Deutsche Nationalbibliothek blendet jüdische Geschichte aus

16.07.2012                      26.Tammus. 5772

Vorauseilender Gehorsam:

Deutsche Nationalbibliothek blendet jüdische Geschichte aus

Digitalisierte jüdische Zeitungen aus NS-Deutschland und deutschsprachige Exilpresse vom Netz genommen.

1998 startete die Deutsche Nationalbibliothek ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit Steuergeldern gefördertes wissenschaftliches Projekt und digitalisierte 25 Titel aus dem Zeitschriftenbestand „Jüdische Periodika in NS-Deutschland“ mit etwa 30.000 Seiten, die zwischen 1933 und 1943 verlegt wurden. Wie die Bibliothek schreibt, „spiegeln die Zeitschriften mit ihren Beiträgen wie kaum ein anderes Zeitdokument die zunehmende Entrechtung und Bedrohung der jüdischen Deutschen wider“. Auch die Jahrgänge 1933 bis 1945 von 30 Emigrantenzeitungen mit einem Umfang von rund 100.000 Seiten, darunter das traditionsreiche und bedeutende, bis 2004 in New York erschienene deutschsprachige Blatt AUFBAU, standen der Wissenschaft viele Jahre zur kostenlosen Nutzung im Internet zur Verfügung. „Für die Erforschung des deutschsprachigen Exils stellt die Exilpresse eine Quelle von hohem Erkenntniswert dar“, lobte die Bibliothek ihr Angebot, das sich u. a. für den internetgestützten Geschichts- und Deutschunterricht anbietet….