Eichmann-Akte im Giftschrank?

11.12.2012                      27.Kislew. 5773                      Channuka 3

NS-Vergangenheit:

Eichmann-Akte im Giftschrank?

Informierte der westdeutsche Geheimdienst bereits 1953 über den Aufenthaltsort des Nazi-Kriegsverbrechers Adolf Eichmann? Eine Akte im Bundeskanzleramt lässt das vermuten. Doch niemand darf das Dokument sehen.

Die Organisation Gehlen, der Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes, hat offenbar schon deutlich früher als bislang bekannt Informationen über das Versteck von Adolf Eichmann preisgegeben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung an den Bundestagsabgeordneten Jan Korte (Linke) hervor, der nach gesperrten Unterlagen über die NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann und Klaus Barbie gefragt hatte. Demnach soll sich in einer gesperrten Akte ein Hinweis darauf finden, dass die Organisation Gehlen bereits 1953/54 den Nazijäger Simon Wiesenthal über den Aufenthalt Eichmanns in Südamerika in Kenntnis gesetzt hatte….