Aktuelles vom 28. Juli 2016 – 22 Tammus 5776

Neue Nachrichten:

Terrorismus:

Kann eine Bombe Mensch sein?

Selbstaufopferung und Selbstanmaßung göttlicher Macht: Worin der fundamentale Unterschied zwischen den von den Dschihadisten als Märtyrer verherrlichten Attentätern und den Märtyrern des Judentums und des Christentums besteht. Märtyrer sind seit jeher eine politische Waffe. Sie kann entweder defensiv oder offensiv sein. Beide Varianten gab und gibt es. Muslimische Selbstmordattentäter verstehen und präsentieren sich als Märtyrer. Sie meinen und hoffen, direkt ins Paradies zu gelangen, wo sie seelische sowie körperliche Genüsse und 72 Jungfrauen (????)erwarten. Muslime, Juden und Christen benutzen (in unterschiedlichen Sprachen) den gleichen Begriff, verbinden mit ihm allerdings ganz und gar Unterschiedliches. Ein Märtyrer ist für Juden und Christen jemand, der sich selbst für seinen Glauben, für seinen Gott, opfert. Sich selbst opfert – und keine anderen dabei tötet oder ermordet….


Jüdische Geschichte:

Grundwiderspruch der Moderne

Wenn wir darüber nachdenken, wie eine moderne Gesellschaft funktioniert, sind wir schnell vor eine Reihe geschichtlicher, religiöser, ethnischer und ethischer Fragen gestellt, wie sie an dieser Stelle Jürgen Kaube für die amerikanische Gesellschaft mit Blick auf die Kategorie „race“ neulich sehr dezidiert formuliert hat. Im europäischen Kontext gibt es für Historikerinnen und Historiker ein Beispiel, das die aktuellen Auseinandersetzungen um die kulturelle Dimension von universellem Recht und partikularem Selbstverständnis regelrecht vorwegzunehmen scheint: die Geschichte der europäischen Juden. Nicht allein im Hinblick auf die besondere Entwicklung der deutschen Juden, sondern weit darüber hinaus, im gesamteuropäischen Kontext, lässt sich hier die Grundaporie der Moderne studieren: der Universalismus und Partikularismus….


EU-Mitgliedschaft?:

Erdogan spielt ein größeres Spiel

Es war schon ein merkwürdiger Zufall, dass der türkische Präsident Erdogan mit dem Staat Israel und Putins Russland eine Art strategischen Kontenausgleich vornahm – so, als habe er für die nächsten Stufen der Gleichschaltung Ruhe an den außenpolitischen Fronten herstellen wollen. Der Putsch des 15. Juli hat nur zugespitzt und beschleunigt, was ohnehin in der Planung war….


Moral und Politik:

Die „neue“ Linke

Ist es schon wieder so weit? Als hätten sich die 68er nicht schon genug blamiert – jetzt ist der moralistische Furor wieder da. Man drückt die Feinde unserer Freiheit ans Herz, Israel wird den Antisemiten preisgegeben und der Kapitalismus für alles Böse verantwortlich gemacht. Gedanken über ein weltfremdes Land. Als ich mit zehn Jahren aus Prag nach Deutschland kam, wusste ich leider schon, wie gefährlich das Leben sein konnte. Die Bolschewiken hatten in der Sowjetunion meinen Großvater umgebracht, sie hatten in Prag meinen Onkel für Jahre ins Gefängnis gesteckt, sie hatten meinem Vater verboten, zu studieren, und dann waren sie auch noch im Sommer 1968 mit ihren Soldaten, Politoffizieren und Panzerdivisionen in die Tschechoslowakei einmarschiert, weil sie von Dubček, Havel und den dekadenten Filmen des Prager Barrandov-Studios genug hatten….


TERRORPRÄVENTION:

Israel überwacht soziale Netzwerke

Widersetzt euch, mein Volk“, hatte Darin Tatour, eine arabische Israelin, im Oktober einen selbstgedichteten Vers im Facebook gepostet. „Folgt der Karawane der Märtyrer.“ Ihre militante Poesie kam sie teuer zu stehen. Drei Monate hat die 34-Jährige deshalb im Gefängnis verbracht, inzwischen sitzt sie in Hausarrest, überwacht mittels einer elektronischen Fußfessel. Vorgeworfen wird ihr, zur Gewalt aufgerufen zu haben, was sie selber bestreitet. Ihr Gedicht sei vielmehr als Ausdruck ihres Zorns zu verstehen, wie Israel die Palästinenser behandele….


