Fairness statt Propaganda

28.11.2011                      02.Kislev. 5772

Feature:

Fairness statt Propaganda

Er führt ein Doppelleben: Ronald Lauder, Erbe des gleichnamigen Kosmetikimperiums, stellt in einem ehemaligen Patrizierwohnhaus in Manhattan die schönsten Objekte seiner weltberühmten Kunstsammlung aus. In einem Rittersaal dominieren sieben Rüstungen, zwei davon auf hohen Rossen. An den Wänden hängen sechs Porträts von Cézanne; im Nebensaal die teuersten Schiele- und Klimt-Porträts, umrahmt von anderen großen Meistern der Moderne. Natürlich sind auch Picasso und die großen modernen Amerikaner in Fülle vertreten. Der Kunsthistoriker und Mäzen sammelte die ersten Zeichnungen mit seinem Taschengeld als Dreizehnjähriger.

40 Blocks weiter südlich betätigt er sich in seinem Amt als Präsident des Jüdischen Weltkongresses, einer Dachorganisation weltweiter Gemeinden und Organisationen. Unabhängig vom Staat Israel, jedoch mit dessen Interessen im Auge, kümmert sich Lauder um die verschiedenen humanitären, kulturellen, aber auch ökonomischen und politischen Belange der jüdischen Weltgemeinde….