Ein Gürtel um Jerusalem

02.08.2012                      14.Aw. 5772

Siedlungspolitik:

Ein Gürtel um Jerusalem

Aus offizieller israelischer Sicht ist Groß-Jerusalem die ewige Hauptstadt Israels, weshalb die Bewohner jüdischer Vororte von Ost-Jerusalem, also im früher (1948-1967) von Jordanien beherrschten Gebiet, nicht als Siedler gelten. Doch in Jerusalem wird die enge Zusammenarbeit zwischen orthodoxen, nationalreligiösen und säkularen rechtsorientierten Juden bei der Durchsetzung einer aggressiven Siedlungspolitik besonders deutlich.

Mehrere Tausend israelische Juden bevölkern neue Vororte wie Gilo, Pisgat Zeev oder Har Choma (Mauerberg), meist sogar ohne die Tatsache wahrzunehmen, dass diese Vororte nicht einmal in den Grenzen Groß-Jerusalems von 1948, dem Jahr der Teilung der Stadt, liegen, also theoretisch ganz »normale« Siedlungen sind, die per Dekret in das Jerusalemer Stadtgebiet eingemeindet und zu neuen Stadtbezirken »aufgewertet« wurden, um die arabischen Teile einzukreisen….