Israel:

Terrorverdächtiger bei Schusswechsel mit Armee getötet

Fast vier Wochen nach einem tödlichen Angriff auf einen Rabbiner im Westjordanland ist der mutmaßliche Täter von israelischen Soldaten erschossen worden. Der Palästinenser, der für den Anschlag verantwortlich sei, habe sich in der Nacht auf Mittwoch im Dorf Surif nördlich von Hebron seiner Festnahme widersetzt und sich einen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften geliefert, teilte die Armee mit….


Mali:

Spezialeinheiten nehmen Top-Terroristen fest

Spezialeinheiten haben in Mali einen mutmasslichen Anführer der islamistischen Terrororganisation Ansar Dine festgenommen. Mahmoud Barry, auch bekannt als Abou Yehiya, soll unter anderem für einen Anschlag auf das malische Militär in der vergangenen Woche verantwortlich gewesen sein, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch sagte. Bei dem Anschlag in der Nähe von Nampala waren 17 Soldaten ums Leben gekommen, 35 weitere wurden teils schwer verletzt….


Sammler Amnon Weinstein:

Die Geige von Auschwitz

Manche sind von Schnee und Frost beschädigt, andere waren in den Kellern eines jüdischen Gettos versteckt, wurden aus einem Deportationszug geworfen oder ermöglichten ihren Besitzern in einem Vernichtungslager der Nazis das Überleben: Dreißig Geigen, die den Holocaust überstanden, werden gegenwärtig auf einer Konzertreise durch Israel zum Klingen gebracht. Sie erzählen auch vom Schicksal ihrer früheren Besitzer. Während er die Violine unter sein Kinn klemmt, zittert Solist Guy Braunstein mitten im Konzertsaal von Tel Aviv die Hand. „Ich habe tausende Konzerte gegeben, aber nie war ich so aufgewühlt wie in dem Moment, als ich die Geige aus Auschwitz in meiner Hand hielt“, erzählt der langjährige Konzertmeister der Berliner Philharmoniker hinterher….


Avi Primor zur Situation in seiner Heimat:

„Frieden schließen!“

Israels früherer Deutschland-Botschafter Avi Primor spricht im GA-Interview über den Nahostkonflikt, die Flüchtlinge und den Antisemitismus.
Der Antisemitismus in Deutschland hat sich nach Ansicht des früheren israelischen Botschafters in Bonn, Avi Primor, durch die vielen Flüchtlinge aus den islamischen Ländern nicht verstärkt. Und für die Lösung der Probleme in seiner Heimat sieht er nur eine Lösung: „Frieden schließen!“, wie er in einem Interview der GA-Korrespondentin Ulla Thiede in Jerusalem sagt. Kürzlich hat eine Reihe von ehemaligen Generälen scharfe Kritik am Regierungskurs von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geübt. Wackelt in der vierten Legislaturperiode sein Stuhl?….


Tzvi Sadan:

Wird wieder ein Israelit Ägypten vor dem Hunger retten?

Die Medien haben nicht ausreichend über den historischen Besuch von Ministerpräsident Netanjahu in Afrika berichtet. Hinter den Zeremonien und den zahlreichen Komplimenten befindet sich die grundsätzliche Anerkennung der Tatsache, dass Israel eine Macht ist, mit der gerechnet werden muss, und das nicht nur in rein militärischen Fragen. Die afrikanischen Nationen sind begeistert vom israelischen Einfallsreichtum. Als weniger von den arabisch-afrikanischen Ländern beeinflussten Staaten, streben Kenya, Uganda, Äthiopien und Tansania auf eine afrikanisch-israelische Zusammenarbeit zu. Einer Aussage Netanjahus zufolge, sprachen die afrikanischen Staatsmänner mit ihm über die Notwendigkeit einer „regionalen und internationalen Zusammenarbeit auf allen Gebieten, wie die Verteidigung im Cyberraum, der Sammlung von Daten, der Förderung neuer Technologien und Entwicklungen.“….


