An den Rändern des ultraorthodoxen Universums

07.01.2014                      06.Schwat.5774

Stille Revolution in Israel:

An den Rändern des ultraorthodoxen Universums

Die Antipathie säkularer Israeli gegen die Ultraorthodoxen, welche keinen Militärdienst leisten und oft schwarz oder gar nicht arbeiten, ist gross. Doch im Stillen bewegt sich etwas im Milieu der Gottesfürchtigen.

«Sitzen und lernen, das habe ich in der Jeschiwa gelernt», sagt Mordechai. Sein Bart, seine schwarz-weisse Kleidung und der schwarze Hut verweisen darauf, dass er aus einer ultraorthodoxen Gemeinde stammt. Die ultraorthodoxen Jeschiwas, wie die religiösen jüdischen Schulen heissen, sind in Bezug auf das Tora-Studium fordernd. Mathematik oder Englisch werden aber kaum gelehrt. Mordechai versucht nun, was Absolventen staatlicher Schulen während vieler Jahre lernen, in nur zehn Monaten nachzuholen. So lange dauert nämlich der Vorbereitungskurs für die Aufnahme ans Technion in Haifa, eine der weltweit renommiertesten technischen Hochschulen. Mordechai ist einer von 60 Teilnehmern eines solchen Kurses, welcher für die Haredim (Gottesfürchtige) genannten Ultraorthodoxen angeboten wird….