Denn groß ist mein Name unter den Völkern

24.11.2011                      27.Cheschwan. 5772                      Jom Kippur Katan

Judentum:

Denn groß ist mein Name unter den Völkern

Der Titel stammt aus der Haftara zur Sidra Toldot, die sich wie der Wochenabschnitt mit der Auseinandersetzung zwischen Jakob und Esau beschaeftigt. Am Beginn spielen zwei Verse auf dieses Thema an, das eine Schwierigkeit praesentiert:

Ich habe euch geliebt, spricht der Ewige; da sprachet ihr: Worin hast du uns geliebt? Ist nicht ein Bruder Esau von Jakob, ist der Spruch des Ewigen, und ich liebte den Jakob; Und den Esau hasste ich und machte seine Berge zur Oede und seinen Besitz fuer die Schakale der Wueste.(Maleachi 1, 2-3) 
Raschi kommentiert: 
"Er liebte den Jakob", um ihm ein liebliches Land zu geben, "den herrlichsten Erbbesitz unter allen Voelkern" (nach Jeremias 3,19). "Und den Esau hasste ich" – um ihn in vor Jakob in das Land Seir zu treiben.
Wie der Vers betont waren ihre Herkunft und ihr Stammbaum nicht verschieden. Warum hasste Gott dann den einen und liebte den anderen? Voreingenommenheit? Parteilichkeit? Derselbe Prophet, der so offensichtlich zwischen den beiden Bruedern unterscheidet, schlaegt in Vers 11 einen voellig anderen und ungewoehnlichen Ton an:…