Israel:

Neue Website zum Negev-Wandern

Touristen, die eine Reise durch das Negev-Hochland in Israel vorhaben, können nun ihre Route vorab über eine kürzlich gestartete, nur dieser Region gewidmeten englischsprachigen Website planen.  www.negevhighlandtrail.com  liefert umfassende Informationen über das Hochland. Besucher finden neben verschiedenen Trail-Optionen auch Auskunft über die historischen, geografischen und anthropologischen Aspekte des Gebiets sowie Details über die lokale Flora und Fauna. Das gründlich recherchierte Hintergrundmaterial erleichtert so die Reiseplanung schon von zuhause aus….


Islam und Terror:

In Israel gibt es keinen Krieg der Religionen

Ist das nicht erstaunlich? Kein Land der freien Welt hat stärker unter Terroranschlägen gelitten als Israel. In keinem Land der freien Welt ist der Anteil muslimischer Araber an der Bevölkerung höher als in Israel. Doch eines gibt es gar nicht in Israel – Islamophobie. Keine öffentliche Debatte über Wert und Unwert des Islam. Keine Feuilleton-Exegesen über Koran-Suren, aus denen sich angeblich eine besondere Gewaltaffinität ableitet. Keine Leitartikler, die meinen, „das Desaster dieser Religion“ müsse überwunden werden, wie soeben in der „Welt“ zu lesen war. Keine Verbotsinitiativen von Kopftuch, Beschneidung, Schächten, Minarett- oder Moscheebauten. Alles das, was in Deutschland und Europa so gern zum Thema gemacht wird, fehlt in Israel. Ausgerechnet in Israel….


Wort zur Woche:

Gott erwählt Israel, aber lässt die anderen nicht links liegen

Der Gott, von dem die Bibel erzählt, erwählt nicht nur einzelne Menschen. Gott erwählt ein Volk. Von Israel ist hier die Rede, dem Volk, »dessen Gott der Herr ist«. Wir lesen davon, dass sie sich in Israel mit dieser Erwählung nicht immer leicht getan haben. Dass sie erinnert werden mussten an ihre Berufung, daran, wer ihr Gott ist. Wir lesen, dass es das gelobte Land nicht ohne einen langen Wüstenweg gab und die Gewissheit der Nähe Gottes nicht ohne die Erfahrung des Exils….


Sicherheit geht immer vor:

Welche Lehren Israel aus dem Terror gezogen hat

Paris, Istanbul, Brüssel, Nizza, Ansbach – schon seit einiger Zeit fragen sich viele Israelis: Kann man in Europa überhaupt noch Urlaub machen? Der einst so sicher scheinende Kontinent wirkt von Jerusalem oder Tel Aviv aus betrachtet wie ein neues Aufmarschgebiet für militante Extremisten. Nicht zuletzt, weil Europa immer noch nicht die richtigen Konsequenzen aus den Anschlägen gezogen habe. Israel hat dagegen – gezwungenermaßen – reichlich Erfahrung bei der Abwehr von Terror. Und Methoden entwickelt, die zwar sehr wohl kritisiert, aber von einer Mehrheit der dort lebenden Menschen nicht gänzlich infrage gestellt werden….


Leitartikel:

Kampf um die Aufklärung

Seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs sind Christen in dieser Region besonderer Verfolgung ausgesetzt. Sie werden verschleppt, getötet – im besten Fall vertrieben. Radikale islamistische Organisationen und die Terrorbande Daesh(i) wollen dem multi-religiösen Zusammenleben ein Ende setzen. Den Juden wird ja auch das Existenzrecht Israels abgesprochen. Das ist freilich schon so lange der Fall, dass sich die Welt irgendwie daran gewöhnt zu haben scheint. Ein fataler Effekt. Was der Daesh(i)  2015 Christen und Jesiden angetan hat, droht auch den Juden. Es findet nur nicht statt, weil Israel bis an die Zähne bewaffnet ist. Die Ermordung eines katholischen Priesters in einer nordfranzösischen Kleinstadt ist eine weitere Botschaft an die „Ungläubigen“….


