Das Echo der Ewigkeit: Zwiesprache mit dem Land

09.05.2011                      05.Ijar, 5771                      Gedenktag; Tag 20 des Omer; Ta'anit BH"B

Judentum:

Das Echo der Ewigkeit: Zwiesprache mit dem Land

In allen Jahrhunderten sind Menschen von einem Land ins andere gezogen, freiwillig und unfreiwillig. Wenn sie ein neues Land gefunden hatten, verbannten sie die Erinnerung an ihre frühere Heimat. Als das jüdische Volk jedoch gezwungen wurde, sein altes Land zu verlassen, hat es nie das Heilige Land aufgegeben und darauf verzichtet; das jüdische Volk hat nie aufgehört, leidenschaftliche Gefühle für Zion zu hegen. Es hat immer in Zwiesprache mit dem Heiligen Land gelebt.

Die Verbannung aus dem Land wurde als Unterbrechung empfunden, als Vorstufe zur Rückkehr, niemals aber als Preisgabe oder Loslösung. Wir waren mit Banden der Hoffnung an das Land gebunden. Diese Bande preiszugeben hieß, unsere Identität zu verleugnen. Immer wieder wandten sich unsere Herzen Zion und Jerusalem zu wie die Magnetnadel dem Nordpol, wie die Sonnenuhr der Sonne….