Gedenkstätte Happurg und Hersbruck

24.10.2012                      08.Cheschwan. 5773

Bayern:

Gedenkstätte Happurg und Hersbruck

Es ist ja nicht so, dass Bayern sich für Ungewöhnliches in ihrem Lande nicht interessieren: Höhlen, Gruben, Stollen werfen Fragen auf. In den sogenannten Doggerstollen zwischen Happurg und Hersbruck in der mittelfränkisch-bayerischen Provinz starben in nur elf Monaten 4.000 KZ-Häftlinge. Ihrer und der Ursachen ihres Sterbens soll jetzt öffentlich unübersehbar gedacht werden.

Als das Nazigrauen 1945 endete, als Europa in weiten Teilen ein Trümmerfeld war, übersät mit Abermillionen Kriegs- und Mordopfern, als Millionen Flüchtlinge und Vertriebene untergebracht werden mussten, US-Soldaten, UNRRA-Helfer aus aller Welt und jüdische Freriweillige aus Palästina den wenigen KZ-Überlebenden Erste Hilfe leisteten, waren die Deutschen blitzschnell zu einem inneren Entschluss gekommen: Niemand wollte sich als schuldig durch eigene Verbrechen, oder als mitschuldig durch Wegsehen bekennen. Die Standardformel lautete: „Wir haben nichts gesehen!“ ….