DIG-Präsident Robbe gratuliert Schalits Eltern und dankt Bundeskanzlerin

19.10.2011                      21.Tischrei. 5772                       Hoschanah Rabbah

Pressemitteilung vom 18.10.2011:

DIG-Präsident Robbe gratuliert Schalits Eltern und dankt Bundeskanzlerin

„Die freie Welt freut sich über Schalits Freilassung“

Mit den Eltern und allen Menschen in Israel freue sich die freie Welt über die heutige Freilassung des vor mehr als fünf Jahren von der terroristischen Hamas entführten Wehrpflichtigen Gilad Schalit. Dies erklärte der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Reinhold Robbe, unmittelbar nach der Freilassung des Soldaten.

An diesem Tag sei man zunächst einmal in Gedanken bei den Eltern von Gilad Schalit, die heute nach mehr als fünf Jahren ihren lange Zeit tot geglaubten Sohn endlich wieder in die Arme schließen können. Der DIG-Präsident gratulierte Schalits Eltern zu dieser beispiellosen Freilassung, die in die Geschichte eingehen werde. Das stehe an diesem Tag absolut im Mittelpunkt, betonte Robbe, der die Eltern vor wenigen Monaten in Jerusalem zu einem Gespräch getroffen hatte.

Robbe dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel für die deutsche Unterstützung bei dem Gefangenenaustausch. Es sei bekannt, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) ganz wesentlichen Anteil an der Freilassung habe. Die deutsche Bundesregierung habe damit ihre Verantwortung gegenüber Israel bewiesen. Aber besonderen Dank, so DIG-Präsident Robbe weiter, verdiene auch Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu für dessen Entscheidung, trotz Widerstands in der eigenen Regierung mehr als tausend, zum Teil wegen schwerster Verbrechen verurteilter Palästinenser freizulassen, um Gilad Schalit endlich zu seinen Eltern zu bringen. So etwas habe es noch nicht gegeben und dokumentiere den Stellenwert der Menschenwürde in der israelischen Gesellschaft.

Es grenze an ein Wunder, dass gerade jetzt der Gefangenenaustausch möglich war, betonte Robbe. Vor dem Hintergrund der schwierigen Situation zwischen Israel und den Palästinensischen Autonomiegebieten und den festgefahrenen Bemühungen im Friedensprozess hätte kaum jemand mit der Freilassung Schalits gerechnet.

Der Gefangenenaustausch dokumentiere nicht nur die tiefe Verankerung von Humanität und Menschenrechten in Israel, sondern unterstreiche auch den Willen der Regierung, einen ersten Schritt zu tun auf dem ebenso notwenigen wie mühsamen Weg der Friedensverhandlungen im Nahen Osten.

Für Europa sollte dies als Aufforderung begriffen werden, sich endlich auf eine einheitliche Position zu verständigen, um gemeinsam mit den USA und Russland bei einer Friedenslösung zwischen Israel und seinen Nachbarn zu helfen. Robbe wörtlich: „Die Freilassung Gilad Schalits könnte nach vielen Jahren der Sprachlosigkeit jetzt das Symbol für einen Neuanfang im Friedensprozess werden.“ Auch hierbei wünscht sich Robbe eine starke Rolle der deutschen Diplomatie.

Berlin, den 18.10.2011