Der Spion, der die Mullahs nicht liebte

15.12.2011                      19.Kislev. 5772

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Der Spion, der die Mullahs nicht liebte

Reza Kahlili hat eine Autobiographie über seine Tätigkeit als Doppelagent bei den iranischen Revolutionswächtern geschrieben.

Kein Mensch vermag derzeit mit Gewissheit zu sagen, ob die Mitte Oktober öffentlich gewordenen Anschlagspläne auf den saudischen Botschafter sowie auf die saudische und die israelische Botschaft in Washington vom iranischen Regime oder nur von einzelnen Fraktionen der sich permanent bekämpfenden Rackets im Iran ausgegangen sind. Schnell wurde von ein paar der üblichen »Iran-Experten« in Deutschland und den einschlägigen Lobbyisten des iranischen Regimes in den USA jegliche Beteiligung Teherans ausgeschlossen. Dass auch Angriffe in den und gegen die USA zumindest eine Option für das Regime in Teheran darstellen, sollte jedoch außer Zweifel stehen.

Selbstverständlich wären die Anschläge mit dem Risiko einer militärischen Konfrontation sowohl mit den USA als auch mit Saudi-Arabien oder Israel verbunden. Aber genau darauf bereitet das Regime die iranische Bevölkerung immer unverhohlener vor. Hassan Rahimpour Azghandi, als Mitglied des »Höchsten Rates für die Kulturrevolution« ein wichtiger Ideologe des iranischen Regimes, dessen Reden regelmäßig nach der Freitagspredigt im Staatsfernsehen verbreitet werden, verkündete Ende September: »Wir müssen uns auf weltweite Operationen vorbereiten. Wir müssen uns auf einen globalen Konflikt vorbereiten. Alle, die im Geheimdienst und in subversiver Tätigkeit arbeiten, müssen bereit sein.(…) Die Front unseres Krieges befindet sich nun überall auf der Welt.«…