Aktuelles vom 30. September 2016 – 27. Elul 5776

Neue Nachrichten:

Israel:

Trauerfeier für Peres

Israel hat am Donnerstag Abschied genommen von seinem ehemaligen Präsidenten Schimon Peres. Bürger und Politiker kamen dafür nach Jerusalem, wo der in eine israelische Flagge gehüllte Sarg auf einem Platz vor dem israelischen Parlament aufgebahrt worden war. Staatspräsident Reuven Rivlin, Regierungschef Benjamin Netanjahu und Parlamentspräsident Juli Edelstein verneigten sich vor dem Sarg und legten Kränze nieder. Auch der frühere amerikanische Präsident Bill Clinton verneigte sich vor dem Sarg. Er hatte in den neunziger Jahren gemeinsam mit Peres und Arafat um eine Friedenslösung gerungen und die Oslo-Verträge mit vorangebracht. Unmittelbar nach dessen Tod hatte er Peres als „ein Genie mit großem Herzen“ bezeichnet. Der 93-jährige Friedensnobelpreisträger war am Mittwoch gestorben, zwei Wochen nach einem schweren Schlaganfall. Peres hatte bis zuletzt für eine friedliche Lösung des Nahost-Konfliktes gekämpft….


Schwabing:

Benefizkonzert zwischen Israelkritik und antisemitischer Hetze

In der Erlöserkirche in Schwabing war für Freitagabend ein Benefizkonzert geplant. Nun wurde es wegen des Vorwurfs, die Veranstaltung sei antisemitisch, abgesagt. Der Organisator rufe zum wirtschaftlichen und kulturellen Boykott Israels auf, so der Vorwurf. Die evangelische Kirche reagierte aufgeschreckt. Die Beteiligten hätten erst zu spät vom politischen Teil des Programms erfahren….


JUDEN IN HESSEN:

Hilfe für jüdische Gemeinden

Die Lichtigfeld-Schule im Frankfurter Nordend wird um eine gymnasiale Oberstufe erweitert. Das haben Ministerpräsident Volker Bouffier und Kultusminister Alexander Lorz (beide CDU) zugesagt. Es soll das sichtbare Signal dafür sein, dass jüdische und nicht-jüdische Bürger auf Dauer gut zusammenleben. „Wir bekennen uns dazu, dass es uns wichtig ist, dass es dieses jüdische Leben in Hessen gibt“, sagte der Ministerpräsident am Mittwoch in der Wiesbadener Staatskanzlei….


Nahost:

Heimkehr palästinensicher Flüchtlinge ist natürliches Recht

Die internationale Anerkennung des Staates Palästina ist unverzichtbar, wenn man den Frieden im Nahen Osten wiederherstellen will. Das hat der maronitische Patriarch, Kardinal Boutros Bechara Rai, hervorgehoben. In diesem Zusammenhang müsse auch die Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in ihre Heimat garantiert werden, die der Kardinal als „natürliches Recht“ bezeichnete. Damit bezog er sich auf das Schicksal arabischer Palästinenser, die nach der Gründung des Staates Israel 1948 fliehen mussten….(Für alle anderen Flüchtlinge, z.B. die Deutschen und die Tibeter und und und, gilt das nicht!! Und über das „mussten“ kann man streiten!! WD)


FLÜCHTLINGE:

Flucht aus Ägypten

Ägypten wird für immer mehr Flüchtlinge zu einem zentralen Transitland auf der Mittelmeerroute. Offenbar verlassen auch immer mehr Ägypter das Land. Nun plant die EU ein Flüchtlingsabkommen mit der Regierung Al-Sisi. Drei Tage lag das Boot schon am Meeresgrund, da erst trat der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi an die Öffentlichkeit. Mitte vergangener Woche waren über 200 Menschen ertrunken, zusammengepfercht auf einem Flüchtlingsboot, das allenfalls die Hälfte der insgesamt über 400 Passagiere hätte transportieren können….


Interview:

„Das Wort links ist in Israel ein Schimpfwort geworden“

Der israelische Historiker Moshe Zimmermann ist pessimistisch, was den Frieden im Nahen Osten betrifft. Er sieht einen starken nationalistischen Sog, in dem Leute, die für den Frieden sind, als Spinner diskreditiert werden.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie sehen Sie das Verhältnis von Deutschland und Israel heute?

