Baraks Parteiaustritt: Sargnagel für die Awoda oder letzte Chance für einen politischen Neubeginn?

02.07.2011                      30.Siwan, 5771                      Chukat

Parteiaustritt:

Baraks Parteiaustritt: Sargnagel für die Awoda oder letzte Chance für einen politischen Neubeginn?

Der Vorsitzende der Arbeitspartei (Awoda), Ehud Barak, verließ am 17. Januar gemeinsam mit vier weiteren Abgeordneten die 13- köpfige Knessetfraktion seiner Partei und bildete unter dem Namen „Atzmaut“ (Unabhängigkeit) eine neue Fraktion. Ziel ist, eine Partei mit gleichem Namen gründen. Zusammen mit Barak verließen folgende Abgeordnete die Fraktion der Awoda: Landwirtschaftsminister Shalom Simhon, der stellvertretende Verteidigungsminister Matan Vilnai, die stellvertretende Ministerin für Industrie, Handel und Arbeit Orit Noked und Einat Wilf.

Barak verlässt Awoda, und Awoda verlässt Netanyahus Regierung

  • Ehud Barak verlässt die Arbeitspartei und gründet mit vier weiteren Awoda-Abgeordneten eine eigene Fraktion und Partei. Für die Arbeitspartei eröffnet sich damit die Chance, den eigenen Niedergang zu stoppen und einen politischen Neubeginn zu starten.
  • Barak hinterlässt eine verheerende politische Bilanz. Er führte die Partei an den Rand der politischen Bedeutungslosigkeit und scheiterte mit seinem erklärten Vorhaben, Fortschritte im Friedensprozess mit den Palästinensern zu erreichen.
  • Die Arbeitspartei steht vor der Herausforderung, interne Machtkämpfe zu überwinden, einen neuen Vorsitzenden zu wählen und eine politische Alternative zur derzeit dominierenden Rechten und auch zur Zentrumspartei Kadima zu formulieren.
  • Ob der politische Neubeginn gelingt, ist offen. Die Führungsdebatten seit Baraks Austritt und die Ernennung eines pensionierten Parteiveteranen zum Interim-Vorsitzenden sind kein Signal eines politischen Aufbruchs….