Das Ende der “Tribüne”

18.12.2012                      05.Tewet. 5773

Zeitungssterben:

Das Ende der “Tribüne”

„Seit 44 Jahren engagiert sich die Zeitschrift »TRIBÜNE« für ein – wie es im Untertitel heißt – »Verständnis des Judentums«. Kontinuierlich und unabhängig informiert sie über die breiten Facetten des international weiterhin virulenten Antisemitismus, über die durch den deutschen Nationalsozialismus nahezu ausgelöschte Tradition des Judentums wie auch über die schwierige Lebenssituation in Israel. Der Redaktion – hierunter der frühere WDR-Redakteur Heiner Lichtenstein, welcher sich durch seine jahrzehntelangen Reportagen über deutsche Prozesse gegen nationalsozialistische Kriegsverbrecher bleibende Verdienste erworben hat – gelingt es, regelmäßig kompetente Wissenschaftler und Publizisten aus verschiedenen Gesellschaftsdisziplinen als Mitarbeiter zu gewinnen.“ Diese Beschreibung erschien 2007 in der Zeitschrift psychosozial sowie auf haGalil.

Geändert hat sich hierin nichts. Die TRIBÜNE bleibt wichtig – und doch hat diese beeindruckende Tradition nun, im 51. Jahr ihres Bestehens, ein Ende gefunden. Die TRIBÜNE erscheint wegen der Anzeigenkrise – der soeben auch die Frankfurter Rundschau und Newsweek (31.12.2012) zum Opfer gefallen sind – nicht mehr. Zumindest als Printmedium. Das letzte Heft, Nr. 204, soeben erschienen, ist für 9 Euro erhältlich (Mail: Redaktion(at)tribuene-verlag.de)….