„Ich will hier nur in Frieden leben“

06.10.2011                      08.Tischrei. 5772

Nahost-Konflikt:

„Ich will hier nur in Frieden leben“

Auf Gastfreundlichkeit legt Bob Lang großen Wert. Wenn der gebürtige New Yorker nachmittags Besucher in seinem Reihenhaus in der jüdischen Siedlung Efrat empfängt, gibt es Kekse und Cola. Erst wenn jeder Gast versorgt ist, beginnt Lang zu erzählen: Über gute Beziehungen zu palästinensischen Nachbardörfern, über seinen Unmut, als Siedler und nicht als Einwohner behandelt zu werden, sowie über die Komplexität des Nahostkonflikts.

Als ehemaliges Mitglied im Stadtrat von Efrat kennt Lang die Entstehungsgeschichte seiner Siedlung im Westjordanland ganz genau. „Die ersten Häuser entstanden hier in den 70er-Jahren“, erzählt Lang, zu der Zeit seien auch er und seine Frau aus den USA nach Israel eingewandert. Als gläubige Juden wollten sie im Heiligen Land leben. „Heute wohnen in Efrat 12000 Menschen, 30000 sollen es einmal werden“, so Lang. Die Infrastruktur für so viele Menschen ist bereits vorhanden. Neben einem Gemeindezentrum gibt es Schulen und Einkaufsmöglichkeiten. „Aber wegen des internationalen Drucks wurden keine weiteren Wohnhäuser gebaut“, fügt Lang hinzu….