delegation aus dem israelischen Partnerlandkreis Mateh Yehuda, die derzeit im Landkreis Würzburg zu Gast ist. Eine herzliche erste Begegnung mit Landrat Eberhard Nuß und dem amtierenden Landrat Niv Vizel sowie der 16-köpfigen Gruppe fand im Landratsamt Würzburg statt. Die Partnerschaft zwischen den beiden Landkreisen besteht seit 1997 und wird seitdem mit jährlichen Besuchen gepflegt….


Wirtschaft – Sicherheit:

Deutschland least Drohnen von Israel

Das Bundesverteidigungsministerium und der Unternehmenszweig von Airbus für Raumfahrt und Sicherheit, „Airbus Defence and Space“, haben mit dem Rüstungsunternehmen „Israel Aerospace Industries“ (IAI) einen Deal unterzeichnet. Der Inhalt: Gegen eine Geldsumme sollen mehrere Drohnen in den vorübergehenden Besitz der Deutschen Luftwaffe übergehen. IAI entwickelt und produziert Verteidigungssysteme und gilt weltweit als eines der führenden Unternehmen bei der Entwicklung von Militärdrohnen. In dem Vertrag geht es um die Drohne „Heron 1“. Sie soll von der Bundeswehr in Mali unter anderem zur Informationsbeschaffung eingesetzt werden. Deutschland hat ab Juli den Aufklärungsauftrag in Mali von den Niederlanden übernommen. Die Drohnen sollen im November nach Deutschland kommen und bis Anfang 2018 in deutschem Besitz bleiben. In Mali gilt es, lange Strecken in der Luft zu überwinden, wofür sich „Heron 1“ eignet….


SCHIESSEREI IN MÜNCHEN:

18-jähriger Deutsch-Iraner tötete neun Menschen und sich selbst

Der Täter von München handelte nach Polizeiangaben offenbar allein. Der 18-jährige Deutsch-Iraner erschoss in einem Münchener Einkaufszentrum neun Menschen und verletzte 16 weitere. Am Ende brachte er sich selbst um. Sein Motiv ist noch unklar….


Politik und Diplomatie:

Is BDS headed for defeat?

From recent defeats, it appears that efforts by the Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) movement to undermine Israel’s legitimacy may have fallen on hard times. But appearances can be deceptive, and we – supporters of Israel as the secure, democratic nation-state of the Jewish people – cannot afford complacency. It is true that BDS recently experienced a string of setbacks in the United States. These include an executive order from New York Governor Andrew Cuomo prohibiting his state from doing business with companies that boycott Israel, rejection by the American Anthropological Association (AAA) of a boycott resolution directed at all Israeli academic institutions, and the United Methodist Church’s repudiation of divestment and move to withdraw from the “US Campaign to End the Israeli Occupation,” a pro-BDS coalition….


Charlotte Knobloch:

We will not be intimidated by terror

Munich’s Jewish community leader said it had „only been a matter of time,“ until terror struck Germany, following a gunman attack at a shopping mall in Munich that killed nine and wounded at least ten others. „I am appalled and stunned,“ said President of the Jewish Community of Munich and Upper Bavaria, Charlotte Knobloch. „My thoughts and deepest sympathies are with the victims‘ families, and with the wounded and their families.“….


Geschichte und Gegenwart:

Don’t blame Sykes-Picot

„Arrogant to the point of blindness,” British diplomat Mark Sykes and his French counterpart Georges Picot “carved up the Ottoman empire, not unlike a butcher slicing up slabs of meat fresh out of the freezer,” a British columnist charged recently. The diatribe, leveled by Spectator columnist Taki Theodoracopulos, is shared by many, most notably Henry Kissinger, an authority on diplomatic Machiavellianism, who wrote of the Sykes-Picot deal – a deal that had been meant to be kept secret – that it was “the foundation for later wars and civil wars”….