Moshe Zimmermann: Das Verhältnis hat sich asymmetrisch entwickelt. Die Stimmung in Deutschland wird immer distanzierter zu Israel, während die Stimmung in Israel gegenüber Deutschland freundlich ist und von zunehmender Sympathie….


Neue Einheitsübersetzung:

Wie die junge Frau zum Kind kommt

Die neue Einheitsübersetzung der Bibel ist fertig, Anfang Dezember kommt sie auf den Markt. Aus „Jahwe“ wird „der HERR“, Frauen „empfangen“ nun nicht mehr ein Kind, sondern werden schwanger. Und die hart umkämpfte Jungfrau wird zur jungen Frau. Katrin Brockmöller vom Katholischen Bibelwerk erklärt, was sich verändert und was bleibt….


Ashdod:

Israelische Seeleute planen Protest gegen Gaza-Flottille

Eine Gruppe von israelischen Fischern und Bootsbesitzern sieht in der erneuten Warenlieferung für den Gazastreifen durch eine Flottille einen falschen Ansatz. Sie fordern die in Barcelona gestartete „Frauen-Flottille“ mit 22 Frauen an Bord von zwei Schiffen auf, Syrien anzusteuern. Dort sei der Bedarf an Gütern größer als im Gazastreifen. Einer der Initiatoren des Protestes, Avi Farhan, kündigte an, dass die Seeleute der Flottille mit israelischen Flaggen entgegenkommen würden….


Wissenschaft:

Wie fremde Götzen bekämpft wurden

Ein israelischer Archäologe hat das bisher größte Stadttor der Eisenzeit bei Ausgrabungen in Lachisch entdeckt. Dabei zeigt sich, wie Machthaber fremde Götzen bekämpften. Für Aufsehen sorgt eine antike Toilette, die bereits in der Bibel zu finden ist. Wer heute seinen Feind zerstören will, ruft nicht nur „Tod den USA“ oder „Tod Israel“, sondern verbrennt dessen Flaggen und trampelt auf ihnen rum. In biblischer Zeit, in der Regierungszeit des Königs Hiskia von Jehuda vor fast 3.000 Jahren, gab es keine Flaggen. Damals symbolisierten die jeweiligen Götzen die „nationale Identität“, wie wir das heute nennen würden. Der israelische Archäologe Sa‘ar Ganor legte in der Stadt Lachisch das größte bisher entdeckte Stadttor aus der Eisenzeit mitsamt Zeugnissen einer solchen „Flaggenverbrennung“ in biblischer Zeit offen….


Zum neuen Jahr:

Neujahrsgrüße aus der israel heute Redaktion

Shana Tova u’Metuka!

„Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am ersten Tag des siebenten Monats sollt ihr einen Feiertag halten, einen Gedächtnistag unter Posaunenklang, eine heilige Versammlung.“ (3. Mose 23,24)….


Video des Tages:

Peres Zentrum für Frieden

Schon seit 20 Jahren befindet sich in Jaffo in Tel Aviv das Gebäude des Peres Zentrum für Frieden. Die von Shimon Peres gegründete Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, den Frieden zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten und auch zwischen den jüdischen und arabischen Bürgern Israels zu fördern. Das Zentrum hat seit seiner Gründung zahlreiche Projekte durchgeführt. Jährlich gibt es Begegnungen zwischen Arabern und Juden, Palästinensern und Israelis….

Hier das Video!


Zum Tode von Shimon Peres:

Israel nimmt Abschied

Heute früh ist der Sarg von Shimon Peres auf dem Platz vor der Knesset, dem Israelischen Parlament, aufgebahrt worden, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, sich vom ehemaligen Staatspräsidenten zu verabschieden und ihm die letzte Ehre zu erweisen. Nach Eintreffen des Sarges fand eine Zeremonie statt, in der Vertreter des Staates Israel Kränze ablegten. Neben Staatspräsident Reuven Rivlin und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu legten weitere Vertreter der Regierung Kränze am Sarg von Peres nieder….

Hier ein Video dazu!


Live:

Shimon Peres laid to rest in funeral attended by world leaders

President of the United States Barack Obama arrived at Mount Herzl in Jerusalem for the funeral service of former president Shimon Peres on Friday. Obama is expected to speak at the memorial service for the late president. Former US president Bill Clinton, Prime Minister Benjamin Netanyahu, and Israeli President Reuven Rivlin are also expected to speak at the funeral….


