Holocaust-Vergangenheit lässt Allianz in Amerika nicht los

24.02.2011                     20.Adar l, 5771

Demonstration:

Holocaust-Vergangenheit lässt Allianz in Amerika nicht los

In Florida versucht der Versicherungskonzern mit einem Golfturnier seinen Namen in den Vereinigten Staaten bekannter zu machen. Dabei wird das Unternehmen von seiner Vergangenheit eingeholt.

Die Demonstranten in Boca Raton wirken etwas verloren an der Ecke der großen Straßenkreuzung vor dem Eingang zum alten Golfplatz Broken Sound. Aber die Herren und Damen in überwiegend gesetztem Alter und legerer Kleidung sind engagiert. Sie haben eine israelische Fahne aufgehängt und halten mit Filzstift bemalte Schilder für die Autofahrer und die Kameras der lokalen Fernsehsender hoch. Sie beschuldigen den deutschen Versicherer Allianz, vom Holocaust profitiert zu haben. Das Schild von David Schaecter, einem der Organisatoren der Demonstration, bringt den Protest auf den Punkt. Auf der Pappe stehen, gerahmt von einem Hakenkreuz, in Blau die Worte "ALL-IANZ" und "ALL-NAZI". Schaecter, Präsident einer Vereinigung von Holocaust-Opfern, und seine Mitstreiter fordern eine komplette Offenlegung von Informationen über Inhaber von Versicherungspolicen aus dem Dritten Reich. Sie wollen vor amerikanischen Gerichten wieder auf Entschädigung klagen können. Und sie wollen 2 Milliarden Dollar….