Berlin gedenkt deportierter Juden am „Gleis 17“

19.10.2011                      21.Tischrei. 5772                       Hoschanah Rabbah

Jahrestag:

Berlin gedenkt deportierter Juden am "Gleis 17"

Zusammen mit mehreren hundert Berlinern hat der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit am S-Bahnhof Grunewald der Deportation der Berliner Juden gedacht. Dort rollte vor genau vor 70 Jahren der erste Zug in die Vernichtung.

Am 18. Oktober 1941 begann die nationalsozialistische Deportation von Juden aus Berlin. Am Dienstag, auf den Tag genau vor 70 Jahren, gedachten der Senat und die Jüdische Gemeinde zu Berlin erstmals mit einer gemeinsamen Veranstaltung am Denkmal „Gleis 17“ auf dem S-Bahnhof Grunewald. Eingeladen hatten auch die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die Deutsche Bahn. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süßkind, als auch Zeitzeugin Inge Deutschkron richteten mahnende und erinnernde Worte an die mehreren hundert Besucher der Veranstaltung. Die Autorin Deutschkron überlebte die NS-Zeit im Berliner Untergrund. Es ist ihre Initiative gewesen, an den 70. Jahrestag der ersten Massendeportation von Berliner Juden nach Osteuropa, mit der Veranstaltung am Bahnhof Grunewald zu erinnern….