Die Juden von Eichtersheim

19.09.2011                      20.Elul, 5771

Bücher:

Die Juden von Eichtersheim

„Als Bub habe er selten versäumt, die Mutter zum jüdischen Metzger zu begleiten, weil der Meister den Kindern immer ein Stück Matzen reichte und nicht wie üblich ein Stück Wurst. Die Matzen waren etwas besonderes, wenn sie auch nicht sehr geschmackvoll waren, doch sie waren etwas Seltenes und Fremdartiges“.

Solcherlei Geschichten finden sich in dem kurzen Band von Leonhard Dörfer, der vom jüdischen Leben in Eichtersheim erzählt. Aber nicht nur der Blick von außen auf die Juden, sondern auch die Geschichten der Juden selbst werden erzählt. So zum Beispiel von Hirsch Metzger, für dessen schutzbürgerlichen Rechte 1854 sich nicht etwa der Synagogenrat einsetzte, sondern das örtliche Bezirksamt. Oder die Geschichte der mysterios wieder aufgetauchten Thorarolle, die erst im Jahre 2009 auf einem Dachboden in Bruchsal entdeckt wurde und die wohl der jüdischen Gemeinde von Eichtersheim gehörte….