THOMAS VON DER OSTEN-SACKEN:

„Pinkwashing“ und andere absurde Vorwürfe gegen Israel

„Berlin against Pinkwashing“ nennt sich eine Gruppe linker Aktivisten, die in den letzten Wochen lautstark auf sich aufmerksam machte. Die Initiative behauptet, dass Israel das Gewähren von Rechten für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender (LGBT) nutzen würde, um „von den Menschenrechtsverletzungen in den besetzten palästinensischen Gebieten abzulenken“ – die Palästinenserpolitik soll also angeblich durch ein lesben- und schwulenfreundliches Image verschleiert und „pinkgewaschen“ werden. Auf allen wichtigen Veranstaltungen der LGBT-Community in Berlin wie dem Christopher Street Day (CSD), dem Motzstraßenfest und dem Alternativen X*CSD war die genannte Gruppe kürzlich aktiv. Auch die „Israeli Queer Movie Night“ wurde mit einer Kundgebung gestört, bei der die Demonstranten mit der Bezeichnung Israels als „Apartheidregime“ das rassistische Regime Südafrikas im 20. Jahrhundert verharmlosten. Auf dem Motzstraßenfest warfen sich die Aktivisten vor einem Stand der israelischen Botschaft zu einem „Die In“ auf den Boden, auf dem CSD störten sie eine Rede des israelischen Botschafters….


Gewaltbereitschaft von Linksextremen:

Feindbilder

„Die Juden haben in Deutschland zu viel Einfluss.“ Oder auch: „Juden sind geld- und raffgierig.“ Das sind zweifellos Aussagen von Rechtsextremen. Aber zugleich sind es auch Sätze, denen rund ein Drittel der Linksextremen in Deutschland zustimmt – deutlich mehr als in der ­Ge­samtbevölkerung, in der auch immer noch etwa zehn Prozent solche Aussagen teilen. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie über „Linksextreme Einstellungen und Feindbilder“, die vom Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit Infratest Dimap erstellt wurde. „Bei vielen Linksextremen vermischt sich Israel-Kritik mit dem immer noch weit verbreiteten Klischee, dass Juden in aller Regel Vertreter des raffenden Kapitals sind“, sagt der Studienautor und Professor für Politikwissenschaften, Klaus Schroeder, dem WESER-KURIER. Das sei zwar etwas anderes als der völkische Antisemitismus von Rechtsextremen – aber mache die Sache nicht unproblematischer….


Keter Plastic:

Britische BC Partners kurz vor Übernahme

Offenkundig ist die Investmentgesellschaft BC Partners (London / Großbritannien) im Begriff, die Mehrheit an Keter Plastic (Herzliya / Israel) zu übernehmen. Übereinstimmend ist in internationalen Medienberichten die Rede davon,….


PRENZLAUER BERG:

Hummus in der Hütte

Assaf Uni ist völlig begeistert. »Da werden Kindheitserinnerungen wach«, so der israelische Journalist, der in Tel Aviv und Berlin gleichermaßen zu Hause ist. »Als kleiner Junge bin ich jeden Freitag mit meinen Eltern raus nach Ramle gefahren, um bei ›Samir‹ Hummus zu essen. Das war unser Ritual, um das Wochenende einzuläuten.«  Den Geschmack des köstlichen, seidenweichen Kichererbsenbreis in dem kleinen arabischen Restaurant hat er bis heute nicht vergessen. »Und plötzlich bekomme ich hier in der deutschen Hauptstadt fantastisches Hummus, der genauso schmeckt.«….


FANATISMUS:

Der Eifer der Toren

Es ist schwierig, das Töten für einen guten Zweck zu rechtfertigen. Zu viel Blut ist in den vergangenen Wochen und Monaten geflossen – Blut von Menschen, die in den Augen von Terroristen »Sünder« oder »Ungläubige« waren. Der islamistische Hass greift die Gesellschaft an – nicht nur in Europa oder Amerika, sondern auf der ganzen Welt. Die Welt ist ein anderer Ort geworden, und jeder neue Anschlag verursacht Wut, Beklemmung und Angst. Aufregend ist, sich in dieser beunruhigenden Zeit mit der Tat von Pinchas ben Elasar zu beschäftigen….


