Das Regime bleibt

05.03.2012                      11.Adar. 5772

Iran – nach der "Wahl":

Das Regime bleibt

Die herrschende Klasse in Iran hat sich in einer „Wahl“ bestätigen lassen. Der Westen aber hofft und hofft.

Die Parlaments„wahl“ in Iran ist nicht zugunsten von Präsident Ahmadineschad verlaufen. Als Sieger ging sein alter Rivale Laridschani hervor, der sich nun gute Chancen ausrechnen kann, Ahmadineschad im nächsten Jahr zu beerben. Dem „Irren von Teheran“ wird im Westen und in den iranischen Kerkern niemand nachtrauern. Doch endete sein Einfluss auch bisher schon an den Grenzen, die ihm Revolutionsführer Chamenei zog, der sich keiner Wahl stellen muss.
Das Machtparallelogramm des Regimes mag sich jetzt etwas verschieben, aber das Regime bleibt. Seinen Fraktionen ist bei allen ideologischen und religiösen Differenzen eines gemein: der Selbsterhaltungstrieb der herrschenden Klasse, nach innen wie nach außen. Darum unterdrückt das Regime mit einer Effizienz, die den verbündeten Schlächter Assad wie einen Anfänger aussehen lässt, die Opposition. Und deswegen strebt es nach der Atombombe, zumindest aber nach der Fähigkeit, sie kurzfristig bauen und auf eine Rakete montieren zu können….