Beduinen wehren sich gegen Menschenhändler

15.11.2011                      18.Cheschwan. 5772

Sinai:

Beduinen wehren sich gegen Menschenhändler

Auf der ägyptischen Halbinsel Sinai sind Beduinen jetzt erstmals gegen Menschenhändler vorgegangen. Nach einem Bericht der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen töteten sie am vergangenen Sonntag bei einem Schusswechsel einen Angehörigen des al Nakhalwa-Clans, den sie verdächtigten, in den Menschen- und Organhandel verwickelt zu sein. Opfer der Menschenhändler sind dem Bericht zufolge Flüchtlinge aus Äthiopien und Eritrea.
Das Leben der Flüchtlinge aus Eritrea und Äthiopien, die auf ihrem Weg nach Israel auf die Sinai-Halbinsel kommen, sei die "Hölle auf Erden", so die Gesellschaft für bedrohte Völker. Skrupellose Menschenhändler entführten, erpressten und vergewaltigten die Flüchtlinge oder ließen ihnen gewaltsam Organe entnehmen, um damit Profit zu machen. Die GfbV beruft sich auf Berichte der ägyptische Menschenrechtsorganisation "New Generation Foundation for Human Rights" aus der Sinai-Stadt El Arish sowie italienischer und israelischer Menschenrechtler. In den Menschenhandel verstrickt seien auch verarmte Beduinen….