Hermine Speier, eine jüdische Archäologin, die als erste Frau für einen Papst im Vatikan arbeitete

20.04.2011                      16.Nisan, 5771                      Pessah 2; Tag 1 des Omer

Vatikan:

Hermine Speier, eine jüdische Archäologin, die als erste Frau für einen Papst im Vatikan arbeitete

Hermine Speier, eine deutsche Jüdin und Archäologin, war 1934 die erste Frau “inmitten von Soutanen” (Paolo Rodari), die in einer offiziellen Funktion im Vatikan tätig wurde. An Speier, die 1898 in Frankfurt am Main geboren wurde und 1989 in Montreux verstarb, erinnerten in diesen Tagen Gudrun Sailer und Paolo Rodari. Sailer, von der deutschen Redaktion von Radio Vatikan stellte Hermine Speier am Sonntag in der Dokumentarreihe “Geheimer Vatikan” auf National Geographic Channel vor. Rodari, Vatikanist der Tageszeitung Il Foglio verfaßte am 16. April einen “brillanten“ Artikel, wie der Chefredakteur des Osservatore Romano, Paolo Vian, am 18. April schrieb.

Papst Pius XI. beauftragte Speier anfangs mit der “Neuordnung des Photoarchivs unserer Museen”. Es fehlte nicht an Kritik: eine Frau, eine Jüdin. “Ich gehe den Weg, den ich für richtig halte”, überliefert Msgr. Carlo Confalonieri, der Sekretär des Papstes, die Reaktion Pius XI. auf die teils harte Kritik. So konnte Spinnie ihre Arbeit in der Vatikanstadt antreten. Spinnie wurde Hermine Speier von ihren in Rom lebenden deutschen Freunden genannt….