Drohgebärden für Diplomaten

09.10.2011                      12.Cheschwan. 5772

Israel gegen Iran:

Drohgebärden für Diplomaten

Israel droht Iran und fühlt sich durch die neuen Berichte über Teherans Nukleartests bestätigt. Doch ein Angriff ist zurzeit unwahrscheinlich. Jerusalem versucht mit dem Säbelrasseln offenbar, seine Ziele auf diplomatischem Weg zu erreichen: Die internationale Gemeinschaft soll das Atomprogramm stoppen.

Israel übt den Krieg: Alle paar Tage heulen in den Städten Luftschutzsirenen auf, wenn der Zivilschutz die Reaktion auf Raketenangriffe probt. Immer wieder melden Medien Vorbereitungen für einen Präventivschlag gegen Iran: Zuerst testete Israel eine ballistische Rakete, offenbar eine verbesserte Version der "Jericho 3". Die soll 7000 Kilometer Reichweite und die Fähigkeit haben, nukleare Sprengköpfe zu tragen, von denen Israel laut ausländischen Quellen 200 Stück besitzt.
Kurz zuvor nahmen 16 Kampfbomber vom Typ F-16 des 117. Geschwaders über Sardinien an einem Manöver teil und übten das Auftanken in der Luft, Luftraumüberwachung und den Angriff weit entfernter Ziele. Genau das also, was für einen Angriff auf Iran notwendig wäre. Militärexperten weisen darauf hin, dass mit dem Abzug der USA aus dem Irak Ende des Jahres auch die Flugverbotszone über Mesopotamien außer Kraft gesetzt würde – womit israelische Kampfbomber wieder den kürzesten Weg nach Iran nutzen könnten….