Demokratie und Toleranz lassen sich üben

09.12.2011                      13.Kislev. 5772

Verein Grätsche gegen Rechtsaussen:

Demokratie und Toleranz lassen sich üben

Verein Grätsche gegen Rechtsaußen und Kommunen wehren sich mit dem Lokalen Aktionsplan gegen Neonazi-Umtriebe.

Das Problem ist keineswegs neu. Trotzdem treibt es seit vier Wochen die Republik um, als habe sich urplötzlich irgendwo im Osten ein Loch aufgetan und einen riesigen braunen Haufen herausgedrückt. Doch Schlägerglatzen und Neonazis gibt es nicht nur in Thüringen und Sachsen, geschweige denn erst seit Mitte November. Das wissen vor allem die, die sich schon länger gegen derlei Kameraden wehren. Wie der Verein Grätsche gegen Rechtsaußen.

Es sei traurig, sagt dessen Sprecherin Sabrina Lauster, „dass Thüringen erst passieren musste, damit man sich endlich auch in Hessen mit dem Problem befasst“. Nun geht es auch um Echzell um den „Schlitzer“ und die Old Brothers. Die Hessenschau, das Heute-Journal, ARD und RTL waren da, zuletzt berichtete das ZDF-Magazin „Mona Lisa“ über die braunen Umtriebe in Gettenau. Dort hat Patrick W., der sich wegen einer Messerattacke auf einen Migranten „Schlitzer“ nennt, seine Hofreite zu einer Bastion für Rechtsextreme ausgebaut. Er hat „Gaskammerpartys“ gefeiert und mit seinen Old Brothers die Nachbarn tyrannisiert. Deswegen gründete sich 2009 die Grätsche….