War zu erwarten:

Daesh(i) supporters celebrate Munich killings on social media

There was no immediate claim of responsibility but supporters of Islamic State celebrated the „likely terror attack“ conducted in Munich, Germany Friday evening in what police believe was orchestrated by a lone gunman. „Thank God, may God bring prosperity to our Islamic State men,“ read one tweet. „The Islamic state is expanding in Europe,“ read another….


Verteidigung:

How can Israeli air defense systems counter the drone threat?

This week’s infiltration of a Syrian drone into Israeli airspace, and the failure to intercept it with Patriot missiles, seemingly exposed the limitations of Israel’s air defense systems against the threat of such a small and slow unmanned aerial vehicle that could potentially attack targets within the country. The unmanned aerial vehicle threat is not new, but rather it has existed for many years, operated by various terrorist groups who seek to take advantage of the airspace to penetrate into Israel and carry out terrorist activities….


Jerusalem:

Survivor of 2015 Jerusalem pride parade stabbing: ‚I’m scared to death‘

Participants in Jerusalem’s LGBT pride parade on Thursday will remain defiant in the face of dissent and the fear of violence, said a survivor of a stabbing attack at the 2015 march that claimed the life of a teenage girl. „I’m scared to death but the message I want this march to relay is to not give in to terror,“ Yarden Noy, who was wounded in the stabbing, told Army Radio….


Festgenommen:

German man throws Nazi slur at the wrong person

A German man travelling by train in Austria was arrested after throwing racist insults at a woman and her son, Germany’s English speaking news site, The Local, reported Tuesday. The incident occurred after the young boy’s foot touched the 65-year-old man’s bag. A passenger in the area intervened after which the German man responded, „I gassed hundred of tattooed pics like you in Aushwitz“. The passenger, a member of the EKO-Cobra, a special counter-terrorism unit in Austria, responded by arresting the German man….


Rezepte:

Pasta Dishes to Make Your Summer Tastier

Earlier this week my 17-year-old twins made their own dinner. To my horror (and they know it!) it consisted of two boxes of Kraft Mac & Cheese and nothing else. Now, it’s not like the only food we eat at home is healthy, or low fat, or in reasonable quantity. But it is always (a) real food, not made out of unrecognizable yellow powder, and (b) I could never, ever, no matter how long it’s been since we moved to the U.S., serve my kids mac and cheese. In my mind it became the evil of all American foods, a frightening combination of processed carbs and fat. And as it turns out, my kids developed an infinite yearning to eat exactly that – mac and cheese. From a box. To save face, I had to come up with a Middle Eastern version. I’m not saying it’s healthy, or low fat, or in reasonable quantity, but it’s made with real ingredients and it tastes so good….

Middle Eastern mac and cheese

Spicy eggplant and chicken noodles

Roasted tomato and balsamic vinegar pasta


Schnelle Reaktion:

Iran condemns Munich mall attack that killed 9

Iran on Saturday condemned a shooting spree at a busy shopping center in Munich a day earlier, in which a teenage German-Iranian gunman killed nine people before committing suicide. Foreign Ministry spokesman Bahram Ghasemi denounced “the killing of innocent and defenseless people” and expressed Iran’s solidarity with the German government and people, official IRNA news agency reported. Ghasemi also called for a “relentless and comprehensive fight” to eradicate violence….


Magen David Adom:

Trauma and routine all in a day’s work for Jerusalem’s paramedics

Two years ago, Jerusalem-based paramedic Hagai Bar Tov was called to the scene of a terror attack. A Palestinian driving an excavator attacked a bus, flipping it over and killing one pedestrian. “I was one of the first paramedics to arrive and we started to do CPR, but nothing was left of him,” Bar Tov said. Bar Tov, an 18-year veteran of the Magen David Adom (MDA) medical service, traces the current terror wave to that incident. He has treated many terror victims since, especially near his home in Kiryat Arba….