Hier doch nicht!

24.11.2011                      27.Cheschwan. 5772                      Jom Kippur Katan

Rechtsextremismus:

Hier doch nicht!

Ausgerechnet Jena: Ein Besuch im Heimatort der rechtsradikalen Mörder.

Zieht Jena sich die braune Jacke an, oder wäscht es sich rein? Das ist die Frage, mit der wir Deutschlands derzeit berühmteste Stadt betreten, am Morgen des 18. November 2011. Der Tag wird viele Antworten bringen, und am Abend hat Jena ein Mahnmal für die Opfer rechter Gewalt. Als dann noch Ulrike Meinhof auftaucht…
Langsam. Zunächst erwartet uns ein verblüffend ausgeschlafener Mann. Tief in der Nacht ist Oberbürgermeister Albrecht Schröter aus Berlin zurückgekehrt. Dort erhielt er den Preis für Zivilcourage, gegen Rechtradikalismus, Antisemitismus und Rassismus – stellvertretend für alle gleichgesinnten Jenaer, wie er sofort betont.
Herr Schröter, üblicherweise hört man nach rechten Übergriffen kommunale Abwehrreaktionen. Entweder heißt es: Die Täter kamen von außerhalb. Oder: Das ist nicht typisch für unsere Stadt….