ANSCHLÄGE IN BAYERN:

»Das erinnert an die Lage in Israel«

Stimmen zu den Bluttaten in Würzburg, München und Ansbach:

Daniel A. Heinrich, Assistenzarzt am Klinikum der Universität München
Über die WhatsApp-Gruppe meiner Arbeit habe ich mitgeteilt bekommen, dass gegebenenfalls Ärzte und Pflegepersonal gebraucht werden könnten. Ich habe mich mit meinem Roller sofort auf den Weg gemacht. An dem Tag hatte ich zwar schon meinen regulären Arbeitstag hinter mir, aber in dieser Situation dachte ich mir, dass alle Ärzte gebraucht werden würden. Auf dem Weg in die Klinik kamen mir unentwegt Polizeiautos mit Blaulicht entgegen, am Isartor standen Sicherheitskräfte mit Maschinengewehren. Das Klinikum der Universität München wurde ebenfalls extra gesichert – eine außergewöhnliche Situation. Ein bisschen erinnert mich die jetzige Situation an die Lage in Israel. Dort ist so etwas leider Alltag. Wie die Israelis sollten wir nun versuchen, uns nicht von Angst dominieren zu lassen….


MEINUNG:

Transparenz und Nahostpolitik

Deutschland gehört zu den wichtigsten Akteuren in Europa, wenn es darum geht, Zivilgesellschaften in der ganzen Welt zu stärken. Besonders gilt das für den arabisch-israelischen Konflikt. Eine neue Studie unseres Instituts zeigt jedoch, dass dabei viele Mittel an Organisationen gehen, die nicht den Frieden befördern, sondern stattdessen die BDS-Kampagne unterstützen, die mit »lawfare«-Kampagnen das Völkerrecht missbrauchen und mit der Forderung nach einer »Einstaatenlösung« letztlich Antisemitismus und Gewalt fördern….


PORTRÄT DER WOCHE: Tikva Sendeke

»Ich suche Antworten«

Sie spricht Hebräisch«, sagen die Besucher aus Israel und sehen einander erstaunt an, wenn ich sie begrüße und mich als ihre Führerin durch das Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin vorstelle. »Ja«, antworte ich dann, »ich komme aus Israel, ich bin Israelin.«  Ich hatte immer das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, schon als Kind. Wenn eine Schule nur weiße Schüler hat und die andere nur schwarze, und die zweite Schule im Niveau etwas hinterherhinkt, weiß man, dass etwas falsch ist. Ich ging zur Schule und bekam dort das orthodoxe Judentum gelehrt, und dann ging ich nach Hause, und meine Eltern haben das Judentum auf eine andere Art praktiziert….


FRANKREICH:

Französische Glaubensvertreter vereint gegen Daesh(i)

Nach dem Mord an einem katholischen Priester lädt Präsident Hollande die Religionsgemeinschaften Frankreichs nach Paris ein. Kanzlerin Merkel betont die deutsch-französische Verbundenheit im Kampf gegen den Terror. „Wir dürfen uns nicht ins politische Spiel des IS hineinziehen lassen, die die Kinder der selben Familie gegeneinander aufbringen wollen“, mahnt der Pariser Erzbischof und Kardinal André Vingt-Trois. Nach dem tödlichen Anschlag auf eine Kirche in Nordfrankreich war er gemeinsam mit anderen Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande zusammengekommen….


Terror:

Der Vatikan und die Juden

Als am 16. Oktober 1943, einem Sabbat, SS-Truppen das jüdische Ghetto in Rom räumten, wurde Papst Pius XII. umgehend informiert. Es gab diplomatische Bemühungen im Hintergrund, die Juden zu retten, aber keinen offiziellen Protest des Vatikans. Wenige Monate vorher hatte Pius XII. nach einem alliierten Bombenangriff das christliche Stadtviertel San Lorenzo besucht – bis an die Grenzen des jüdischen Ghettos kam er nicht. Vorsicht spielte eine Rolle, Angst um die Unantastbarkeit des Vatikanstaates. Der Papst wollte die letzten Einflussmöglichkeiten auch zugunsten der Juden nicht verlieren. Am Ende wurden 1016 römische Juden nach Auschwitz transportiert, nur 16 überlebten….


