Die Wahrheit über den Gaza-Streifen

29.10.2011                      01.Cheschwan. 5772                       Rosch Chodesch 2, Noach

Komplexe Zusammenhänge:

Die Wahrheit über den Gaza-Streifen

Mit dem Ende der fünfjährigen Gefangenschaft von Gilad Shalit haben verschiedene NGOs, in einem Versuch, ihre eigenen Agenden voranzutreiben, die Tatsachen für ihre Zwecke uminterpretiert.

Diese Taktik war selten weniger deutlich als in dem Artikel von Sari Bashi, der Direktorin von “Gisha, The Legal Center for Freedom of Movement”. Bashi stützt sich auf sehr selektive Erinnerungen, um das Argument voranzutreiben, der einzige Grund für die Sanktionen Israels gegen die Hamas sei Rache für die Gefangennahme Shalits. Jetzt wo er frei ist, so Bashi, sollte Israel die unbeschränkte Ein- und Ausfuhr aller Güter von und nach Gaza erlauben.

Ihre Argumentation basiert dabei auf der falschen Voraussetzung, die israelische Politik sei das einzige Hindernis auf dem Weg zu “einer Chance für ein normales Leben im Gaza-Streifen und eine Möglichkeit für seine anderthalb Millionen Einwohner, eine gesunde, wohlhabende Gesellschaft aufzubauen, die in der Lage wäre, mit ihren Nachbarn friedlich zusammenzuleben.”

Bashi, so scheint es, lebt in ihrer eigenen Welt, einer Welt ohne 10.000 Raketenangriffe seit 2005, ohne Selbstmordanschläge, Schießattacken, Entführungen und andere Terrorattentate. In dieser fiktionalen Welt existiert dafür eine friedliche Hamas. Während auch wir uns wünschen, dass dies wahr wäre, ist es das leider einfach nicht. Um US-Senator Daniel Patrick Moynihan zu zitieren: Individuen dürfen ihre eigene Meinung haben, aber nicht ihre eigenen Tatsachen….