Der Schändungskrieg

08.10.2011                      10.Tischrei. 5772                      Jom Kippur

Sicherheit:

Der Schändungskrieg

Israelische und palästinensische Extremisten führen einen immer intensiveren "Heiligen Krieg" gegeneinander. Beide haben es auf die heiligen Stätten ihrer Gegner abgesehen. Im friedlichen Beduinendorf Tuba Sangarija im Norden Israels wurde eine Moschee in Brand gesteckt. Die Bilder verbrannter Koran-Bücher und rußiger Gebetsteppiche lösten weltweite Empörung aus.

Sogar die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton verurteilte diese "abscheuliche Schandtat". In einer Pressemitteilung war von "gefährlichen und provokativen Attacken auf eine Moschee" die Rede. "Derartige hasserfüllte sektiererische Aktionen können niemals gerechtfertigt werden." Die israelischen Behörden sollten sich "energisch" bemühen, die Täter dieser hinterhältigen Tat und ähnlicher Attacken im Westjordanland dingfest machen. 
In Israel war die Rede von einem Terrorakt, der an den Grundfesten der Demokratie rüttele. Staatspräsident Schimon Peres, die beiden Oberrabbiner und mehrere Minister nahmen den Schaden vor Ort in Augenschein. Die ultra-orthodoxe Zeitung "Yated Ne´eman" kritisierte jüdische Politiker, die behauptet hatten, dass es eine Provokation von Arabern gewesen sein könnte. "Juden zünden keine Moscheen an. Es gibt keinerlei Rechtfertigung für den Angriff auf die Moschee. Dies ist eine irre, gefährliche Tat." Wer das Feuer gelegt habe, sei "Terrorist und Mörder mit Blut an den Händen", schrieb Rabbi Schalom Eljaschiv….