Cameron kündigt ernste Konsequenzen für Iran an

30.11.2011                      04.Kislev. 5772

Angriff auf Botschaft:

Cameron kündigt ernste Konsequenzen für Iran an

Großbritannien gibt der Regierung in Teheran die Schuld an dem Angriff auf seine Botschaft. Das Gebäude bleibt vorerst geschlossen, Diplomaten sollen ausgeflogen werden.

Großbritanniens Premierminister David Cameron hat Iran mit "ernsten Konsequenzen" gedroht. Die Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran durch Demonstranten sei "empörend" und "nicht zu verteidigen". Sein Land mache die iranische Regierung für den Vorfall verantwortlich und werde über die entsprechenden Konsequenzen beraten.

Diplomaten zufolge will Großbritannien seine Botschaft in Teheran vorerst geschlossen halten. Dort werde es am Mittwoch keinen Geschäftsverkehr geben, hieß es. Es würden Vorkehrungen getroffen, das Botschaftspersonal aus Iran auszufliegen. Von der Regierung in London gab es dazu keine Stellungnahme.

Cameron sagte, es sei "eine Schande", dass Irans Regierung die britischen Mitarbeiter und das britische Eigentum nicht habe verteidigen können. Diejenigen, die hinter dem Angriff steckten, müssten jetzt zur Verantwortung gezogen werden. Man habe Irans Regierung mitgeteilt, dass man sie für schuldig halte, weil sie die Botschaft nicht geschützt hätte.

Außenminister William Hague sagte: "Wir ziehen die iranische Regierung zur Rechenschaft für ihr Versagen, ausreichende Maßnahmen zum Schutz unserer Botschaft zu ergreifen." Er warf Teheran den Bruch des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen vor. Hague will eine Erklärung im britischen Parlament abgeben, die nach Einschätzung von Mitarbeitern "deutlich und hart" sein werde….