Peres Paukenschlag:

I stopped an Israeli strike on Iran

If not for Shimon Peres’s intervention, Prime Minister Benjamin Netanyahu was planning to bomb Iran, the former president revealed confidentially to The Jerusalem Post over two years ago. In a meeting at the Peres Center for Peace in Jaffa on August 24, 2014, Peres dropped the bombshell in a conversation with me and Jerusalem Post Managing Editor David Brinn. I have thought long and hard about whether to publish it, and reached the conclusion that he wouldn’t have told us if he didn’t want us to….


Analyse: (mit Video!)

Arab media take issue with Peres the peacemaker

Perceived as a hero in Israel and revered as the last founding father of the country, Peres is seen quite differently through Arab eyes. There is a picture not widely known by Israelis, but one that was chosen by the Saudi- owned Al-Sharq al-Awsat for its coverage of Shimon Peres’s death. In it, the president is surrounded by five blackmasked, armed border policemen, while he himself points a large gun. Peres is clearly enjoying himself in the 2011 photograph and grins broadly, something that no doubt disturbs Arab viewers who associate the Border Police with the killing of Palestinians. Above the picture is the headline, “Passing of the father of the Israeli nuclear [bomb], and the hero of the trilateral aggression against Egypt and the Qana massacre”….


Peres’s historical dance with the settlers

On a wintry day in 1976, well-known right-wing activist Daniella Weiss gave then-defense minister Shimon Peres a bouquet of flowers. For most of their lives, they, and many of the settlers, would be bitter foes. There was little love lost between the settlement leadership and Peres in the last 23 years. This was due to his role in the 1993 Oslo accords, which was intended to pave the way for the creation of a Palestinian state – precisely where they were trying to build a Jewish homeland. But on that rainy day, he had come to the military camp of Kadum, in Samaria, after brokering a deal that allowed 30 families, including hers, to live there….


Meinung:

The year of change

Each year, as the (usually extended) family gathers around the Rosh Hashanah table, a lively chatter fills the air. Yet, often, a very Jewish narrative takes over, and the peaceful chitchat turns into a banter, which in turn becomes the Jewish all-time favorite: “The Blame Game.” So this year, if argue we must, let’s at least do it over a really contentious topic: unity. Or, more precisely, the unity of the Jewish people. But what is unity anyway and who needs it? Unity is a feeling of belonging, of mutual concern and responsibility. It is caring for another person so dearly that his or her desires become yours, too. Unity is what a real family feels like. Who would not want that?….


Shimon Peres:

A life in pictures

Shimon Peres, former president, former prime minister, former defense minister, former foreign minister, former minister of eight other ministries, the last surviving member of Israel’s founding fathers, and winner of the 1994 Nobel Peace Prize died Wednesday after suffering a stroke two weeks ago. He was 93 years old. The longest serving of all of Israel’s public servants, Peres was a person about whom it could rightly be said: The history of the State of Israel is the history of Shimon Peres….


Bericht:

Gazan terror tunnel collapses, kills 3

A terror tunnel in the northern Gaza Strip collapsed on Thursday. According to reports, three Hamas activists were killed and several others were injured. Channel 2 reported that since the beginning of the year, 19 Hamas activists have been killed by collapsed terror tunnels. Eight Palestinian tunnel operatives were wounded in a tunnel collapse in August in the northern Gaza border town of Shuja’yya, according to Ma’an News Agency. A number of tunnels have collapsed on Hamas and Palestinian Islamic Jihad tunnel operatives in the past year….


Zur Beerdigung:

Israel grants permission for Abbas to attend Peres’s funeral in Jerusalem

PA President Mahmoud Abbas and four senior Palestinian officials will attend former President Shimon Peres’s funeral on Friday. Abbas asked the Coordinator for Government Affairs in the Territories (COGAT), the branch of the IDF responsible for coordinating civil and security affairs in the West Bank and Gaza, for permission to attend the funeral at Har Herzl. COGAT passed the request along to Prime Minister Benjamin Netanyahu and the latter approved it. Abbas will be accompanied by PA General Intelligence Chief Majid Faraj, PLO Executive Committee Secretary General Saeb Erakat, Minister of Civil Affairs Hussein al-Sheikh, and Palestinian Committee for Interaction with Israeli Society Muhammed al-Madani….