Bilderberger, Rothschilds:

Mythos Geheime Weltregierung

Lenken die mächtigsten Männer und Frauen der Welt unsere Geschicke hinter verschlossenen Türen? Einmal pro Jahr treffen sich die sogenannten Bilderberger in abgeschotteten Hotels. Verschwörungstheoretiker sind sich sicher: Die Wirtschaftsbosse, Politiker und Journalisten bilden eine geheime Weltregierung – mit den Rothschild-Bankiers im Zentrum. Ohne sie hätten die deutsche Wiedervereinigung und die Mondlandung nicht stattgefunden, der Euro wäre nie eingeführt worden und John F. Kennedy und Marilyn Monroe könnten noch leben. Ein geheimer Zirkel von reichen und mächtigen Menschen soll bestimmen, was auf der Welt passiert, und dafür sorgen, dass es auch umgesetzt wird. Die Rede ist von den Bilderbergern. Dabei handelt es sich um einige ausgewählte Personen, die sich einmal pro Jahr an wechselnden Orten treffen….


OLYMPIA 1936:

Die Welt zu Gast bei Feinden

Alle Welt ist begeistert von der lückenlosen Organisation, der geschlossenen Ordnung und Disziplin, die mit verschwenderischer Großzügigkeit aufgezogen ist.« Frankreichs Botschafter André François-Poncet war beeindruckt. Die Realität des NS-Regimes vergaß er nicht. Nur auf den ersten Blick schien Berlin weltoffen und tolerant. Man hörte Jazz, bejubelte den schwarzen US-Athleten Jesse Owens, zwischen den Fahnen mit Hakenkreuzen und olympischen Ringen. Selbst die Verkaufskästen des Hetzblattes »Stürmer« waren abmontiert….


„Kunst gegen das Vergessen“:

Visionen aus dem Inferno

Aus der Ferne betrachtet, bestechen die Gemälde, die das Münchner NS-Dokumentationszentrum jetzt im Rahmen seiner Reihe „Kunst gegen das Vergessen“ zeigt, durch ihre starke  Farbigkeit, eine Farbigkeit, die alle Blicke auf sich lenkt. Man denkt an Blumenkompositionen oder an ein Feuerwerk, das seine explosive Energie freigibt. Oder auch an Figuren in einem Tanzrausch begriffen….


Negev:

300 neue Mitarbeiter bei „SodaStream“

Die Getränkefirma „SodaStream“ hat ihr Team deutlich aufgestockt: In den vergangenen drei Monaten stellte sie 300 neue Mitarbeiter im Negev ein. In den kommenden Wochen sollen 70 weitere Mitarbeiter hinzukommen, berichtet das Wirtschaftsmagazin „Globes“. „SodaStream“ ist damit einer der größten Arbeitgeber im Negev. Nahe der Stadt Lehavim arbeiten im Idan-HaNegev-Industriepark dadurch jetzt 1.400 Menschen für das Unternehmen. Rund ein Drittel der Mitarbeiter sind Beduinen….


Jerusalem:

Rivlin betont bei Treffen mit Vatikan-Vertreter gemeinsame Werte

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin hat den Franzosen nach dem tödlichen Anschlag auf eine Kirche kondoliert. Am Dienstag empfing er den neuernannten Kustos des Heiligen Landes, Pater Francesco Patton. Vor zwei Monaten wurde der italienische Pater Francesco Patton vom Vatikan zum neuen Kustos des Heiligen Landes ernannt. Nun hat der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin den Franziskaner empfangen. Bei dem Treffen in Jerusalem forderte er einen weltweiten gemeinsamen Kampf gegen den Terror….


Video des Tages:

Jerusalem aus der Luft

Heute gibt es nochmal einen wunderschönen Blick auf Jerusalem aus der Luft. Unter anderem kann man die berühmte Saiten-Brücke am Eingang der Stadt sehen,….

Hier das Video!

Video des Tages:

Haifa

Das zweite Video des Tages führt uns nach Haifa, der drittgrößten Stadt Israels, und zeigt uns einige sehr schöne Luftaufnahmen der Stadt, bei Tag und bei Nacht….

Hier das Video!


