Gesetzesvorlage gegen Gebetsruf vom Minarett

12.12.2011                      16.Kislev. 5772

Umweltschutz pur:

Gesetzesvorlage gegen Gebetsruf vom Minarett

Mit Lautsprechern verstärkte muslimische Gebetsrufe sollten in Israel wegen unerträglicher Lärmbelästigung zum Schweigen gebracht werden. Das fordert die Abgeordnete Anastasia Michaelis der „Israel Beiteinu Partei“ in einer Gesetzesvorlage.

In einem vorbeugenden Entschuldigungsschreiben erklärt sie: „Ich will keine religiös-kulturelle-nationalistische Debatte auslösen. Es handelt sich um ein grünes Problem, um Umweltschutz pur.“ Neben Gebetsrufen wolle sie auch den Lärm jüdischer und christlicher „Gebetshäuser“ dämpfen. Schwer getroffen seien gemischte Städte wie Jerusalem, Haifa und Lod. Nachbarn von Moscheen leiden nach Angaben Michaelis unter Schlafentzug, wenn sie schon um fünf Uhr morgens aus dem Bett geworfen würden oder bis tief in die Nacht lauter Musik jüdischer Hochzeitssäle ausgesetzt seien.
Noch gebe es in Israel dagegen keine echte gesetzliche Handhabe. In Jerusalem hätten die Behörden versucht, das Problem durch „gutes Zureden“ zu lindern, indem sie die Imame baten, ihre Lautsprecher etwas leiser zu stellen….