Historische Chanukkageschichten III

23.12.2011                      27.Kislev. 5772                       Channuka 3

Judentum:

Historische Chanukkageschichten III

Was ist Chanukka?

Die dritte historische Chanukka-Geschichte stammt von Mendele Mocher-Sforim (“Mendele, der Buchhändler”), einer der wichtigsten Jiddischisten und Begründer der modernen jiddischen Literatur. Geboren 1835 mit bürgerlichem Namen Schalom Jakow Abramowitsch in Minsk, lebte viele Jahrzehnte in Odessa, einem bedeutenden Zentrum der jüdischen Aufklärung Haskala, wo er 1917 starb. Die deutsche Übersetzung dieser Chanukka-Geschichte erschien in den “Neuen jüdischen Monatsheften”, eine nationalliberale Zeitschrift, die zwischen 1916 und 1920 erschien und sich explizit auch an ein nichtjüdisches Publikum wandte, um der “Unkenntnis in jüdischen Dingen entgegenzuarbeiten”
“Ein großes Wunder ist mir am Chanukkah geschehen.” “Warum sagst du ‘mir’ Schmuel, warum nicht ‘uns’? Ist es denn nicht ebenso mein Wunder wie dein?”
“Ja, lieber Ignatz, ein großes Wunder ist mir am Chanukkah geschehen, m i r und nicht dir!”
“Geh einer und streite mit einem so alten Bejßmedresch-Juden! Ihr seid ja der Ansicht, daß wir modernen Juden gar keine Juden sind, und daß nur diejenigen, die die Bänke im Bejßmedresch herumdrücken, einen Vertrag mit dem Schöpfer der Welt, eine Art Privileg auf Jüdischkeit haben.”…