Debatte über Frankreichs Sicherheitskräfte:

Ungenügend

Einer der Attentäter, die in der Normandie brutal einen Priester ermordeten, trug eine Fußfessel. Trotz Risiko-Profils rutschte er durch das Raster der Sicherheitsdienste. Nun will sich Frankreich besser schützen – die Vorschläge sind drakonisch. In einer kleinen Gemeinde der Normandie wird der 86-jährige Priester Pater Jacques Hamel von zwei Islamisten während der Morgenmesse vor dem Altar ermordet, ein weiterer Gläubiger wird lebensgefährlich verletzt. Zwölf Tage nach dem Massaker von Nizza, meint die Zeitung „Le Parisien“, „ist eine neue Grenze des Schreckens überschritten“….


Reportage:

Hamas digging 10 kilometers of tunnels per month toward Israel

Hamas is digging 10 kilometers (6 miles) of tunnel each month toward Israel, a senior security official told Channel 2 on Wednesday. Construction continues despite several tunnel collapses in recent months. A senior diplomatic source went on to say that Israel has no perfect solution to the tunnel problem, and neither does any other country. The news comes amid controversy regarding Prime Minister Benjamin Netanyahu’s readiness to combat the tunnel issue. Netanyahu pushed back on Monday against claims that his government was unprepared for the threat of cross-border tunnel raids from Gaza in the lead-up to the 2014 war, saying that they are “the opposite of the truth.”….(Dazu benötigt man auch viel Zement, der vom Kontingent für den zivilen Aufbau gestohlen wird. Und die EU bezahlt!! WD)


Muslime unter sich:

Ex-Saudi general issues scathing critique of Palestinian terror groups

Former Saudi Arabian General Anwar Eshki, who visited Israel and the Palestinian Territories last week, issued a scathing critique of the Palestinian Islamic Jihad (PIJ) and Hamas for claiming his visit amounted to normalization. Speaking to the Egyptian news site, al-Youm al-Sabaa, Eshki, who currently serves as chairman of the Middle East Center for Strategic and Legal Studies in Saudi Arabia, said that he did not visit Israel as Israeli newspapers reported, but rather “Jerusalem and Palestine”, and added that PIJ and Hamas leaders were wrong to suggest otherwise….


Gold:

Palestinian Authority Balfour lawsuit ‚contradiction of peace process’

While some may have ridiculed the Palestinian Authority’s recent call to sue Britain over the 1917 Balfour Declaration, Jerusalem is taking it seriously and holding this threat up as proof that the Palestinians are not interested in peace. “This is the statement they are making,” Foreign Ministry director-general Dore Gold told The Jerusalem Post, when asked whether there was real concern in Jerusalem that the Palestinians would carry out their threat. “This is a declaration of policy. If I made a declaration of policy of that nature, which seems to contradict the whole spirit of the peace process, they would be all over us.”….


Obama-Administration:

US angry over new Israeli settlement activity

The United States expressed anger on Wednesday over a recent announcement of settlement tenders in East Jerusalem, following another announcement earlier in the week on building in Gilo. „We strongly oppose settlement activity, which is corrosive to the cause of peace,“ the State Department said. „These steps by Israeli authorities are the latest examples of what appears to be a steady acceleration of settlement activity that is systematically undermining the prospects for a two-state solution.“….


Fledermäuse im Busbahnhof:

Tel Aviv hub houses makeshift cave

„I can’t tell you how to find them, but you can smell them,” said Yonatan Mishal, an art school instructor and tour guide, of the bats living in the Tel Aviv Central Bus Station. His directions are vague, because urban explorers are not supposed to be wandering around certain uninhabited corners of the Central Bus Station’s underbelly. However, deep under the bus station’s cheap clothing stores and burekas stands, there lies a colony of a few hundred bats, which have made the station their home and complicated plans to remodel or demolish the building….


UN-Sicht:

Israel policies forcing Palestinians to leave Area C of the West Bank

Israel has created conditions on the ground that force Palestinians to leave Area C of the West Bank, which is tantamount to a creeping annexation of the area, warned the United Nations on Wednesday. The country’s “policies and practices have created a highly coercive environment in Area C that forces people [Palestinians] to leave,” said Natalie Grove, who is a representative of the UN’s Office of the High Commissioner for Human Rights. She spoke as part of an unusual conference in the Knesset that was organized by left-wing politicians, including Joint List chairman Ayman Odeh, to highlight Israeli actions against Palestinians in Area C of the West Bank, which is under Israeli military and civil control.….