MK Nachman Shai:

Peres didn’t betray Pollard

Shimon Peres cannot be faulted for failure to get an early release for Israeli spy Jonathan Pollard, the head of the Pollard Caucus in the Knesset, Zionist Union MK Nachman Shai, said on Thursday. Peres was prime minister at the time of Pollard’s 1985 arrest. He was aware that Pollard was operating in the US, but when the FBI decided to make an arrest, Peres did not alert staff at the Israeli Embassy in Washington to ensure he would be let in. However, he did give documents to the US with Pollard’s fingerprints that incriminated him….


Abbas:

Fatah will hold major congress this year

PA President Mahmoud Abbas told a meeting of the Fatah leadership in Ramallah on Wednesday that Fatah will hold its seventh General Congress before the end of the year. The congress will bring together all of the top leadership and cadres to elect a new Fatah Central Committee and Revolutionary Council, the first and second most authoritative decision-making bodies in Fatah, and determine a political strategy….


Karikaturen:

Fatah-linked Facebook shows Peres going to hell for ‚crimes‘ against Palestinians

A Facebook page affiliated with the Palestinian party Fatah on Thursday published a caricature of Shimon Peres apparently headed for hell. The demonizing illustration depicts Peres handcuffed and shaking alongside a drawing of the Grim Reaper in front of a fiery backdrop. In the cartoon, first reported by Palestinian Media Watch, the personified image of death holds an English list of „crimes“ the faction accuses the former president of committing against the Palestinians. ‚Gaza‘, ‚Kfar Qana,‘ ‚Deir Yassin,‘ ‚Beirut,‘ the ‚Hagana Gang‘ and the Dimona nuclear facility are all listed on the long list….(Aber wehe, es passiert umgekehrt!! WD)


SHALVA’S Gala Dinner:

Hollywood moguls roll-out the red carpet for Israeli NGO gala

Some of the biggest names within Hollywood’s movie and TV industries including Amy Pascal, Brett Ratner Adam Berkowitz, Howard Rosenman and Dawn Hudson honored movie producer Michael De Luca and his wife Angelique, at the inaugural SHALVA “Spirit of Hope” fund-raising soiree in Los Angeles this week, which was held at the home of noted businessman and philanthropist Stanley Black. Michael is a three-time Academy Award- nominated movie producer for “The Social Network” “Moneyball” & “Captain Phillips”. Jeremy Garelick, the fast-rising movie & TV producer, who has worked with the likes of Jennifer Aniston, Cate Blanchett and Anthony Hopkins, emceed the event, which  also drew many renowned members from Los Angeles’ Jewish community, as well as local politicians….


Islamische Aufregung:

In First, Playboy Features Journalist Noor Tagouri in a Hijab

Muslim American journalist Noor Tagouri is the first woman to be featured in Playboy wearing a hijab headcovering. She will be appearing in the upcoming October issue as part of the magazine’s 2016 Renegades series, which celebrates those who bend the rules of their professions. All the pictures released so far show Tagouri, 22, wearing black jeans, a white T-shirt and a leather jacket. Appearing alongside Tagouri are a feminist activist, a comedienne and an author. Last year the magazine announced that it would stop publishing photos of nude women. Tagouri, a journalist with the Newsy website, was born in West Virginia to Libyan immigrants. In 2012 she circulated a picture of herself at an ABC newsdesk with a caption declaring herself the first American TV broadcaster to appear in a hijab, which made waves on the web and made her the center of a feminist campaign accompanied by the hashtag #LetNoorShine….


Geschichte:

How Peres secured Israel’s nuclear deterrent

The tale of Paris’s consent to build a plutonium reactor for the Jewish state 60 years ago illustrates the indefatigable young Shimon Peres’s capacity for achieving the seemingly impossible. In  late September 1957, Israel was set to sign an agreement with France. The French Atomic Energy Commission, after four years of negotiations, had agreed to provide Israel with a plutonium reactor. All that was needed in order to cement the deal was the signature of the French foreign minister and his prime minister….


Übrigens:

Am 30.September 1949 landete der letzte Rosinenbomber und die Berlin-Blockade wurde beendet!