Eltern dürfen Eizellen der toten Tochter einfrieren

11.08.2011                      11.Aw-Elul, 5771

Urteil:

Eltern dürfen Eizellen der toten Tochter einfrieren

Als eine 17-jährigen Israelin starb, gaben die Eltern ihre Organe zur Transplantation frei. Auch ihre Eizellen ließen sie entnehmen – um sie selbst einzufrieren.

Dürfen befruchtete Eizellen vor der Einpflanzung in den Mutterleib untersucht werden? Sollen auch gleichgeschlechtliche  Paare Eltern werden? Was passiert mit entnommenen Eizellen oder Spermien, wenn ein Partner stirbt? In der Diskussion um künstliche Befruchtung gibt es viele unbeantwortete Fragen. In einem besonderen Fall hat nun ein israelisches Gericht ein Urteil gesprochen, das in ethischer Hinsicht wegweisend werden könnte.

Chen Auda Ayash, eine junge Frau aus der Industriestadt Kfar Saba, wurde von einem Auto angefahren. Eine Woche später starb die 17-Jährige an den Folgen des Unfalls, die Eltern gaben ihre Organe zur Transplantation frei. Auch die Eizellen wollten sie ihrer Tochter entnehmen lassen – um sie für mögliche künstliche Befruchtung in Zukunft einzufrieren. Zu ihren Motiven schwieg sich die Familie bislang aus….