„Friedliebende Araber“:

2 members of Muslim Wakf arrested for attacking Jewish tourist on Temple Mount

Two male members of the Jordanian Wakf Muslim religious trust were arrested by police Wednesday after both men assaulted a Jewish tourist visiting the Temple Mount, in an apparently unprovoked attack. At approximately 11:30 a.m., shortly after a group of visitors entered the contested compound where Jewish visitation is severely restricted, police spokesman Micky Rosenfeld said the suspects approached the unidentified victim….


Ex-Verteidigungsminister Ya’alon:

‚If Israel leaves West Bank, PA, Jordan will collapse‘

Should Israel give up its frreedom to operate in Judea and Samaria, the Palestinian Authority “won’t survive, and the Jordanian kingdom will fall too,” former defense minister Moshe Ya’alon said Wednesday at Bar-Ilan University. Ya’alon added that “there are those on the right” who would settle for an Israeli military presence, but no Israeli sovereignty on the Jordan Valley, describing the position as dangerous….


Ultra-Orthodoxe:

‚I don’t want to live with him, it’s torture for me’

The Gerrer Hassidic community has recently been in the spotlight following the suicide of Esti Weinstein, a woman who left her religious life but suffered mental anguish after being ostracized by her family and children. Following this tragedy, the Center for Women’s Justice has drawn attention to the struggle of another woman from the community to divorce her husband and to keep at least shared custody over her unmarried children….


Zahal:

French citizens comprise largest number of foreign IDF volunteers in 2016

The largest number of foreign volunteers to the IDF have come, for the second year in a row, from France, the Defense Ministry announced on Wednesday. French citizens will comprise 45 percent of the total foreign volunteers to the IDF in 2016, compared to 29% from the US and 5% from the UK….


Hilfsangebot:

For first time during Syria war, Israel opens border for humanitarian aid

For the first time since the Syrian civil war began, Israel’s government authorized the delivery of humanitarian aid into Syrian territory near its border, an American-Israeli businessman and philanthropist who leads the project told The Jerusalem Post Wednesday. “Israel finally agreed to allow in three types of aid: medical, educational and food,” said Moti Kahana, a businessman and founder of the NGO Amaliah, who sold his company in 2010 and since then has been using his own money to aid the Syrian rebels….


Saudi Arabien:

Citizens’ Recent Visit to Israel ‚Does Not Reflect Views of the Government‘

Saudi Arabia’s Foreign Ministry is distancing itself from a recent visit to Israel by a number of Saudi citizens, including an outspoken former military general. The Saudi-owned al-Hayat newspaper quotes on Wednesday an unnamed ministry official as saying the rare public engagement „does not reflect the views of the Saudi government.“ The official referred to Israel as „the occupied territories.“….


Kairo:

Egypt Christians look to new law to end discrimination

On a recent Sunday in southern Egypt, dozens of Coptic Christians gathered for mass next to the charred remains of a wooden structure they once used as a chapel. A priest and five white-clad deacons began chanting around a simple wooden altar as the sun beat down on the remains of the makeshift chapel, which was torched two months ago. A blackened wood cross lay amid the rubble, a testament to a string of clashes in southern villages this month that has highlighted sectarian tensions in Egypt….


Unterwelt:

Tel Aviv man pulls gun on police, is shot dead

Police on late Tuesday night shot dead a suspect when he pulled a gun on officers patrolling south Tel Aviv as part of an operation targeting drug related crime in the area. The incident took place close to midnight after officers from the Israel Police Special Patrol Unit stopped four men on Petah Tikva Street in Holon. They opened fire on the man after he drew a firearm, aiming it at them as he attempted to flee, according to a police statement….


Frankreich:

For Jews of Nice, terrorist attack came as no surprise

To the millions of tourists who visit Nice annually, the city in southeast France is an ultimate holiday destination that offers inviting beaches and luxury casinos, stunning architecture and world-class museums. Sandwiched between the Maritime Alps and the Mediterranean Sea, Nice is France’s largest tourist destination after Paris, with 5 million arrivals each year and the country’s second largest domestic airport. Nice sees $1.6 billion in annual tourism revenue — 40 percent from its region known locally as Côte d’Azur and abroad as the French Riviera…..